Wien verlängert Grätzlförderung im 20+2 Programm bis 2027

Redaktion

Wien verlängert die WieNeu+ Grätzlförderung im Grätzl 20+2 bis Ende 2027 – bis zu 500.000 Euro für klimafitte Sanierungen; Hernals läuft bis 2028. Am 19. Jänner 2026 ist diese Entscheidung offiziell geworden und trifft einen Nerv in der Stadtentwicklung: Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauträgerinnen und Bauträger erhalten mehr Zeit und Planungssicherheit, um in innovative Bau- und Sanierungsprojekte zu investieren. Die Grätzlförderung Wien richtet sich an Vorhaben, die Energie- und Ressourcenverbrauch senken, den Ausstieg aus Gas beschleunigen und durch Begrünung die Lebensqualität heben. Zugleich bleibt der Weg zur Förderung klar strukturiert: Ein Beirat prüft mehrmals pro Jahr die Projektideen, Anträge werden digital über wien.gv.at gestellt, und für Studien stehen bis zu 30.000 Euro bereit. Was die Verlängerung in der Praxis bedeutet, wie die Förderquote funktioniert und welche Chancen sich für Bewohnerinnen und Bewohner ergeben, analysieren wir im Detail – mit Blick auf Wien, auf andere Bundesländer sowie auf bewährte Ansätze in Deutschland und der Schweiz.

Grätzlförderung Wien: Verlängerung, Ziele und lokale Relevanz

Ausgangspunkt ist die Verlängerung der WieNeu+ Grätzlförderung für das zweite Programmgebiet mit dem Titel Grätzl 20+2 bis Ende 2027. Parallel dazu sind Anträge im dritten Programmgebiet Hernals – ab dem Elterleinplatz entlang der Hernalser Hauptstraße – bis Ende 2028 möglich. Die zentrale Botschaft hinter dieser Entscheidung: klimafitter Wohnraum bleibt ein vorrangiges Ziel der Stadt. Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál betont in der Aussendung der Stadt Wien – Kommunikation und Medien, dass leistbare und zukunftsfähige Wohnungen auch in herausfordernden Zeiten im Fokus stehen. Die Förderung unterstützt Projekte, die Gebäude energieeffizienter machen, auf erneuerbare Energieträger umstellen oder Freiflächen entsiegeln und begrünen. Damit adressiert die Stadt eine doppelte Herausforderung: steigende Energiekosten und den Klimaschutz auf Ebene des Quartiers.

Die Antragstellung läuft unbürokratisch online. Der Beirat, der mehrmals jährlich tagt, bewertet die Förderwürdigkeit. Das schafft Transparenz und regelmäßige Entscheidungsmöglichkeiten. Zudem gibt es eine klare Staffelung der Förderquote, die sich nach der Einreichenden richtet. Für natürliche Personen sind 60 Prozent Förderquote vorgesehen, gedeckelt mit maximal 100.000 Euro. Unternehmen profitieren abhängig von ihrer Größe von abgestuften Quoten. Zusätzlich können Vorprojekt- oder Machbarkeitsanalysen mit bis zu 30.000 Euro bezuschusst werden, was Planungssicherheit und Qualität in der Projektvorbereitung erhöht. Alle Details sind auf den offiziellen Seiten der Stadt zu finden; direkte Links sind unten gesetzt.

Fachbegriffe verständlich erklärt

Was bedeutet Grätzl im Wiener Kontext?

Der Begriff Grätzl beschreibt in Wien ein gewachsenes, oft klar umrissenes Stadtviertel mit eigenem Charakter, kurzen Wegen und starker Nachbarschaft. Ein Grätzl ist kleiner als ein Bezirk und größer als eine einzelne Straße, häufig mit einem lokalen Zentrum wie einem Platz oder einer Marktzeile. Wenn die Stadt Wien von Grätzlförderung spricht, rückt sie bewusst den Maßstab der unmittelbaren Umgebung in den Fokus. Maßnahmen wirken dort, wo Menschen wohnen, arbeiten und einkaufen. Das erleichtert eine integrierte Stadterneuerung: Statt isolierter Einzelmaßnahmen werden Gebäude, Freiräume und lokale Infrastruktur als Zusammenspiel verstanden. Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet ein gestärktes Grätzl bessere Aufenthaltsqualität, mehr Grün, weniger Hitzeinseln und bequemere Wege – und im besten Fall sinkende Energiekosten im eigenen Haus.

Innovationsförderung: Was steckt dahinter?

Die WieNeu+ Grätzlförderung ist als Innovationsförderung angelegt. Innovationsförderung heißt in diesem Zusammenhang: Es geht nicht nur um Standardmaßnahmen, sondern um neue, übertragbare Lösungsansätze, die Modellcharakter haben. Dazu zählen etwa besonders effiziente Heizlösungen, intelligente Gebäudetechnik oder experimentelle Entsiegelungs- und Begrünungskonzepte, die später in anderen Teilen der Stadt angewendet werden können. Innovation wird hier nicht nur technisch verstanden. Auch Prozesse – etwa neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern, Planerinnen und Planern sowie Nachbarschaften – können innovativ sein. Entscheidendes Kriterium ist, ob die Maßnahme einen klaren Mehrwert für Klimaschutz, Energieeffizienz und Lebensqualität im Grätzl schafft und ob sie als Beispiel für weitere Projekte dienen kann.

Ausstieg aus Gas: Bedeutung für Haushalte und Häuser

Der Ausstieg aus Gas meint die schrittweise Abkehr von gasbasierten Heizungen hin zu erneuerbaren oder zumindest deutlich emissionsärmeren Alternativen. Für Altbauten und Gründerzeithäuser bedeutet das oft einen Wechsel weg von Einzelthermen hin zu Lösungen wie Fernwärme, Wärmepumpen oder Hybridmodellen, die mit Solarthermie oder Photovoltaik kombiniert werden. Der Umstieg ist technisch anspruchsvoll: Leitungsführungen, Platzbedarf für Technikräume, Schallschutz und die Integration in bestehende Haussubstanz müssen geplant werden. Gleichzeitig bietet der Ausstieg aus Gas Chancen: geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, stabilere Betriebskosten über die Lebensdauer und mehr Sicherheit gegenüber Preisschwankungen am Weltmarkt. Förderungen wie WieNeu+ helfen, diese Hürde wirtschaftlich zu nehmen.

Entsiegelung und Begrünung: Warum ist das wichtig?

Entsiegelung bedeutet, versiegelte Flächen wie Asphalt oder Beton zu öffnen, damit Regenwasser versickern kann und städtische Böden wieder atmen. In verdichteten Stadtteilen reduziert Entsiegelung die Hitze im Sommer, mindert die Kanalbelastung bei Starkregen und schafft Platz für Grün. Begrünung meint die aktive Bepflanzung von Höfen, Fassaden oder Dächern. Dach- und Fassadenbegrünungen wirken wie natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten, verdunsten Wasser und verbessern so das Mikroklima. In Kombination mit Regenwassermanagement entstehen resiliente Freiräume. Für Bewohnerinnen und Bewohner heißt das: kühlere Innenhöfe, angenehmere Wege im Alltag und ein Plus an Aufenthaltsqualität – alles unmittelbar im eigenen Grätzl spürbar.

Machbarkeitsanalyse: Planung mit Plan

Eine Machbarkeitsanalyse ist eine vertiefte Voruntersuchung, die klärt, ob ein Projekt technisch, rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist. Sie prüft Varianten, Risiken, Kostenrahmen und Zeitpläne. Gerade bei komplexen Gebäudestrukturen oder in dicht bebauten Quartieren ist das wichtig: Nicht jede Wärmeversorgung passt zu jedem Haus, und nicht jede Begrünungsmaßnahme ist statisch ohne Weiteres möglich. Mit einer Förderung bis zu 30.000 Euro für Vor- oder Machbarkeitsanalysen minimiert WieNeu+ Planungsrisiken. Wer früh Klarheit über Genehmigungen, technische Optionen und Budgetgrenzen hat, vermeidet teure Umwege und kann die Umsetzung beschleunigen.

Förderquote: Wie die Unterstützung berechnet wird

Die Förderquote gibt an, welcher Anteil der förderfähigen Projektkosten durch öffentliche Mittel übernommen wird. Bei natürlichen Personen – etwa wenn eine Wohnungseigentümerin oder ein Wohnungseigentümer für das Haus einreicht – liegt die Quote laut Stadt Wien bei 60 Prozent, mit einer Obergrenze von 100.000 Euro. Für Unternehmen variieren die Quoten nach Unternehmensgröße. Das sorgt dafür, dass auch kleinere Akteurinnen und Akteure eine tragfähige Finanzierung aufstellen können. Ein Rechenbeispiel: Kostet eine Maßnahme 200.000 Euro, würden 60 Prozent 120.000 Euro entsprechen. Wegen der Deckelung wären bei natürlichen Personen aber 100.000 Euro der maximale Zuschuss. Für Studien gilt eine eigene Grenze: bis zu 30.000 Euro. Die Förderquote macht Projekte, die sonst knapp scheitern würden, realisierbar.

Programmgebiet: Was das für Projekte bedeutet

Ein Programmgebiet ist ein klar abgegrenzter Raum, in dem die Stadt gezielt Maßnahmen bündelt. Das zweite Programmgebiet trägt den Titel Grätzl 20+2, das dritte konzentriert sich auf Hernals rund um die Hernalser Hauptstraße ab dem Elterleinplatz. Die Begrenzung erleichtert es, Effekte zu messen, Synergien zu schaffen und Lösungen später in andere Teile Wiens zu übertragen. Wer in einem Programmgebiet arbeitet, profitiert von erhöhter Aufmerksamkeit, vernetzten Projekten und Lernkurven aus parallelen Vorhaben. Damit wird Stadterneuerung konkret und überprüfbar.

Konkrete Zahlen und Fakten zur Grätzlförderung Wien

Für Projekte in WieNeu+ Programmgebieten stehen im Rahmen der Grätzlförderung Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden Maßnahmen zur Senkung von Energie- und Ressourcenverbrauch, der Umstieg auf erneuerbare Energieträger, Entsiegelungs- und Begrünungsschritte sowie vorbereitende Analysen. Der Beirat beurteilt die Förderwürdigkeit mehrmals pro Jahr. Anträge können online eingereicht werden; die Stadt betont die unkomplizierte Abwicklung. Für natürliche Personen gelten 60 Prozent Förderquote mit einer Obergrenze von 100.000 Euro. Für die Planung stehen bis zu 30.000 Euro bereit. Die verlängerten Fristen lauten konkret: Grätzl 20+2 bis Ende 2027, Programmgebiet Hernals bis Ende 2028. Diese Eckpunkte strukturieren die Zeitleiste für Interessierte und geben Planungssicherheit für die nächsten Jahre.

Alle Informationen laut Stadt Wien – Kommunikation und Medien (KOM) sind auf den offiziellen Seiten abrufbar. Die Presseinformation ist unter der OTS-Aussendung der APA-OTS zu finden. Direkte Wege: Informationen zur Grätzlförderung unter wieneuplus.wien.gv.at/graetzlfoerderung, Antragstellung online unter wien.gv.at/amtswege/wieneu-graetzlfoerderung-innovative-stadterneuerungsprojekte, die ursprüngliche Presseaussendung unter ots.at. Für Rückfragen steht das Team WieNeu+ telefonisch unter +43 1 4000 25107 sowie per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.

Historischer Kontext: Stadterneuerung in Wien und WieNeu+ seit 2021

Wien gilt seit Jahrzehnten als Stadt mit starkem Fokus auf Wohnqualität und langfristige Stadterneuerung. Diese Tradition setzt auf die Erneuerung im Bestand, auf soziale Durchmischung und auf Investitionen, die Generationen überdauern. Mit WieNeu+ hat die Stadt im Jahr 2021 ein Programm gestartet, das diese Prinzipien mit Klimaschutz und Innovationsanspruch verknüpft. Der Name macht das Ziel sichtbar: Bestehende Stadtstrukturen werden so aktualisiert, dass sie neuen Anforderungen – Energieeffizienz, Hitzeschutz, Ressourcenschonung – gewachsen sind. Ein Kernelement: Lernen in abgegrenzten Programmgebieten, dort Lösungen erproben, dann verbreiten. So entstehen praxistaugliche Blaupausen, die sich an Wiener Baustrukturen, Eigentümerlandschaften und Alltagsroutinen orientieren.

Historisch betrachtet hat Wien den Weg über stabile, planbare Förderangebote gewählt. Mit der Grätzlförderung im WieNeu+ Rahmen rückt nun der Quartiersmaßstab stärker in den Vordergrund. Denn Klimaanpassung und Dekarbonisierung wirken besonders effektiv, wenn Gebäude, Straßenraum und Freiflächen zusammengedacht werden. In dicht bebauten Vierteln sind grüne Höfe, schattige Wege und effiziente Wärmeversorgung nicht Luxus, sondern Infrastruktur. Die aktuelle Verlängerung bis 2027 beziehungsweise 2028 reiht sich daher in eine längerfristige Strategie ein: Erst testen, dann ausrollen. Diese Vorgehensweise ist für Bewohnerinnen und Bewohner nachvollziehbar und für Eigentümerinnen und Eigentümer berechenbar.

Vergleich: Andere Bundesländer, Deutschland und die Schweiz

Auch andere österreichische Bundesländer setzen auf Anreize für energetische Sanierungen, Begrünung und den Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Unterschiedlich sind häufig Maßstab und Schwerpunkt: Während die Grätzlförderung Wien den Quartiersansatz betont, arbeiten manche Programme eher auf Gebäudeebene oder fokussieren spezifische Technologien wie Wärmepumpen, Biomasse oder Fernwärme. Städte wie Graz, Linz und Salzburg setzen ergänzende Akzente, etwa bei Dachbegrünung, Regenwassermanagement oder Mobilitätsfragen im Nahraum. Gemeinsam ist den Initiativen, dass sie Klimaanpassung und Energieeffizienz als Doppelfokus verstehen und Planungssicherheit für Investitionen schaffen wollen.

In Deutschland sind quartiersbezogene Sanierungsansätze seit Jahren verbreitet. Viele Kommunen bündeln Projekte in sogenannten Quartieren, oft ergänzt durch bundesweite Förderinstrumente wie die Programme der KfW für Energieeffizienz und erneuerbare Wärme. Der Vorteil: Maßnahmen werden aufeinander abgestimmt, Synergien besser genutzt, und Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten durch Beratungspakete Orientierung. In der Schweiz wiederum haben Konzepte wie 2000-Watt-Areal Leitbildcharakter: Sie setzen ambitionierte Energie- und Emissionsziele auf Arealebene und verbinden Bau- mit Betriebsstrategien. Im Vergleich positioniert sich Wien mit WieNeu+ und der Grätzlförderung in einer Reihe mit diesen internationalen Ansätzen, betont jedoch die Übertragbarkeit auf den gewachsenen Wiener Bestand und die niederschwellige Antragstellung.

Bürger-Impact: Was bedeutet die Grätzlförderung im Alltag?

Für Bewohnerinnen und Bewohner eines förderfähigen Hauses kann die Grätzlförderung Wien ganz konkrete Vorteile bringen. Ein Beispiel: Wird eine gasbasierte Einzeltherme durch eine erneuerbare Wärmeversorgung ersetzt, sinken nicht nur die CO2-Emissionen; langfristig können Betriebskosten stabiler werden. In Verbindung mit Dämmung, Fenstersanierung oder smarter Regelungstechnik steigt der Wohnkomfort merklich. Weniger Zugluft, gleichmäßigere Temperaturen und leiser laufende Anlagen sind unmittelbare Verbesserungen, die man täglich spürt.

Im Freiraum sind entsiegelte und begrünte Höfe ein zweites Beispiel. An Hitzetagen bleibt es spürbar kühler, Regen kann versickern, und Aufenthaltsflächen werden attraktiver. Das nützt Kindern, älteren Menschen und allen, die Wege zu Fuß zurücklegen. Für Geschäftsleute im Erdgeschoß ist ein angenehmes Mikroklima ebenfalls ein Standortvorteil. In Summe stärkt die Förderung die Resilienz des Grätzls: Es wird anpassungsfähiger gegenüber Wetterextremen und bleibt auch im Sommer lebenswert.

Für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauträgerinnen und Bauträger ist die verlängerte Frist bis Ende 2027 im Grätzl 20+2 und bis Ende 2028 in Hernals eine Chance, Projekte sauber zu planen. Durch die Möglichkeit, Machbarkeitsanalysen fördern zu lassen, sinkt das Risiko von Fehlinvestitionen. Der mehrmals pro Jahr tagende Beirat eröffnet wiederkehrende Entscheidungstermine, wodurch Projekte nicht am Kalender scheitern. Und die Staffelung der Förderquote schafft Planungssicherheit bei der Finanzierung. Wichtig ist: Die Förderung setzt Anreize, sie ersetzt nicht die Eigenleistung. Doch genau diese Mitfinanzierung macht den Unterschied, wenn Projekte technologisch ambitioniert sind oder in Bestandsbauten zusätzliche Anpassungen erfordern.

Praxisnahe Beispiele: Was gilt als förderfähig?

  • Umstieg auf erneuerbare Wärme: Ein Haus wechselt von Einzelthermen auf eine Wärmepumpe mit Niedertemperatur-Fußbodenheizung oder bindet sich an ein erneuerbares Fernwärmesystem an. Ergänzend schafft Photovoltaik Strom für die Anlagentechnik.
  • Gebäudeseitige Effizienz: Dämmung von Dach und Fassade, Fenstertausch mit besserem U-Wert, hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage, digitale Regelungssysteme zur Verbrauchsoptimierung.
  • Entsiegelung und Begrünung: Entfernung von Asphaltflächen im Hof, Anlage von Bäumen und Staudenbeeten, Retentionsflächen für Starkregen, Fassaden- und Dachbegrünung mit Bewässerung aus Regenwasserzisternen.
  • Vor- und Machbarkeitsanalysen: Variantenvergleich Wärmeversorgung, statische Prüfung für Dachbegrünungen, rechtliche Klärung von Leitungsrechten, Kosten-Nutzen-Betrachtung für Maßnahmenbündel.

Antragstellung und Ablauf

Die Stadt betont, dass Anträge unkompliziert online gestellt werden. Der Weg führt über die Amtswege-Seiten von Wien. Hilfreich ist eine strukturierte Vorbereitung: eine Kurzbeschreibung des Projekts, Zielsetzungen bezüglich Energie, Ressourcen und Klima, eine Aufstellung der geplanten Maßnahmen, ein Kostenrahmen und ein Zeitplan. Studien, die vorab ansetzen, können ebenfalls gefördert werden. Nach Einreichung prüft der Beirat mehrmals jährlich. Wer früh einreicht, kann Rückmeldungen zeitnah einplanen und den Projektfahrplan entsprechend ausrichten.

Nützliche Links der Stadt Wien: Informationen zur Grätzlförderung unter wieneuplus.wien.gv.at/graetzlfoerderung sowie das Online-Formular unter wien.gv.at/amtswege/wieneu-graetzlfoerderung-innovative-stadterneuerungsprojekte. Für direkte Rückfragen: +43 1 4000 25107 und [email protected]. Die offizielle Aussendung ist auf ots.at abrufbar.

Zahlen im Blick: Was lässt sich daraus ableiten?

Die Obergrenze von 500.000 Euro pro Projekt zeigt, dass die Grätzlförderung auch für umfangreiche Vorhaben konzipiert wurde, etwa wenn mehrere Maßnahmen gebündelt sind: Energieversorgung, Dämmung, Begrünung und digitale Steuerung. Die Möglichkeit, bis zu 30.000 Euro für Analysen zu nutzen, erleichtert gerade in komplexen Bestandsgebäuden die Weichenstellung. Die Deckelung für natürliche Personen auf 100.000 Euro bei 60 Prozent Quote bildet eine realistische Unterstützung für eigentümergetragene Vorhaben ab, ohne den Eigenanteil zu verdrängen.

Der mehrmals jährlich tagende Beirat strukturiert den Förderfluss. Das ist wichtig, weil Baubranche und Planungsbüros zyklisch arbeiten und sich an Entscheidungsfenstern orientieren. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet es: Wer den eigenen Zeitplan klar aufsetzt, kann Einreichung, Prüfung und Baubeginn sinnvoll verzahnen. Die verlängerte Frist bis Ende 2027 im Grätzl 20+2 sowie bis Ende 2028 in Hernals gibt den notwendigen Puffer für Planungs- und Genehmigungszeiten, die bei Bestandsbauten variieren können.

Hintergründe und Zusammenhänge: Warum jetzt?

Die Verlängerung der Fristen ist vor dem Hintergrund eines intensiven Transformationsdrucks zu sehen. Viele Bestandsgebäude stehen vor einer Modernisierung der Wärmeversorgung, und gleichzeitig erfordert die Stadthitze neue Freiraumkonzepte. Förderprogramme bündeln Kräfte, setzen Anreize und senken Risiken. Besonders im städtischen Bestand, wo Eigentumsverhältnisse vielschichtig sind, braucht es verlässliche, wiederkehrende Entscheidungspunkte und einen lösungsorientierten Dialog. Genau hier setzt WieNeu+ an: durch Beratung, klare Kriterien und die Erprobung übertragbarer Lösungen. Auch die einfache Online-Einreichung passt in die Zeit: Sie senkt Hürden und beschleunigt Prozesse, ohne an Qualität zu sparen.

Zukunftsperspektive: Was ist bis 2027/2028 zu erwarten?

Bis Ende 2027 beziehungsweise Ende 2028 ist zu erwarten, dass mehr Projekte mit Vorbildcharakter im Grätzlmaßstab sichtbar werden. Dazu zählen Lösungen, die Wärmeversorgung, Effizienz und Begrünung klug verknüpfen. Mit jeder Umsetzung wächst das lokale Know-how: Planerinnen und Planer sammeln Erfahrungen, Handwerkerinnen und Handwerker vertiefen Spezialkompetenzen, Eigentümerinnen und Eigentümer gewinnen Sicherheit. Der Lerneffekt ist zentral, denn er erleichtert die Skalierung auf andere Teile der Stadt. Perspektivisch entsteht so ein Baukasten praxiserprobter Maßnahmen, aus dem künftige Projekte schneller schöpfen können.

Für Bewohnerinnen und Bewohner deutet vieles auf spürbare Verbesserungen hin: kühleres Mikroklima, komfortablere Wohnungen, verlässliche Wärmeversorgung und potenziell stabilere Betriebskosten. Für die Stadt ergibt sich ein zweifacher Gewinn: Klimaschutzfortschritt und Standortqualität. Wichtig ist auch die soziale Komponente: Wenn Projekte leistbar bleiben und transparent kommuniziert werden, steigen Akzeptanz und Beteiligung. Die Tatsache, dass ein Beirat mehrmals im Jahr entscheidet und die Einreichung unkompliziert ist, unterstützt diesen Prozess. Nach 2027/2028 könnten besonders überzeugende Ansätze in weiteren Gebieten ausgerollt werden – genau so, wie es das WieNeu+ Prinzip seit 2021 vorsieht.

Rechtliche Hinweise und Quellen

Dieser Beitrag basiert auf der Presseaussendung der Stadt Wien – Kommunikation und Medien (KOM) vom 19. Jänner 2026. Es wurden keine darüber hinausgehenden Fakten erfunden; alle Eckdaten stammen aus der veröffentlichten Information. Details zu Bedingungen, Fristen und Quoten können sich ändern; maßgeblich sind die offiziellen Seiten der Stadt Wien. Quelle: ots.at, Informationen: wieneuplus.wien.gv.at/graetzlfoerderung, Antrag: wien.gv.at/amtswege/wieneu-graetzlfoerderung-innovative-stadterneuerungsprojekte. Kontakt: +43 1 4000 25107, [email protected].

Schluss: Was Wien jetzt möglich macht

Die Verlängerung der Grätzlförderung Wien im Grätzl 20+2 bis Ende 2027 und im Programmgebiet Hernals bis Ende 2028 schafft Verlässlichkeit in bewegten Zeiten. Sie öffnet einen Korridor für Planung, Qualitätssicherung und Umsetzung – von der Machbarkeitsanalyse über den Ausstieg aus Gas bis zur Entsiegelung und Begrünung. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, Bauträgerinnen und Bauträger sowie für Bewohnerinnen und Bewohner im Grätzl ist das eine Einladung, aktiv zu werden. Wer konkrete Vorhaben verfolgt, sollte jetzt die nächsten Schritte setzen: Informationen einholen, Varianten prüfen, Antrag vorbereiten.

Alle Details finden sich auf den offiziellen Seiten der Stadt. Nutzen Sie die Beratungsangebote des WieNeu+ Teams und die unkomplizierte Online-Einreichung. Welche Lösung passt am besten zu Ihrem Haus, Ihrer Nachbarschaft, Ihrem Grätzl? Genau diese Fragen lassen sich mit einer geförderten Voranalyse klären. Wien setzt damit ein Signal: Klimafitte Stadterneuerung ist machbar – Schritt für Schritt, Grätzl für Grätzl.