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Oesterreichs Energie Kongress 2026: Energiezukunft als Teamprojekt

Wien (OTS) – Mit mehr als 800 Teilnehmenden verzeichnet Oesterreichs
Energie
Kongress 2026 in der Wiener Hofburg eine Rekordbeteiligung. Zum
Auftakt rufen Politik und E-Wirtschaft dazu auf, die Transformation
des Energiesystems gemeinsam und konstruktiv voranzutreiben. Im
Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Themen und Herausforderung,
die die E-Wirtschaft derzeit bewegen – vom Ausbau der Eneuerbaren,
von Netzen und Speichern, die Möglichkeiten der Digitalisierung bis
hin zu Cyber-Security und hybriden Bedrohungen.

Aus unterschiedlichen Meinungen gemeinsames Handeln und echte
Lösungen entwickeln – mit diesem Appell eröffnete Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung
der E-Wirtschaft, den Oesterreichs Energie Kongress 2026. Unter dem
Motto „Zukunft unter Strom“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter
aus Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die
Herausforderungen bei der Transformation des Energiesystems. Das
Interesse daran ist groß: Mit mehr als 800 Anmeldungen und über 70
Sponsoren und Ausstellern erreicht der Oesterreichs Energie Kongress
eine neuen Teilnehmerrekord.

Unterschiedliche Akteure – ein gemeinsames Ziel
Barbara Schmidt bringt es zum Auftakt auf den Punkt: „Wenn ich in den
Raum blicke, sehe ich Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen
der Energiebranche, aber eines eint uns: Wir alle wollen eine
sichere, saubere und leistbare Energiezukunft.“ Gerade weil die
Branche wächst und neue Akteur:innen hinzukommen, sind Austausch,
gegenseitiges Verständnis und ein gemeinsames Ziel umso wichtiger.

Bundespräsident Alexander van der Bellen betonte in seiner
Grußbotschaft das Thema Unabhängigkeit als das zentrale Thema der
Zukunft – und dass es in dem Zusammenhang unabdingbar und notwendig
ist, saubere alternative Technologien auszubauen und die
Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben. „Wir dürfen keine
Abkürzungen nehmen, die der Umwelt, dem Klima und uns selbst
schaden“, so der Bundespräsident.

Energiepolitik ganz oben auf der Regierungs-Agenda
Im Anschluss daran skizzierte Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer in seiner Rede die zentralen energie- und
industriepolitischen Vorhaben der Bundesregierung und betonte die
herausragende Bedeutung der Energiepolitik: „Energie steht ganz oben
auf der Agenda der Bundesregierung.“ Denn: „Wer Energie kontrolliert,
kontrolliert am Ende des Tages auch den Wohlstand. Wenn wir
miteinander das gemeinsame Ziel haben, dass dieses Land wieder
wettbewerbsfähiger wird, dann ist es vor allem Frage der
Energieversorgung, die darüber entscheidet, welches Land die Nase
vorn hat.“

Hattmannsdorfer betonte mehrfach, dass es in Zeiten wie diesen
das Thema Versorgungssicherheit mehr politische Priorität haben und
leistbare Energie garantiert werden müsse. Es brauche mehr
Unabhängigkeit und die Preise müssten sinken – beides ginge nur mit
Ausbau, so der Minister. Entsprechend müssten UVP-Prozesse
beschleunigt und neue Wasserkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke
errichtet werden. „Wasserkraft wird das Rückgrat der Stromversorgung
in Österreich bleiben.“

Energietransformation im Teamplay mit Kunden im Zentrum
Michael Baminger, neuer Präsident von Oesterreichs Energie,
appellierte in seinen Eröffnungsworten an die Besucherinnen und
Besucher, die Transformation des Energiesektors als
gemeinschaftliches Projekt und mit positiver Energie anzugehen: „Was
dieser Diskussion fehlt, ist ein gerütteltes Maß an Optimismus.“
Gemeint sei nicht ein naiver Glaube, sondern das konstruktive
Zutrauen in die eigene Stärke und in die Kraft, etwas zu bewegen.
Baminger rief dazu auf, die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten stärker
in den Mittelpunkt zu stellen – mit Zuversicht und dem Vertrauen,
gemeinsam etwas bewegen zu können: „Wir müssen den Umbau als Teamplay
verstehen. Nicht als Großprojekt für irgendwann, sondern jetzt im
Alltag. Wenn Ziele alleine aber reichen würden, wären wir schon
fertig. Es geht ums Umsetzen.“

Dabei stellt er den Kunden ins Zentrum aller Vorhaben – denn nur
wenn es für die, die es betrifft, eine klare, stringente
Zukunftserzählung gäbe, die das „Warum“ erklärt, würde es die
notwendige Akzeptanz und Unterstützung auch in der Gesellschaft
geben, die die großen Vorhaben der Energietransformation benötigen.
„Der Ausbau von Erzeugung, Netzen und Speicher, die Modernisierung
bestehender Anlagen, Digitalisierung, neue Technologien sowie der
Schutz kritischer Infrastruktur müssen konsequent vorangetrieben
werden.“

25 Jahre Strommarktliberalisierung: Bilanz und Perspektiven
Im Anschluss an die Keynote von Herbert Diess,
Aufsichtsratsvorsitzender Infineon Technologies AG, zog das Panel „25
Jahre Strommarktliberalisierung“ Bilanz über ein Vierteljahrhundert
Wettbewerb und Marktöffnung. Diskutiert wurden die Errungenschaften
der Liberalisierung ebenso wie aktuelle Herausforderungen angesichts
der geopolitischen Lage. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie
Speicher, flexible Tarife und verlässliche regulatorische
Rahmenbedingungen das Stromsystem entlasten und Kosten senken können.
Weitere Höhepunkte des Kongressprogramms waren die Keynote von
Zukunftsforscherin Florence Gaub, Forschungsdirektorin am NATO
Defense College, sowie weitere Panels zu zentralen Fragen der
Energiezukunft.

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