Pellets sparen 2026 am meisten: Fakten, Preise, Förderung

Redaktion

Analyse vom 4. Februar 2026: Österreich blickt in einen weiteren Winter, in dem die Entscheidung fürs richtige Heizsystem über Haushaltsbudgets und Klimabilanz mitentscheidet. Die aktuelle Auswertung eines heimischen Branchenverbands legt nahe, dass eine bestimmte Technologie einmal mehr die Nase vorn hat. Wer jetzt die Weichen stellt, könnte über Jahre hinweg finanziell profitieren und Emissionen senken. Doch wie verlässlich sind diese Signale in einem volatilen Energiemarkt, was bedeutet das konkret für Haushalte in Wien, Graz, Linz oder Innsbruck, und wo liegen die Grenzen der Aussagekraft? Dieser Überblick ordnet die Zahlen sachlich ein, erklärt Fachbegriffe verständlich und zeigt, wie die jüngste Förderpolitik in Österreich die Entscheidung beeinflussen kann.

Pellets-Heizung 2026: Preisvergleich, Wirkung und Förderung in Österreich

Der Branchenverband proPellets Austria berichtet in einer aktuellen Analyse, dass Haushalte mit Pelletheizung im Winter 2025/26 gegenüber Ölheizungen durchschnittlich 809 Euro und gegenüber Gasheizungen 1.923 Euro einsparen. Holzpellets bleiben damit laut Verband der mit Abstand günstigste Komfortbrennstoff in Österreich. Die Aussage stützt sich auf einen Preisvergleich, der die laufenden Brennstoffkosten gegenüberstellt. Der Verband betont gleichzeitig die Bedeutung des Heizungstauschs und begrüßt den neuen Förder-Fokus der Bundesregierung auf den Ersatz fossiler Anlagen.

In der Aussendung kommt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria, zu Wort: „Auch wenn Heizöl kurzfristig etwas günstiger geworden ist, ändert das nichts daran, dass Holzpellets nach wie vor der günstigste Energieträger sind und Haushalte, die umsteigen nicht nur Tonnen an CO2, sondern auch sehr viel Geld sparen.“ Sie ergänzt: „Jeder Öl- und Gaskessel in Betrieb verlängert die fossile Abhängigkeit und unterstützt politisch fragwürdige Regime.“ Der Appell: Verlässliche Rahmenbedingungen und eine gemeinsame Anstrengung für eine nachhaltige Wärmewende.

Quelle und weiterführender Link: proPellets Austria, OTS-Presseaussendung, abrufbar unter ots.at. Informationen zum Verband: propellets.at.

Methodische Einordnung der Zahlen

Die genannten Einsparungen beziehen sich laut Verband auf einen Wintervergleich der Brennstoffpreise. Solche Vergleiche bilden in der Regel die jährlichen bzw. saisonalen Kosten für den jeweiligen Energieträger ab, also jene Ausgaben, die Haushalte für das Heizen tatsächlich zahlen. Nicht enthalten sind typischerweise individuelle Investitionskosten für die Umrüstung, mögliche Wartungs- oder Schornsteinfegerkosten und Unterschiede in der Gebäudehülle. Wichtig ist daher: Der Vergleich zeigt den laufenden Kostenvorteil, er ersetzt aber nicht die individuelle Gesamtrechnung eines Haushalts. Für fundierte Entscheidungen empfiehlt sich eine Energieberatung, die den Zustand des Gebäudes, die Heizlast und die möglichen Förderungen berücksichtigt.

Zahlen und Fakten im Überblick

  • Laut proPellets Austria spart ein Haushalt mit Pelletheizung im aktuellen Winter durchschnittlich 809 Euro gegenüber Heizöl.
  • Gegenüber Erdgas beziffert der Verband die Einsparung mit 1.923 Euro.
  • Ein Haushalt, der vor fünf Jahren von Heizöl auf Pellets umgestiegen ist, hat laut Verband 43 Tonnen CO2 und 7.100 Euro eingespart.
  • Der Verband betont den langfristigen Preisvorsprung von Pellets gegenüber Heizöl und Erdgas über mehr als zwei Jahrzehnte.
  • Politische Relevanz: Der neue Förder-Fokus der Bundesregierung auf den Heizungstausch wird vom Verband positiv bewertet.

Diese Aussagen basieren auf der genannten Quelle des Branchenverbands und sind als Einordnung der aktuellen Marktlage und politischen Schwerpunktsetzung zu verstehen.

Fachbegriffe verständlich erklärt

Was bedeutet Komfortbrennstoff?

Als Komfortbrennstoff gelten Energieträger, die eine weitgehend automatisierte und bequeme Wärmeversorgung im Haushalt ermöglichen. Dazu zählen neben Heizöl und Erdgas auch Holzpellets. Der Komfort ergibt sich aus Eigenschaften wie einfacher Lagerung, automatischer Beschickung des Heizkessels und stabiler Verfügbarkeit. Bei Pellets übernehmen Förderschnecken oder Saugsysteme die Zufuhr vom Lager in den Kessel, ähnlich bequem wie bei Öl- oder Gasheizungen. Anders als Stückholz muss nicht täglich manuell nachgelegt werden. Im Heimbereich bedeutet das: Hohe Planbarkeit, geringer Bedienaufwand und in der Regel standardisierte Lieferung durch Fachbetriebe. Dieser Komfort unterscheidet solche Brennstoffe deutlich von handbeschickten Öfen.

Wirkungsgrad einer Heizanlage

Der Wirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der im Brennstoff enthaltenen Energie tatsächlich als Nutzwärme im Gebäude ankommt. Je höher der Wirkungsgrad, desto effizienter arbeitet das System. Bei modernen Pelletanlagen unterstützen regelbare Verbrennungsluft, ausgefeilte Steuerungen und passende Hydraulik eine vollständige und saubere Verbrennung. Der reale Wirkungsgrad hängt in der Praxis auch von der Anlagenwartung, der Einstellung, der Qualität der Pellets und der Dimensionierung zur Gebäudeheizlast ab. Ein zu groß dimensionierter Kessel taktet häufiger, was die Effizienz mindern kann. Wer eine Anlage plant, sollte daher auf eine fachgerechte Auslegung und regelmäßige Wartung achten, um dauerhaft effizient und emissionsarm zu heizen.

Brennwert und Heizwert

Beim Heizwert wird die nutzbare Energiemenge eines Brennstoffs ohne die Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs betrachtet. Der Brennwert hingegen bezieht die zusätzliche Energie mit ein, die bei der Kondensation des Wasserdampfs frei wird. In der Praxis bedeutet das: Brennwerttechnik kann durch Abgaswärmenutzung mehr Energie aus dem gleichen Brennstoff herausholen, wenn die Systemtemperaturen und die Anlagentechnik darauf ausgelegt sind. Für Endverbraucherinnen und Endverbraucher ist wichtig zu wissen, wie Hersteller und Anbieter ihre Angaben machen und welche Voraussetzungen im Heizsystem erfüllt sein müssen, damit Brennwertpotenziale tatsächlich genutzt werden können. In Angeboten und Vergleichen sollte die Basis klar benannt sein, um Missverständnisse zu vermeiden.

Primärenergie

Primärenergie ist die Energieform, die in der Natur vorkommt, bevor sie in nutzbare Endenergie umgewandelt wird. Bei fossilen Energien wie Öl oder Gas umfasst die Primärenergie nicht nur den Brennstoff selbst, sondern auch die Förder-, Transport- und Aufbereitungsaufwände. Bei erneuerbaren Energien wie Holzpellets zählen Ernte, Verarbeitung zu Pellets, Trocknung und Transport dazu. Für politische und ökologische Bewertungen wird oft der Primärenergiebedarf herangezogen, um die Gesamtaufwände eines Systems sichtbar zu machen. Ein niedriger Primärenergieeinsatz pro gelieferter Kilowattstunde Wärme gilt als vorteilhaft, weil er Ressourcen schont und Umweltauswirkungen über den reinen Betrieb hinaus berücksichtigt.

CO2-Preis

Der CO2-Preis ist ein politisches Instrument, das Emissionen einen monetären Wert gibt. Emittiert ein Sektor Kohlendioxid, fallen pro Tonne CO2 Kosten an, die Anreize zur Emissionsminderung setzen sollen. In der Praxis wirken sich CO2-Preise auf fossile Brennstoffe aus, weil deren Verbrennung CO2 freisetzt. Für Haushalte kann ein steigender CO2-Preis zukünftig höhere laufende Kosten für Öl und Gas bedeuten, während erneuerbare Brennstoffe wie Pellets von diesen Preisen nicht in gleicher Weise betroffen sind. Wichtig: Die konkrete Ausgestaltung, Ausnahmen und Pfade werden politisch festgelegt und können sich über die Jahre verändern. Daher gehört die CO2-Preis-Entwicklung in jede langfristige Heizkostenprognose.

Wärmegestehungskosten (LCOH)

Die Wärmegestehungskosten, international oft als Levelized Cost of Heat (LCOH) bezeichnet, fassen alle über die Nutzungsdauer anfallenden Kosten pro erzeugter Kilowattstunde Wärme zusammen. Dazu zählen typischerweise Investitionskosten, Finanzierung, Wartung, Brennstoff und gegebenenfalls Entsorgung. Der LCOH macht Systeme miteinander vergleichbar, indem er die Lebenszykluskosten auf die gelieferte Wärmemenge umlegt. Für Haushalte ist das hilfreich, weil allein niedrige Brennstoffpreise nicht genügen, wenn eine Anlage sehr teuer in der Anschaffung ist. Umgekehrt kann eine günstige Investition langfristig teuer werden, wenn hohe laufende Kosten entstehen. Ein seriöser Vergleich berücksichtigt daher LCOH und nicht nur den aktuellen Einkaufspreis.

Förderquote

Die Förderquote beschreibt den Anteil der Investitionskosten, der durch öffentliche Zuschüsse abgedeckt wird. Sie variiert je nach Programm, Gerätetyp, Gebäudestandard und sozialer Staffelung. In Österreich gibt es eine Kombination aus Bundes- und Landesprogrammen, die zusammenwirken können. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist entscheidend, die Konditionen, Antragsfristen und die Kumulierungsmöglichkeiten zu prüfen. Eine höhere Förderquote reduziert die Anfangsinvestition und verkürzt typischerweise die Amortisationszeit. Wichtig ist auch, dass Förderungen häufig technische Mindestanforderungen, fachgerechte Installation und Nachweise zur alten Anlage verlangen. Wer rechtzeitig plant und dokumentiert, vermeidet Verzögerungen und nutzt das Potenzial bestmöglich.

Heizlast

Die Heizlast ist die maximale Wärmeleistung, die ein Gebäude an besonders kalten Tagen benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten. Sie hängt unter anderem von Dämmstandard, Fensterqualität, Luftdichtheit, Gebäudegröße und regionalem Klima ab. Eine korrekt ermittelte Heizlast ist zentral für die Auslegung einer neuen Heizanlage. Ist der Kessel zu klein, kann es an kalten Tagen zu Komforteinbußen kommen. Ist er zu groß, arbeitet er im Teillastbetrieb ineffizient und taktet, was den Verschleiß erhöhen kann. Eine professionelle Heizlastberechnung sorgt dafür, dass Anlagengröße, Pufferspeicher und Wärmeverteilung (zum Beispiel Heizkörper oder Fußbodenheizung) zusammenpassen.

Historische Entwicklung: Pellets in Österreich im Zeitverlauf

Der Aufstieg von Holzpellets in Österreich ist eng mit der heimischen Holz- und Sägeindustrie verbunden. Die Idee, Sägespäne und Restholz zu normierten, trockenen Presslingen zu verarbeiten, hat schon vor Jahrzehnten den Grundstein für eine verlässliche Versorgung gelegt. Anders als bei naturbelassenem Stückholz erlaubt das Pelletformat standardisierte Qualität, automatisierte Zuführung und planbare Logistik – Schlüsselfaktoren für den Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Seit den frühen 2000er-Jahren haben Technologieentwicklung, strengere Umweltstandards und das wachsende Bewusstsein für Versorgungssicherheit den Markt geprägt. Parallel dazu verstärkte sich die politische Debatte über Klimaziele und die Reduktion fossiler Abhängigkeiten. Pellets profitierten davon als regional verfügbarer Energieträger, weil Wertschöpfung inlandsnah stattfindet und Lieferketten im Vergleich zu global gehandeltem Öl oder Gas kürzer sind. In Phasen globaler Krisen rückte dieser Aspekt immer wieder in den Vordergrund. Der Branchenverband verweist darauf, dass Pellets ihren Preisvorsprung gegenüber Öl und Gas über zwei Jahrzehnte behauptet haben. Zwar kam es auch bei Pellets zu saisonalen und konjunkturellen Schwankungen, doch die relative Position blieb nach Angaben des Verbands stabil.

Die politische Flankierung – von Informationskampagnen bis hin zu Förderakzenten – hat diese Entwicklung verstärkt. Für die Zukunft spricht vieles dafür, dass die Kombination aus technischer Reife, regionaler Verfügbarkeit und Klimapolitik die Rolle von Pellets im Wärmemix absichert. Gleichzeitig steht die Branche in einem Wettbewerb mit anderen erneuerbaren Lösungen, vor allem mit Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden. Entscheidend bleibt, dass Lösungen zur Bausubstanz, zum Standort und zum individuellen Nutzerverhalten passen.

Vergleiche: Bundesländer, Deutschland und Schweiz

In Österreich unterscheiden sich die Startvoraussetzungen von Bundesland zu Bundesland. Ländliche Regionen mit starker Forstwirtschaft und bestehenden Liefernetzen für Pellets verzeichnen traditionell eine hohe Akzeptanz, weil Lagerraum oft leichter verfügbar ist und Handwerksbetriebe Erfahrung mit Installation und Wartung haben. In dichter bebauten städtischen Gebieten spielen Fragen wie begrenzter Platz für Pelletslager und die Umsetzbarkeit im Bestand eine größere Rolle. Diese Unterschiede betreffen weniger den Brennstoffpreis an sich als die praktische Umsetzung und die Investitionsentscheidung im Einzelfall.

Im Vergleich zu Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch dort ist der Pelletsmarkt in Regionen mit starker Holzwirtschaft gut verankert. Unterschiede ergeben sich häufig aus den jeweiligen Förderlandschaften und aus landesspezifischen Bauordnungen. Während sich in Deutschland in den letzten Jahren eine breit diskutierte Regulierung zum Heizungstausch entwickelt hat, betont Österreich aktuell den Förder-Fokus auf den Ersatz fossiler Heizkessel. Die Schweiz wiederum setzt traditionell stark auf Qualitätssicherung, Energieberatung und Effizienzstandards. Dort beeinflussen Topografie und strenge Bauvorschriften die Wahl des Systems, wobei in Gebieten mit sehr niedrigen Außentemperaturen die Systemauslegung (zum Beispiel Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich) besonders wichtig ist.

Für die Kostenbetrachtung bedeutet das: Die genannten Einsparungen von 809 Euro gegenüber Heizöl und 1.923 Euro gegenüber Gas stammen aus einem österreichischen Vergleich des Branchenverbands. In anderen Ländern können sich Preisrelationen, Abgaben und Verfügbarkeiten anders darstellen. Wer grenznah lebt oder Preise vergleicht, sollte die lokal geltenden Abgaben, die Netzentgeltstrukturen (bei Stromsystemen) sowie Lieferbedingungen berücksichtigen. In Österreich unterstreicht der Verband die relative Stabilität des Preisvorsprungs zugunsten von Pellets über einen langen Zeitraum.

Konkreter Bürger-Impact: Was Haushalte jetzt wissen müssen

Für Haushalte sind zwei Fragen entscheidend: Was kostet mich das Heizen in den nächsten Wintern, und wie robust ist meine Entscheidung gegen Preisschwankungen? Die aktuelle Analyse von proPellets Austria liefert ein klares Signal: Im laufenden Winter sind Pellets laut Verband gegenüber Öl und Gas deutlich günstiger. Wer heute eine Pelletheizung betreibt, profitiert demnach von niedrigeren laufenden Ausgaben. Wer auf Pellets umgestiegen ist, spürt die Wirkung über mehrere Jahre: Der Verband nennt ein Beispiel mit 7.100 Euro Ersparnis über fünf Jahre und 43 Tonnen vermiedene CO2-Emissionen. Das entspricht rechnerisch rund 1.420 Euro pro Jahr und etwa 8,6 Tonnen CO2 im Jahresmittel, wobei reale Werte je nach Witterung, Haus und Verbrauch abweichen.

In der Praxis kann das so aussehen: Eine Familie in einem Einfamilienhaus mit durchschnittlicher Wohnfläche verzeichnet durch den Wechsel von Heizöl auf Pellets deutlich niedrigere Brennstoffrechnungen, während Komfort und Automatisierung auf dem gewohnten Niveau bleiben. Ein Mehrparteienhaus in einer Bezirksstadt nutzt einen zentralen Pelletskessel mit Lager im Keller und verteilt die Wärme über ein bestehendes Radiatorensystem. In einer Altbauwohnung in der Stadt hingegen können Lagerraum und Kaminzug die zentrale Hürde sein; hier ist die gründliche Prüfung der Einbausituation entscheidend. Für alle Fälle gilt: Eine verlässliche Energieberatung, ein hydraulischer Abgleich und die sorgfältige Wahl eines qualifizierten Installationsbetriebs sind wesentliche Bausteine für Effizienz und Betriebssicherheit.

Ein zusätzlicher Hebel ist die Förderlandschaft. Der Verband begrüßt den neuen Förder-Fokus der Bundesregierung auf den Heizungstausch. Das betrifft insbesondere den Ersatz von Öl- und Gaskesseln. Förderungen können die Anfangsinvestition mindern und die Amortisationszeit reduzieren. Haushalte sollten prüfen, welche Programme von Bund und Ländern kombinierbar sind und welche technischen Mindestanforderungen erfüllt werden müssen. Informationen zu bundesweiten Maßnahmen werden auf der Website der Bundesregierung bereitgestellt, etwa unter bundesregierung.at. Für Details und Anträge sind die offiziellen Förderstellen maßgeblich; die Konditionen können sich ändern, daher empfiehlt sich eine aktualisierte Recherche vor der Entscheidung.

Zahlen, Einordnung und was sie bedeuten

Die Kernaussagen der proPellets-Analyse lassen sich in drei Punkte bündeln: Erstens, die laufenden Brennstoffkosten der Pelletheizung liegen im aktuellen Winter unter jenen von Heizöl und Erdgas. Zweitens, der Verband unterstreicht, dass Pellets ihren Preisvorsprung seit über zwei Jahrzehnten halten. Drittens, der längerfristige Blick eines Haushalts, der vor fünf Jahren umgestiegen ist, zeigt eine kumulierte Ersparnis von 7.100 Euro und 43 Tonnen weniger CO2.

Was folgt daraus? Für die kurzfristige Haushaltsplanung spricht die Darstellung für Pellets als kosteneffiziente Option, sofern Lagerraum und Installation passen. Für die mittlere Frist ist die Robustheit gegenüber Preisschwankungen relevant. Pellets sind ein regional geprägter Brennstoff; Verfügbarkeiten und Logistikketten sind anders strukturiert als bei global gehandeltem Öl oder Gas. In Phasen internationaler Spannungen oder stark schwankender fossiler Preise kann das vorteilhaft sein. Für die Langfristbewertung müssen zusätzlich Investitionskosten, mögliche Wartungsaufwände, die Gebäudesanierung (Dämmung, Fenster, Wärmeverteilung) und alternative Technologien in die Rechnung. So entsteht ein realistischer Blick auf die Wärmegestehungskosten über den Lebenszyklus.

Zum Emissionsaspekt betont die Quelle die Vermeidung von 43 Tonnen CO2 über fünf Jahre. Das ist klimapolitisch bedeutsam, weil Heizsysteme über Jahrzehnte laufen. Eine früh getroffene Entscheidung addiert über Zeit große Emissionsdifferenzen auf. In Kombination mit einer Verbesserung der Gebäudehülle – etwa durch Dämmung oder Fenstererneuerung – lassen sich die Heizlast und damit der jährliche Brennstoffbedarf weiter senken.

Politischer Kontext und Förder-Fokus

Politische Rahmenbedingungen beeinflussen den Wärmemarkt stark. Der von proPellets positiv bewertete Förder-Fokus der Bundesregierung auf den Heizungstausch zielt darauf ab, fossile Heizkessel durch erneuerbare Alternativen zu ersetzen. Solche Schwerpunktsetzungen beschleunigen Investitionsentscheidungen, geben Planungssicherheit und helfen, die nationalen Klima- und Energieziele zu erreichen. Für Konsumentinnen und Konsumenten sind transparente Kriterien, stabile Programme und ausreichend lange Fristen wichtig, damit Planung und Umsetzung ohne Hektik gelingen.

Gleichzeitig gilt: Förderprogramme entwickeln sich weiter. Es ist üblich, dass Budgets neu priorisiert, Programme angepasst oder Antragsmodalitäten vereinfacht werden. Wer den Umstieg plant, sollte die offiziellen Kanäle der Förderstellen konsultieren und sich über die Anforderungen informieren. Qualifizierte Energieberaterinnen und Energieberater können die Datenlage eines konkreten Hauses aufnehmen und Empfehlungen abgeben, die in Einklang mit den Förderkriterien stehen.

Zukunftsperspektive: Was ist in den nächsten Jahren zu erwarten?

Für die kommenden Jahre zeichnen sich mehrere Trends ab. Erstens, der Kostenvorteil erneuerbarer Heizsysteme gegenüber fossilen Varianten bleibt ein zentrales Thema – nicht zuletzt, weil CO2-Preis-Instrumente international an Bedeutung gewinnen. Zweitens, technologische Weiterentwicklungen verbessern kontinuierlich Effizienz, Regelung und Emissionsverhalten moderner Heizkessel. Drittens, die Verfügbarkeit regionaler Brennstoffe und der Ausbau verlässlicher Lieferketten bleiben Schlüssel für stabile Preise. Vielfach wird die Kombination aus erneuerbaren Lösungen – etwa Pellets in Bestandsgebäuden mit Radiatorensystemen und Wärmepumpen in sehr gut gedämmten Häusern – den Wärmemix prägen.

Auch die Rolle der Energieberatung wächst. Je besser Gebäudehülle und Anlagentechnik aufeinander abgestimmt sind, desto höher ist die Effizienz im Alltag. Das senkt die laufenden Kosten und erhöht die Zukunftssicherheit der Investition. Auf politischer Ebene ist davon auszugehen, dass Förderprogramme den Heizungstausch weiter unterstützen, um Ziele bei Klimaschutz und Versorgungssicherheit zu erreichen. Für Haushalte bedeutet das: Eine gründliche Bestandsaufnahme, die Prüfung der Fördermöglichkeiten und eine solide Wirtschaftlichkeitsrechnung schaffen die Basis für Entscheidungen, die sich über Jahre rechnen.

Fallbeispiele und praktische Hinweise

Typische Anwendungsszenarien

  • Einfamilienhaus im ländlichen Raum: Ausreichend Platz für ein Pelletslager, gute Erreichbarkeit für Lieferfahrzeuge und eine bestehende Wärmeverteilung über Heizkörper machen den Umstieg oft unkompliziert.
  • Mehrparteienhaus in einer Bezirksstadt: Zentraler Pelletskessel mit Pufferspeicher versorgt mehrere Wohnungen. Wichtig sind eine klare Abrechnung, fachgerechte Hydraulik und ein Wartungskonzept.
  • Städtischer Altbau: Begrenzter Lagerraum und bauliche Randbedingungen verlangen eine sorgfältige Vorplanung. Hier kann auch die Kombination mit Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sein.

Planungsschritte für Interessierte

  • Gebäudeanalyse: Heizlast, Dämmstandard und Wärmeverteilung prüfen lassen.
  • Wirtschaftlichkeit: Laufende Brennstoffkosten, Investition und potenzielle Förderquote zusammen betrachten.
  • Fördercheck: Aktuelle Programme bei Bund und Land prüfen und Fristen beachten.
  • Qualitätssicherung: Fachgerechte Installation, hydraulischer Abgleich und regelmäßige Wartung einplanen.

Transparenzhinweis und Quelle

Die in diesem Beitrag genannten Einsparungen und Bewertungen stammen aus der Presseinformation von proPellets Austria. Originalquelle: „Preisvergleich zeigt: Pellets-Heizer auch in diesem Winter die Gewinner“ (Abruf am 4. Februar 2026). Der Verband stellt weitere Informationen zur Branche und zu Holzpellets auf propellets.at bereit.

Fazit: Was heute zählt

Pellets präsentieren sich laut proPellets Austria auch im Winter 2025/26 als kostengünstige und komfortable Heizlösung. Die genannten Einsparungen von 809 Euro gegenüber Heizöl und 1.923 Euro gegenüber Gas in der laufenden Saison, ebenso wie 7.100 Euro und 43 Tonnen CO2 über fünf Jahre, geben eine klare Richtung vor. Für den individuellen Haushalt bleibt jedoch eine sorgfältige Prüfung zentral: Gebäudestandard, Investitionsbudget, Lageroptionen und die aktuelle Förderlandschaft entscheiden über die passende Lösung. Wer jetzt plant, sollte auf Qualität in Beratung und Ausführung setzen und die offiziellen Informationen zu Förderungen zeitnah prüfen.

Call-to-Action: Prüfen Sie Ihre Optionen mit einer zertifizierten Energieberatung, vergleichen Sie Angebote und informieren Sie sich über aktuelle Förderungen. Weiterführende Details zur Quelle finden Sie unter ots.at. Für allgemeine Informationen zu Programmen der Bundesregierung: bundesregierung.at. So treffen Sie eine Entscheidung, die Budget, Komfort und Klima langfristig in Einklang bringt.