PFAS-Vorwürfe: C&A schweigt zu ‚Iconic Puffer‘-Jacken

Redaktion

Österreich diskutiert am 3. Februar 2026 über einen Fall, der weit über eine einzelne Kollektion hinausweist: Es geht um Transparenz, Vertrauen und um die Frage, wie sicher Textilien im Alltag sind. Ein aktueller Vorstoß von Greenpeace rückt PFAS in Winterjacken erneut ins Rampenlicht und stellt einen bekannten Modehändler auf den Prüfstand. Für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich zählt jetzt, was belegt ist, was strittig bleibt und wie man im Zweifel richtig reagiert.

PFAS-Vorwürfe in Österreich: C&A, Greenpeace und die ‚Iconic Puffer‘

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft dem Modeunternehmen C&A massive Intransparenz im Umgang mit möglichen PFAS-Belastungen in Jacken der Linie ‚Iconic Puffer‘ vor. Laut Greenpeace zeigen Analysen eines unabhängigen, international akkreditierten Labors in mehreren Modellen sogenannte Ewigkeitschemikalien. Ein Teil der vorgelegten Laborergebnisse wird von Greenpeace als deutliche Grenzwertüberschreitungen interpretiert. Greenpeace fordert die Veröffentlichung sämtlicher Testergebnisse und einen sofortigen Rückruf der betroffenen Produkte. C&A verweist demnach auf interne Prüfprozesse und hält nach Angaben von Greenpeace daran fest, dass die Jacken den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, ohne öffentlich nachvollziehbare Daten vorzulegen. Die Originalaussendung und Materialien sind hier abrufbar: OTS-Presseaussendung von Greenpeace sowie die von Greenpeace verlinkten Unterlagen unter act.gp/3LKbGI9.

Wichtig: Der aktuelle Wissensstand basiert auf der Darstellung von Greenpeace. C&A hat laut dieser Quelle öffentlich keine Details zu einzelnen Messwerten oder Substanzen genannt. Für eine rechtssichere Einordnung sind veröffentlichte, überprüfbare Prüfdaten beider Seiten entscheidend. Bis dahin gilt für die Berichterstattung: Behauptungen sind als solche zu kennzeichnen, Interpretationen als Einschätzungen zu benennen und die Unschuldsvermutung für Unternehmen zu beachten.

Warum ist das Thema für Österreich relevant?

Textilien mit wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften sind im österreichischen Winter beliebt. PFAS werden in solchen Anwendungen seit Jahrzehnten eingesetzt. Die Debatte berührt daher Millionen Haushalte. Sie betrifft nicht nur mögliche Gesundheitsrisiken, sondern auch Verbraucherrechte, Produkthaftung und das Zusammenspiel von EU-Recht, nationaler Marktaufsicht und Unternehmensverantwortung.

Fachbegriffe verständlich erklärt

PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen)

PFAS ist der Sammelbegriff für eine sehr große Stoffgruppe synthetischer Chemikalien, die aus per- oder polyfluorierten Kohlenstoffketten bestehen. Ihre besondere Struktur macht sie öl-, fett- und wasserabweisend sowie chemisch sehr stabil. Genau diese Stabilität führt zur Bezeichnung Ewigkeitschemikalien: PFAS bauen sich in der Umwelt kaum ab und können sich weltweit verbreiten. Einige PFAS sind toxikologisch bedenklich. Die Stoffgruppe ist äußerst heterogen, weshalb Regulierung und Analytik komplex sind. Offizielle Informationen zu PFAS bietet die Europäische Chemikalienagentur (ECHA): ECHA PFAS-Übersicht.

Grenzwert

Ein Grenzwert ist ein rechtlich festgelegter Messwert, der eine maximale zulässige Konzentration einer Substanz in einem Produkt oder Medium definiert. Grenzwerte dienen als Mindeststandard zum Schutz von Gesundheit und Umwelt. Sie basieren auf wissenschaftlichen Bewertungen, politischer Abwägung und Umsetzbarkeit in der Praxis. Wichtig ist: Grenzwerte können je nach Produktkategorie, Messmethode und Rechtsakt (z. B. POP-Verordnung oder REACH) variieren. Bei PFAS gibt es spezifische Beschränkungen für einzelne Stoffe sowie weitergehende Vorschläge für Gruppenregulierungen.

Vorsorgeprinzip

Das Vorsorgeprinzip ist ein Grundsatz der Umwelt- und Gesundheitspolitik. Er besagt, dass bereits bei plausiblen Hinweisen auf mögliche erhebliche Risiken vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden sollen, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz noch nicht in allen Details abschließend ist. Ziel ist, Schäden zu vermeiden, die später schwer oder gar nicht rückgängig zu machen wären. In der EU ist das Vorsorgeprinzip fest verankert und prägt die Debatten rund um PFAS: Weil die Stoffe langlebig sind und manche Vertreter problematische Wirkungen zeigen, gilt eine vorsichtige Herangehensweise als angemessen.

Akkreditiertes Labor

Ein akkreditiertes Labor ist eine Prüfstelle, deren Kompetenz von einer unabhängigen Akkreditierungsstelle gemäß internationaler Normen (etwa ISO/IEC 17025) bestätigt wurde. Akkreditierung bedeutet, dass Prozesse, Messverfahren, Qualitätssicherung und Personalqualifikation regelmäßig überprüft werden. Dadurch steigt die Verlässlichkeit der Messergebnisse. Akkreditierte Labore arbeiten mit validierten Methoden und dokumentierten Nachweisgrenzen. Für die Öffentlichkeit ist wichtig: Auch bei akkreditierten Prüfungen sollten Berichte vollständig zugänglich sein, damit Messpfade, Kalibrierungen und Unsicherheiten nachvollzogen werden können.

Rückruf

Ein Produktrückruf ist eine Maßnahme, bei der Hersteller oder Händler bereits verkaufte Waren aus dem Markt nehmen und Kundinnen und Kunden aktiv informieren. Ein Rückruf kann freiwillig erfolgen oder von Behörden angeordnet werden, wenn Sicherheitsrisiken angenommen werden. Er beinhaltet üblicherweise Informationen zu betroffenen Chargen oder Modellen, Handlungsempfehlungen (z. B. Rückgabe, Erstattung) und Kontaktwege. In der EU werden ernste Risiken oft zusätzlich über das System Safety Gate gemeldet: EU Safety Gate. Für Textilien mit Chemikalienfragestellungen ist eine sorgfältige Risikoabwägung zentral.

Hintergrund: Historische Entwicklung von PFAS in Konsumgütern

Seit den 1950er-Jahren werden PFAS in zahlreichen Anwendungen genutzt: Imprägnierungen, Outdoor-Bekleidung, Kochgeschirr-Beschichtungen, Feuerlöschschäume und industrielle Prozesse. Der Reiz: PFAS machen Textilien wasser- und schmutzabweisend, erhöhen die Lebensdauer der Produkte und verbessern Funktionalität. Erst mit wachsender Umweltanalytik seit den 1990ern wurde deutlich, dass PFAS in Gewässern, Böden, Wildtieren und im menschlichen Blut nachweisbar sind. Früh reguliert wurden einzelne, besonders prominente Stoffe wie PFOS und später PFOA, die in Europa stark beschränkt wurden.

Die Diskussion verlagerte sich dann von Einzelstoffen zu Strategien für ganze Stoffgruppen. Der Hintergrund: Ersetzt man eine problematische PFAS-Verbindung durch eine ähnliche, können ähnliche Risiken fortbestehen. Deshalb arbeiten Behörden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an Gruppenansätzen, die die Summe der PFAS adressieren. 2023 legten mehrere EU-Staaten einen umfassenden Vorschlag zur Beschränkung von PFAS unter REACH vor. Ziel ist, nicht nur einzelne Vertreter, sondern weite Teile der Stofffamilie zu regulieren. Österreich begleitet diese Diskussion über Fachgremien, die Marktaufsicht und das Umweltbundesamt. Für Konsumentinnen und Konsumenten heißt das: Die Produktlandschaft befindet sich im Wandel, und Hersteller sind gefordert, PFAS-freie Alternativen zu prüfen.

Zahlen und Fakten: Was derzeit gesichert ist

Gesichert ist, dass PFAS eine sehr große Stoffgruppe darstellen. Europäische und internationale Fachstellen sprechen von mehreren tausend Substanzen in dieser Familie. Die ECHA verweist im Kontext des Beschränkungsvorschlags auf mehr als zehntausend potenziell relevante PFAS-Strukturen, was die Komplexität der Regulierung verdeutlicht. Gesichert ist ebenfalls, dass einzelne PFAS in Europa rechtlich beschränkt oder verboten sind, etwa im Rahmen der POP-Verordnung oder spezifischer REACH-Beschränkungen.

Für den vorliegenden Fall sind nach derzeitig öffentlicher Informationslage zwei Faktenstränge zu trennen: Erstens, Greenpeace hat Laborergebnisse veröffentlicht und spricht von Überschreitungen geltender Grenzwerte. Zweitens, C&A hält laut Greenpeace daran fest, dass alle Jacken die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, verweist aber auf interne Prüfprozesse, ohne einzelne Werte zu veröffentlichen. Konkrete Konzentrationen, geprüfte Parameter und verwendete Analysenmethoden aus Unternehmenshand sind öffentlich nicht einsehbar. Somit ist eine unabhängige Dritteinordnung anhand vollständiger Datensätze derzeit nicht möglich.

In solchen Konstellationen gilt: Vollständige Prüfberichte mit Angaben zu eingesetzten Methoden, Nachweisgrenzen, Messunsicherheiten und Referenzstandards sind entscheidend, um Befunde objektiv einzuordnen. Ohne diese Angaben bleibt nur eine vorläufige Bewertung. Behörden nutzen für die Risikobeurteilung standardisierte Protokolle und greifen bei Bedarf auf das EU-weite Safety Gate zurück, wenn ein ernstes Risiko festgestellt wird.

Vergleich: Österreichs Bundesländer, Deutschland, Schweiz

In Österreich liegt die Marktüberwachung für Konsumgüter im föderalen Gefüge. Die praktische Kontrolle von Produkten erfolgt in Abstimmung mit zuständigen Landesbehörden und Bundesstellen. Das führt im Alltag zu regionalen Unterschieden bei Stichproben, Prüffrequenzen und Schwerpunktsetzungen. Konsumentinnen und Konsumenten erleben das als unterschiedliche Intensität von Inspektionen oder Informationskampagnen zwischen den Bundesländern. Einheitlich bleibt jedoch der Bezug auf EU-Recht und nationale Vorgaben, wenn Risiken vermutet werden.

Deutschland verfügt über ein dichtes Netz an Landesuntersuchungsämtern und zentrale Meldewege, die in das EU-System eingespeist werden. Bei Chemikalienfragen greifen Behörden auf REACH, die POP-Verordnung und die Gefahrenabwehr der Länder zurück. Es existiert zudem eine etablierte Praxis, Rückrufe über Verbraucherportale zu bündeln. Das erleichtert eine breite, schnelle Information, wenn Produkte als bedenklich eingestuft werden. In der Schweiz ist die Rechtslage nicht identisch mit der EU, aber in vielen Bereichen stark harmonisiert. Die Behörden veröffentlichen Rückrufe über zentrale Kanäle; Chemikalienrecht und Produktsicherheit orientieren sich häufig an europäischen Standards, wobei die nationale Umsetzung eigenständig erfolgt.

Übergreifend gilt: Die Transparenz über Prüfkriterien und Messdaten ist der Schlüssel, um grenzüberschreitende Fälle einzuordnen. Für PFAS wird der internationale Austausch besonders wichtig, weil Lieferketten global sind und Analytik eine hohe Spezialisierung erfordert. Österreich profitiert hier vom EU-Rahmenwerk, vom Austausch über das Umweltbundesamt und von Informationssystemen wie dem Safety Gate.

Was heißt das für Bürgerinnen und Bürger? Konkrete Auswirkungen

Für Haushalte, die eine ‚Iconic Puffer‘-Jacke von C&A besitzen, steht an erster Stelle die Frage: Handeln oder abwarten? Da es derzeit keinen offiziell angeordneten Rückruf gibt, bleibt es eine individuelle Risikoabwägung. Wer Vorsicht walten lassen möchte, kann den Händler kontaktieren, schriftlich um Auskunft zu verwendeten Substanzen und Testergebnissen ersuchen und eine freiwillige Rückgabe oder einen Umtausch anfragen. Wichtig ist, Kaufbelege aufzubewahren und das Anliegen sachlich zu dokumentieren. Erfahrungsgemäß reagieren Händler eher, wenn präzise Anfragen gestellt werden.

Aus Umweltsicht gilt: PFAS sind langlebig. Eine Entsorgung im Restmüll ist nicht zielführend, zumal Textilien in Österreich je nach Gemeinde unterschiedliche Sammelwege haben. Im Zweifel lohnt sich die Nachfrage bei der kommunalen Abfallberatung, welche Rückgabewege für belastete Textilien empfohlen werden. Waschen reduziert PFAS-Rückstände nicht verlässlich und kann Belastungen in das Abwasser verlagern. Deshalb ist Zurückhaltung beim ‚Herauswaschen‘ geboten, solange keine eindeutigen Handlungshinweise vorliegen.

Für Eltern, die Kinderjacken besitzen, gilt die besondere Vorsicht. Auch hier ist Transparenz entscheidend. Eine schriftliche Anfrage an den Kundenservice mit Bitte um konkrete Messdaten (gemessene Substanz, Konzentration, angewandte Norm) ist sinnvoll. Parallel lohnt ein Blick auf offizielle Informationsquellen:

Rechtslage und Verantwortlichkeiten: Einordnung ohne Skandalisierung

Die EU regelt Chemikalien in Produkten primär über REACH, die POP-Verordnung und weitere Spezialvorschriften. Hersteller und Händler sind verpflichtet, geltende Vorgaben einzuhalten, Risiken zu minimieren und bei begründetem Verdacht zu kooperieren. Werden Überschreitungen festgestellt, sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, bis hin zum Rückruf. In der Praxis sind dokumentierte und nachvollziehbare Prüfberichte zentral, um den rechtssicheren Nachweis zu führen. In Österreich koordinieren Bundesstellen die Marktüberwachung mit den Ländern. Verbraucherrechte, etwa bei Gewährleistung und Sachmängeln, bleiben unberührt: Erweist sich ein Produkt als mangelhaft, können Käuferinnen und Käufer Nacherfüllung oder Rückabwicklung verlangen. Ob ein Mangel vorliegt, hängt am Ende an den Fakten, nicht an Vermutungen.

Transparenz als Vertrauensbasis: Was Unternehmen jetzt tun können

Unabhängig vom konkreten Fall empfiehlt es sich, bei sensiblen Themen wie PFAS proaktiv zu kommunizieren. Dazu zählen:

  • Veröffentlichung vollständiger Prüfberichte mit Methoden, Messunsicherheiten und Referenzen.
  • Nennung konkreter Substanzen und Konzentrationen in den geprüften Modellen.
  • Klare, verständliche FAQ für Konsumentinnen und Konsumenten.
  • Plan zur Substitution problematischer Stoffe inklusive Zeitpfad.
  • Offener Austausch mit Behörden und unabhängigen Prüfinstituten.

Transparenz schützt vor Missverständnissen und ermöglicht eine faktenbasierte Debatte. Das ist im Interesse der Unternehmen, der Öffentlichkeit und der Aufsicht.

Österreich im europäischen Kontext: Wie geht es weiter?

Die mittelfristige Perspektive ist klar: Europa steuert auf eine breitere Regulierung von PFAS zu. Für die Textilbranche heißt das, Alternativen voranzutreiben, Lieferketten zu überprüfen und Prüfroutinen zu schärfen. Österreich kann hier eine aktive Rolle spielen, indem es Leitlinien zur PFAS-freien Beschaffung im öffentlichen Einkauf ausweitet, Forschung zu Ersatzstoffen fördert und die Marktaufsicht sinnvoll priorisiert. Für Konsumentinnen und Konsumenten bringt das langfristig klarere Kennzeichnungen und ein höheres Maß an Sicherheit.

Im kurzfristigen Zeithorizont entscheidet der Umgang mit dem konkreten Fall: Werden vollständige Daten veröffentlicht, können unabhängige Fachstellen die Befunde nachvollziehen und einschätzen, ob Maßnahmen erforderlich sind. Bleiben Datenlücken, wird die Diskussion weiter von Behauptungen und Gegenbehauptungen geprägt. Das ist im Sinne der Rechtssicherheit und des Verbraucherschutzes nicht optimal. Daher ist die Forderung nach Offenlegung – sofern rechtlich möglich und datenschutzkonform – ein nachvollziehbarer Schritt.

Praxisleitfaden: So gehen Sie jetzt vor

  • Produkt identifizieren: Modellbezeichnung, Kaufdatum, Filiale oder Online-Bestellung notieren.
  • Kontakt aufnehmen: Kundenservice sachlich um konkrete Prüfberichte bitten; Antworten dokumentieren.
  • Vorsicht walten lassen: Auf unnötiges Waschen verzichten; kommunale Entsorgungshinweise beachten.
  • Offizielle Quellen prüfen: Rückrufportale (AGES, EU Safety Gate) regelmäßig anschauen.
  • Rechte kennen: Bei bestätigtem Mangel Gewährleistung oder Rückabwicklung geltend machen.

Zukunftsperspektive: Substitution, Innovation, Kontrolle

Für die kommenden Jahre ist mit drei Entwicklungen zu rechnen. Erstens: Substitution. Die Branche wird PFAS-Alternativen intensiver prüfen und dort einsetzen, wo Leistung und Haltbarkeit vergleichbar sind. Das erfordert Forschung, Praxistests und transparente Kommunikation über mögliche Trade-offs wie geringere Dauerhaftigkeit oder andere Pflegeanforderungen. Zweitens: Innovation. Textile Ausrüstungen werden vielfältiger, von mechanischen Lösungen bis zu neuen Polymerkonzepten, die ohne persistente Fluorchemie auskommen. Drittens: Kontrolle. Die Analytik für PFAS entwickelt sich schnell, Nachweisgrenzen sinken, Laborkapazitäten steigen. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, problematische Belastungen früh und belastbar zu erkennen.

Für Österreich eröffnet sich die Chance, Vorreiter bei PFAS-freien Produktstandards zu werden. Öffentliche Beschaffung kann Nachfrage schaffen, Universitäten und Fachhochschulen können mit Partnern aus der Industrie praxisnahe Lösungen entwickeln. Entscheidend bleibt: Einheitliche Prüfstandards, nachvollziehbare Daten und eine Kommunikation, die Laien wie Fachleute abholt.

Quellen und weiterführende Informationen

Schluss: Was heute zählt

Die Debatte um PFAS in ‚Iconic Puffer‘-Jacken zeigt, wie wichtig belastbare Daten sind. Österreich braucht Transparenz statt Schlagworte. Greenpeace fordert Offenlegung und einen Rückruf; das Unternehmen verweist auf interne Prüfungen und gesetzliche Konformität. Solange Prüfberichte nicht vollständig öffentlich sind, bleibt die Bewertung vorläufig. Für Konsumentinnen und Konsumenten heißt das: ruhig bleiben, gezielt nachfragen, offizielle Kanäle prüfen und Rechte kennen. Für Hersteller und Händler gilt: Offenheit ist der schnellste Weg zu Vertrauen. Wer die Fakten liefert, beendet die Unsicherheit.

Bleiben Sie informiert: Abonnieren Sie die Produktwarnungen der AGES, prüfen Sie das EU Safety Gate und verfolgen Sie die offiziellen Stellungnahmen der Beteiligten. Wenn Sie betroffen sind, melden Sie sich beim Kundenservice, dokumentieren Sie die Kommunikation und entscheiden Sie je nach Antwort. So wird aus einem Problemfall eine Chance für bessere Standards – in Österreich und darüber hinaus.