EVN senkt in Niederösterreich die Tarife. Was das Strommarktgesetz vom Bund ermöglicht und wie Haushalte konkret entlastet werden. Stand: 23.01.2026. In Niederösterreich ist die Debatte um den Strompreis erneut ganz oben auf der Agenda: Mit der Ankündigung einer Tarifsenkung durch die EVN rückt die Entlastung von Haushalten und Unternehmen in greifbare Nähe. Politisch flankiert wird der Schritt durch Aussagen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, die am 23.01.2026 auf die Bedeutung des geänderten Strommarktgesetzes verweisen. Die Botschaft ist klar: Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen passen, sollen Kundinnen und Kunden auf der Rechnung eine spürbare Reduktion sehen. Was heißt das im Detail? Wie funktioniert eine Tarifsenkung in der Praxis? Und welche Faktoren entscheiden am Ende tatsächlich darüber, wie viel weniger niederösterreichische Haushalte zahlen? Dieser Überblick ordnet die Ankündigung ein, erklärt Fachbegriffe verständlich, liefert historischen Kontext und vergleicht die Situation mit anderen Bundesländern sowie mit Deutschland und der Schweiz.
EVN-Tarifsenkung: Bedeutung und Einordnung für Niederösterreich
Ausgangspunkt ist eine klare politische Botschaft: Die Landesregierung in Niederösterreich begrüßt die Tarifsenkung der EVN und stellt den Zusammenhang mit dem aktualisierten Strommarktgesetz her. Laut der Presseaussendung des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung wird erwartet, dass die Anpassung den Menschen direkt zugutekommt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont, die Grundlage sei durch den Bund geschaffen worden; daher sei es folgerichtig, dass die EVN Tarife senkt. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt hervor, dass am Ende zählt, was auf der Rechnung steht, und das müsse weniger werden. Für Kundinnen und Kunden ist entscheidend, welche Preisbestandteile tatsächlich fallen und ob die Senkung langfristig trägt. Der Schritt ist auch ein Signal an den Markt: Wenn gesetzliche Rahmenbedingungen Bewegungen erlauben, sollen Anbieter Kostenvorteile weitergeben. Konkrete Euro-Beträge nennt die Quelle nicht. Daher bleibt vorerst offen, wie stark die Entlastung pro Haushalt ausfällt. Dennoch ist die Stoßrichtung klar: mehr Transparenz, mehr Nachvollziehbarkeit, und spürbare Entlastung.
Was wurde offiziell angekündigt?
- Die EVN senkt in Niederösterreich die Tarife. Der genaue Umfang wird in der Quelle nicht beziffert.
- Politische Unterstützung kommt von Johanna Mikl-Leitner und Stephan Pernkopf, die den Zusammenhang mit dem Strommarktgesetz betonen.
- Ziel ist eine deutliche Entlastung für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, sichtbar auf der Rechnung.
Ohne konkrete Zahlen liegt der Fokus auf Mechanik und Wirkung: Welche Stellschrauben können sich ändern, und wie wirken sie sich auf den Niederösterreich Strompreis aus? Nachfolgend werden zentrale Fachbegriffe erklärt, damit alle Interessierten – unabhängig vom Vorwissen – verstehen, was eine Tarifsenkung im Detail bedeutet.
Fachbegriffe rund um den EVN Tarif verständlich erklärt
Strommarktgesetz
Das Strommarktgesetz ist der rechtliche Rahmen, der festlegt, wie Erzeugung, Handel, Netzbetrieb und Vertrieb von Elektrizität organisiert sind. Es definiert etwa, welche Pflichten Anbieter haben, wie Transparenz hergestellt wird, und wie Verbraucherrechte geschützt werden. Änderungen am Strommarktgesetz können beispielsweise beeinflussen, wie schnell Preisänderungen an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden, welche Informationspflichten gelten oder wie Wettbewerbsbedingungen gestaltet sind. Für Haushalte bedeutet das: Der Gesetzgeber schafft Spielregeln, damit Preisvorteile aus dem Großhandel den Weg in Endkundentarife finden, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. In der aktuellen Diskussion dient das Gesetz als Brücke zwischen Marktbewegungen und spürbarer Entlastung auf der Rechnung.
Arbeitspreis Strom
Der Arbeitspreis ist der Betrag pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh). Er hängt unter anderem von den Beschaffungskosten, also dem Preis, zu dem ein Energieversorger Strom am Markt einkauft, sowie von Vertriebskosten und Abgaben ab. Wenn ein Versorger wie die EVN den Arbeitspreis senkt, spüren Haushalte die Entlastung unmittelbar über jede verbrauchte kWh. Je höher der Verbrauch, desto größer fällt die absolute Ersparnis aus. Wichtig: Arbeitspreise können vertraglich fixiert oder variabel sein. Fixe Arbeitspreise bieten Planbarkeit, während variable Preise Marktentwicklungen schneller abbilden können. Für viele Familien und Seniorinnen und Senioren ist der Arbeitspreis der zentrale Hebel des EVN Tarif, denn er bestimmt, wie teuer der tägliche Stromverbrauch wird.
Grundpreis
Der Grundpreis ist eine fixe monatliche oder jährliche Pauschale, die unabhängig vom Verbrauch anfällt. Er deckt unter anderem Teile der Fixkosten des Anbieters, etwa für Kundenservice, Abrechnung und Infrastruktur im Vertrieb. Eine Tarifsenkung kann auch eine Reduktion des Grundpreises beinhalten, muss es aber nicht. Für Haushalte mit geringem Verbrauch – etwa Single-Haushalte oder sehr energieeffiziente Wohnungen – ist der Grundpreis besonders relevant, weil er im Verhältnis stärker ins Gewicht fällt als der Arbeitspreis. Wer seinen Vertrag prüft, sollte daher stets beide Komponenten im Blick behalten: Ein niedriger Arbeitspreis nützt wenig, wenn ein hoher Grundpreis die Ersparnis wieder aufzehrt.
Netzentgelte
Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung der Stromnetze, also für Transport und Verteilung von Elektrizität. Diese Entgelte werden von Netzbetreibern erhoben und unterliegen einer Regulierung. Sie sind Bestandteil jeder Stromrechnung, egal bei welchem Anbieter. Netzentgelte sind nicht frei verhandelbar wie der reine Energiepreis; sie spiegeln die Kosten für Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Netze wider. Eine Tarifsenkung durch einen Lieferanten betrifft daher in der Regel den Energiepreisanteil (Arbeitspreis oder Grundpreis im Liefersegment), nicht aber die Netzentgelte. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es wichtig zu wissen, dass die Gesamtrechnung aus mehreren unabhängigen Blöcken besteht: Energiepreis, Netzentgelte, Abgaben und Steuern.
Merit-Order
Die Merit-Order beschreibt die Reihenfolge, in der Kraftwerke zur Deckung des Strombedarfs eingesetzt werden. Günstige Anlagen wie Wasserkraft oder Windenergie kommen zuerst zum Zug, teurere – etwa gasbasierte Kraftwerke – später. Der Preis im Großhandel wird meist vom teuersten noch benötigten Kraftwerk bestimmt. Steigen die Gaspreise, kann der Großhandelspreis für Strom ebenfalls steigen. Umgekehrt sinkt er, wenn kostengünstige Erzeugung reichlich verfügbar ist. Für den EVN Tarif bedeutet das: Langfristige Beschaffungsstrategien können Preisspitzen abfedern, aber Marktmechanismen wirken weiterhin. Eine politische Begleitmusik – wie Anpassungen im Strommarktgesetz – kann Transparenz fördern und eine schnellere Weitergabe von Kostenvorteilen unterstützen.
Preisgarantie und Bindefrist
Eine Preisgarantie bedeutet, dass ein Anbieter den Energiepreisanteil für einen bestimmten Zeitraum nicht erhöht. Das schafft Planungssicherheit, kann aber mit Bindefristen verbunden sein. Bindefristen legen fest, wie lange Kundinnen und Kunden an einen Vertrag gebunden sind. Bei Tarifsenkungen lohnt es sich zu prüfen, ob eine bestehende Preisgarantie in beide Richtungen wirkt oder ob eine Senkung trotz Garantie weitergegeben werden darf. Manche Verträge erlauben Anpassungen nach unten, andere nicht. Transparente Vertragskonditionen sind daher entscheidend, um die Entlastung rasch bei den Haushalten ankommen zu lassen.
Preisänderungsklausel
Preisänderungsklauseln regeln, unter welchen Umständen ein Anbieter Preise anpassen darf. Dazu zählen oft Änderungen der Beschaffungskosten, gesetzlicher Abgaben oder Netzentgelte. Eine faire Klausel nennt nachvollziehbare Indikatoren und Informationsfristen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig, dass Preissenkungen mindestens so transparent sind wie Erhöhungen. Wenn Beschaffungskosten sinken und das Strommarktgesetz Spielraum schafft, kann eine gut gestaltete Klausel dazu beitragen, dass der EVN Tarif zügig günstiger wird. Seriöse Anbieter informieren proaktiv und verständlich über die Mechanik der Anpassung.
Kündigungsfrist und Lieferantenwechsel
Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum, der zwischen Kündigung und Vertragsende liegen muss. Bei einem Lieferantenwechsel ist auch der Starttermin beim neuen Anbieter relevant. Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn ein anderer Tarif besser passt. Gleichzeitig kann eine EVN Tarifsenkung den Anreiz zum Wechsel verringern, weil die Konditionen im Bestand attraktiver werden. Wichtig für Konsumentinnen und Konsumenten: Der Wechsel ist in Österreich in der Regel einfach, erfordert aber sorgfältige Prüfung von Preisbestandteilen, Vertragsdauer und Servicequalität. Kurzfristige Boni sollten gegen den langfristigen Energiepreis abgewogen werden.
Abgaben und Steuern auf Strom
Zur Stromrechnung gehören neben Energiepreis und Netzentgelten auch Abgaben und Steuern. Dazu zählen je nach Rechtslage etwa Energieabgaben, Förderbeiträge und die Umsatzsteuer. Diese Posten sind gesetzlich geregelt und durch Anbieter nicht frei gestaltbar. Wer eine Tarifsenkung beurteilen will, sollte wissen: Senkt ein Lieferant den Energiepreis, bleibt die absolute Höhe der Abgaben nicht zwingend unverändert, denn manche Abgaben werden prozentual berechnet. Die Gesamtersparnis ergibt sich am Ende aus dem Zusammenspiel aller Blöcke. Transparente Detailaufschlüsselungen auf der Rechnung helfen, Veränderungen nachzuvollziehen.
Historischer Kontext: Vom liberalisierten Markt zur Entlastungsdebatte
Der österreichische Strommarkt ist seit Beginn der 2000er Jahre schrittweise liberalisiert. Das bedeutet: Erzeugung, Netzbetrieb und Vertrieb wurden rechtlich getrennt, der Wettbewerb im Vertrieb gestärkt, und Konsumentinnen und Konsumenten erhielten die Möglichkeit, ihren Anbieter zu wählen. Parallel dazu entstand mit der Regulierung eine Institutionenlandschaft, die für Transparenz, Aufsicht und faire Wettbewerbsbedingungen sorgen soll. In den 2010er Jahren prägten Ausbauziele für erneuerbare Energien, Fragen der Netzstabilität und die Integration europäischer Strommärkte die Debatte. Die Jahre 2021 bis 2023 standen europaweit im Zeichen hoher Großhandelspreise, getrieben von geopolitischen Spannungen, Engpässen und volatilen Gaspreisen. Diese Marktverwerfungen haben Privathaushalte und Betriebe stark belastet und die Diskussion um Verbraucherschutz, Preistransparenz und zielgerichtete Unterstützung verschärft. Vor diesem Hintergrund gewinnen alle Maßnahmen an Bedeutung, die Kostenvorteile rasch an Endkundinnen und Endkunden weiterreichen. Heute, am 23.01.2026, knüpft die Ankündigung der EVN-Tarifsenkung an diese Erfahrungen an: Wenn rechtliche Rahmenbedingungen durch das Strommarktgesetz angepasst werden, soll sich das konkret in niedrigeren Energiepreisen niederschlagen. Gleichzeitig bleibt die langfristige Herausforderung bestehen, den Umbau des Energiesystems – von Netzausbau bis Flexibilitätsoptionen – so zu gestalten, dass Versorgungssicherheit, Klimaziele und leistbare Preise im Gleichgewicht bleiben. Die aktuelle Entlastung ist somit Teil einer größeren, mehrjährigen Entwicklung, in der Politik, Regulierung und Energieunternehmen gemeinsam wirken.
Vergleich: Andere Bundesländer, Deutschland und die Schweiz
In Österreich unterscheidet sich die Versorgungslage regional. In Niederösterreich ist die EVN ein bedeutender Anbieter. In Wien dominiert Wien Energie, in Tirol TIWAG, in Salzburg Salzburg AG, in Kärnten KELAG. Die Grundmechanik der Stromrechnung ist überall ähnlich: Energiepreis, Netzentgelte, Abgaben, Steuern. Unterschiede ergeben sich aus Beschaffungsstrategien, Tarifmodellen und regionalen Netzstrukturen. Daher kann eine Tarifsenkung in Niederösterreich nicht 1:1 auf andere Bundesländer übertragen werden, auch wenn die Richtung am Markt Beachtung findet.
Ein Blick nach Deutschland zeigt: Dort sind Netzentgelte regional stark verschieden und die Vielfalt der Tarife sehr groß. Viele Versorger arbeiten mit Preisgarantien, Boni und dynamischen Modellen. Regulatorische Eingriffe, etwa Entlastungen in Krisenzeiten, wurden temporär eingesetzt. Für Haushalte ist die Transparenz zentral, weil komplexe Tarifstrukturen den Vergleich erschweren können. In der Schweiz prägen vielfach kommunale oder kantonale Versorger den Markt. Die Preisbildung folgt rechtlich und organisatorisch eigenen Regeln, mit einer starken Rolle lokaler Strukturen. Auch dort haben Versorger in den letzten Jahren auf volatile Großhandelsmärkte reagieren müssen. Der Vergleich zeigt: Entlastungen sind überall ein Thema, aber die Umsetzung hängt stark von nationalen Gesetzen und lokalen Marktmodellen ab. Für Niederösterreich gilt: Der EVN Tarif bewegt sich in einem österreichischen Rahmen, der Wettbewerb erlaubt und gleichzeitig Netz- und Verbraucherschutz in den Vordergrund stellt.
Konkreter Bürger-Impact: Was die Tarifsenkung praktisch bedeuten kann
Für Bürgerinnen und Bürger zählt am Ende die monatliche oder jährliche Rechnung. Eine Senkung des EVN Tarif kann Haushalte auf unterschiedliche Weise entlasten, je nachdem, wo die Stellschraube greift. Wird der Arbeitspreis gesenkt, profitieren vor allem Familien, die mehr verbrauchen. Sinkt der Grundpreis, spüren besonders Single-Haushalte oder energieeffiziente Wohnungen die Entlastung. Bleiben Netzentgelte und Abgaben gleich, reduziert sich der Teil der Rechnung, den der Lieferant beeinflusst. Wichtig ist zudem, ob eine Senkung automatisch für Bestandskundinnen und Bestandskunden gilt oder ob ein aktiver Tarifwechsel nötig ist. Transparente Kommunikation hilft, Missverständnisse zu vermeiden und die Entlastung schnell bei allen anzukommen.
Ein Rechenbeispiel, ausdrücklich nicht auf EVN-Spezifika bezogen: Angenommen, der Arbeitspreis eines fiktiven Tarifs sinkt um einige Cent pro kWh, dann summiert sich das bei typischem Haushaltsverbrauch über das Jahr zu einer merklichen Summe. Wer wenig verbraucht, spürt eher dann eine Entlastung, wenn der Grundpreis fällt. Entscheidend ist, die eigene Rechnung zu kennen: Welche Anteile sind fix, welche variabel? Gibt es eine Preisgarantie, die Anpassungen nach unten erlaubt? Gibt es eine Bindefrist, die einen raschen Wechsel ausschließt oder unattraktiv macht? Wer diese Fragen prüft, kann die EVN Tarifsenkung realistisch auf die persönliche Situation übertragen und gegebenenfalls den Tarif anpassen.
Für Unternehmen, Vereine und öffentliche Einrichtungen gelten ähnliche Grundsätze, allerdings oft mit speziellen Konditionen. Auch hier gilt: Eine transparente Übersicht über Verbrauchsprofile und Vertragsbedingungen ist die Basis, um Entlastungspotenziale zu heben. Beratung, etwa über neutrale Informationsstellen, kann helfen, Entscheidungen fundiert zu treffen.
Zahlen und Fakten: Was feststeht – und was offen ist
Die Presseaussendung nennt keine konkreten Zahlen zur Höhe der EVN Tarifsenkung. Fest steht: Die politische Erwartung ist eine deutliche Entlastung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Ebenfalls klar ist, dass das Strommarktgesetz als rechtliche Grundlage für schnellere oder umfassendere Anpassungen genannt wird. Darüber hinaus bleibt offen, wie die Senkung auf Arbeitspreis und Grundpreis verteilt wird, ob sie automatisch für Bestandskundinnen und Bestandskunden gilt und wie lange sie voraussichtlich hält.
Was beeinflusst die Höhe der Ersparnis?
- Vertragsart: Fixpreis, variable Preise, Preisgarantie, Bindefrist.
- Verbrauchsprofil: Jahresverbrauch, Tageslastprofil, Saisonalität.
- Struktur der Rechnung: Anteil Energiepreis vs. Netzentgelte, Abgaben und Steuern.
- Marktentwicklung: Großhandelspreise, erneuerbare Erzeugung, Wetter, Import- und Exportflüsse.
Ohne offizielle Zahlen zur EVN Tarifsenkung empfiehlt es sich, nach der Bekanntgabe der konkreten Konditionen die eigene Rechnung und Vertragsbedingungen genau zu prüfen. Informationsangebote der EVN sowie neutrale Stellen wie die Regulierungsbehörde können dabei helfen, die Ersparnis realistisch einzuschätzen.
Originalzitate aus der Quelle
Johanna Mikl-Leitner: Heute ist ein guter Tag für unsere niederösterreichischen Landsleute. Ich fordere seit längerem, dass der Bund die Gesetze ändern muss, damit die Strompreise weiter gesenkt werden können. Die Botschaft ist angekommen: Der Bund hat mit dem Strommarktgesetz jetzt die Grundlage dafür geschaffen. Darum ist es die logische Konsequenz, dass die EVN diese Chance nützt, um die Tarife weiter zu senken. Mit heute ist das amtlich. Und das ist auch gut so. Ich erwarte mir dadurch nicht mehr und nicht weniger als eine deutliche Entlastung für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Darum geht es mir.
Stephan Pernkopf: Die Menschen spüren Tag für Tag, dass vieles immer teurer wird. Daher sehe ich es als wichtige Aufgabe, das Leben wieder leichter zu machen – auf diesem Weg ist uns jetzt ein Schritt gelungen! Der neue, billigere Niederösterreich-Tarif der EVN kommt, am Ende zählt was auf der Rechnung steht und das muss weniger werden.
Ausblick: Was Niederösterreich bis 2026 und darüber hinaus erwarten kann
Die nächsten Monate werden zeigen, wie die EVN Tarifsenkung im Detail ausgestaltet ist und wie rasch sie in Rechnungen sichtbar wird. Erfahrungsgemäß hängt die Nachhaltigkeit einer Entlastung von der Großhandelslage und von der Beschaffungsstrategie der Anbieter ab. Sinken die Beschaffungskosten dauerhaft, kann das den Arbeitspreis stabil niedrig halten. Bleiben die Märkte volatil, sind Anpassungen nach oben oder unten möglich. Das Strommarktgesetz kann hier als Katalysator wirken, indem es Transparenz und faire Preismechanismen stärkt. Für Haushalte sind drei Punkte zentral: Erstens die aktive Information – Newsletter, Kundenportale und öffentliche Bekanntmachungen rechtzeitig prüfen. Zweitens die Vertragslage – Preisgarantien, Bindefristen und Preisänderungsklauseln verstehen. Drittens das eigene Verbrauchsverhalten – Effizienzmaßnahmen bleiben sinnvoll, weil sie unabhängig vom Tarif dauerhaft Kosten sparen. In Summe ist die EVN Tarifsenkung ein positives Signal für Niederösterreich. Sie zeigt, dass politische Rahmen und Unternehmensentscheidungen zusammenwirken können, um Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Entscheidend ist nun die Umsetzung im Detail und die fortlaufende Kommunikation, damit die erwartete Entlastung messbar ankommt.
Praxis: So prüfen Kundinnen und Kunden die eigene Entlastung
- Rechnung vergleichen: Letzte Abrechnung mit der künftigen Tarifstruktur abgleichen.
- Preisblätter lesen: Arbeitspreis und Grundpreis des EVN Tarif identifizieren.
- Vertrag checken: Preisgarantie, Preisänderungsklausel, Bindefrist, Kündigungsfrist.
- Verbrauch kennen: Zählerstände dokumentieren, Jahresverbrauch schätzen.
- Information einholen: Kundenportal und Service nutzen, neutrale Beratung prüfen.
Diese Schritte helfen, die Wirkung der Tarifsenkung sachlich zu bewerten. Wer unsicher ist, kann Angebote vergleichen. In einem funktionierenden Wettbewerbsrahmen profitieren informierte Kundinnen und Kunden besonders.
Quellen und weiterführende Links
- Offizielle Presseaussendung der Landesregierung Niederösterreich: ots.at
- Informationen zu Energietarifen und Rechten von Konsumentinnen und Konsumenten: E-Control
- EVN Kundenservice und Tarifinformationen: evn.at
Schluss: Was bleibt – und was Sie jetzt tun können
Die Ankündigung der EVN Tarifsenkung ist ein wichtiges Signal für Niederösterreich. Sie stützt sich auf die veränderten Rahmenbedingungen durch das Strommarktgesetz und bringt die klare Erwartung mit sich, dass die Entlastung auf der Rechnung sichtbar wird. Auch ohne konkrete Zahlen ist die Richtung eindeutig: Transparenz stärken, Kosten senken, Vertrauen festigen. Für Haushalte und Betriebe gilt jetzt: Informationen der EVN aufmerksam verfolgen, Vertragsbedingungen prüfen und den eigenen Verbrauch kennen. Wer diese Hausaufgaben macht, maximiert den Nutzen der Tarifsenkung. Bleibt offen, wie groß die Entlastung im Einzelfall sein wird – das hängt vom Tarif, vom Verbrauch und von der weiteren Marktentwicklung ab. Nutzen Sie die verfügbaren Informationsangebote, vergleichen Sie bei Bedarf Tarife, und stellen Sie Fragen an den Kundenservice. So wird aus einer politischen und wirtschaftlichen Ankündigung eine konkrete Erleichterung im Alltag der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher.






