Am 17.12.2025 warnen Greenpeace, das Österreichische Rote Kreuz und der Österreichische Bundesfeuerwehrverband vor Gefahren durch Böller und Feuerwerk in Österreich. Sie appellieren an Bürgerinnen und Bürger, leise Alternativen zu wählen und Risiken zu vermeiden. Die Botschaft ist aktuell, relevant und richtet sich an alle, die eine sichere, gesunde und rücksichtsvolle Silvesternacht erleben wollen. Die heimischen Einsatzkräfte kennen die Folgen aus jahrelanger Praxis. Lärm, Rauch und Funkenflug sind nicht nur ein kurzer Schreck. Sie führen zu Verletzungen, Bränden und Belastungen für Mensch, Tier und Umwelt. Die öffentliche Debatte ist damit neu entfacht. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Hinweise zusammen, ordnet die Fakten ein und zeigt, wie Österreich verantwortungsvoll ins neue Jahr starten kann.
Silvester in Österreich: Warnung vor Böllern und Feuerwerk
Die Allianz aus Greenpeace, Rotem Kreuz und Bundesfeuerwehrverband richtet einen klaren Appell an Österreichs Städte und Gemeinden: weniger Risiko, mehr Rücksicht. Die Organisationen betonen, dass illegale und hochgefährliche Knallkörper die häufigste Ursache für schwere Verletzungen und Brände rund um die Silvesternacht sind. Gleichzeitig verschlechtern Rauch und Feinstaub die Luftqualität, was vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen belastet. Auch Haustiere und Wildtiere leiden unter dem plötzlichen, extrem lauten Knall. Der Appell: Verzichten, wenn möglich. Und wo gefeiert wird, bitte legal, kontrolliert und umsichtig.
Die Originalquelle der Warnung ist öffentlich zugänglich. Interessierte finden die Aussendung über die Austria Presse Agentur unter OTS: zur OTS-Meldung. Das von Greenpeace bereitgestellte Factsheet liefert zusätzliche Hintergrundmaterialien und Visualisierungen: zum Factsheet. Bildmaterial, frei für die redaktionelle Nutzung bei Nennung der Credits, ist hier abrufbar: zum Bildmaterial.
Was die Allianz sagt: Stimmen aus Praxis und Umweltschutz
Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner betont: »Unsere Städte und Gemeinden ersticken an Lärm und gefährlichen Rauchgase, sobald zu Silvester tausende Böller explodieren. Das belastet nicht nur viele Menschen und Tiere, sondern fordert die Einsatzkräfte jedes Jahr aufs Neue.«
Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes: »Wir behandeln Jahr für Jahr Menschen mit schweren Hand- oder Augenverletzungen und Hörschäden. Besonders schlimm sind illegale Böller, deren Sprengkraft oft weit über das hinausgeht, was privat verwendet werden darf. In finanziell schwierigen Zeiten wäre es sinnvoller, das Geld als Spende für Menschen in sozialen Notlagen einzusetzen.«
Robert Mayer, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, ergänzt: »Rund um die Silvesternacht haben Österreichs Feuerwehren in der Regel mehr Einsätze als an anderen Tagen. Dazu zählen auch jene, die im Zusammenhang mit der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen stehen. Schon ein kleiner Funke kann großen Schaden anrichten. Besonders gefährlich sind Knallkörper, deren Wirkung oft unterschätzt wird.«
Fachbegriffe einfach erklärt: damit jede und jeder mitreden kann
- Feinstaub (PM10/PM2,5): Feinstaub sind winzige Partikel in der Luft, die beim Abbrennen von Feuerwerk in großen Mengen freigesetzt werden. PM10 bezeichnet Partikel mit einem Durchmesser von bis zu 10 Mikrometern, PM2,5 bis 2,5 Mikrometern. Je kleiner die Partikel, desto tiefer können sie in die Atemwege eindringen. PM2,5 erreicht die Lungenbläschen und kann Entzündungen fördern. Die Belastung ist besonders kritisch für Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Asthma oder Bronchitis. Feinstaub entsteht kurzfristig in Spitzen und verteilt sich je nach Wetterlage nur langsam. In engen Straßenschluchten kann sich die Luft zusätzlich stauen.
- Pyrotechnik-Kategorien (z. B. F1, F2, F3): Pyrotechnische Artikel werden in der EU und in Österreich in Kategorien eingeteilt. F1 umfasst Kleinstfeuerwerk für den Innen- oder Wohnbereich mit sehr geringem Risiko, etwa Tischfeuerwerk. F2 steht für gängiges Kleinfeuerwerk im Freien, das zu Silvester von Erwachsenen verwendet werden darf, sofern die örtlichen Regeln das zulassen. Höhere Kategorien wie F3 oder F4 sind deutlich gefährlicher und sind ausgebildeten Personen vorbehalten. Die Einteilung soll Sicherheit und Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Wichtig ist: Auch erlaubte Artikel dürfen nur bestimmungsgemäß und nicht im Ortsgebiet ohne Genehmigung gezündet werden.
- Illegale Böller: Illegale Böller sind Knallkörper ohne geprüfte Kennzeichnung oder mit verbotener Sprengstoffmenge. Sie werden oft aus dem Ausland beschafft oder online angeboten. Ihr Problem ist nicht nur die Lautstärke, sondern vor allem die unberechenbare Sprengwirkung und die mangelnde Qualitätssicherung. Zündschnüre können zu kurz sein, die Ladung kann variieren, und das Material kann Splitter bilden. Dadurch steigt das Risiko für Handverletzungen, Augenverletzungen und Brände massiv. Illegale Böller unterliegen keinen Kontrollen und sind daher ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko.
- Knalltrauma: Ein Knalltrauma ist eine akute Schädigung des Gehörs durch sehr laute, kurze Schallereignisse. Es kann durch Böller in unmittelbarer Nähe ausgelöst werden. Typische Symptome sind Ohrgeräusche, Druckgefühl, Schmerzen und eine plötzliche Hörminderung. Die feinen Haarzellen im Innenohr reagieren empfindlich auf Impulslärm. Wird das Ohr direkt getroffen, kann es zu Rissen im Trommelfell kommen. Die Folgen reichen von vorübergehenden Beschwerden bis zu bleibenden Hörschäden. Ein Knalltrauma ist ein medizinischer Notfall, der rasch abgeklärt werden sollte.
- Lärmpegel und Dezibel (dB): Der Dezibelwert beschreibt die Lautstärke. Er steigt logarithmisch an, das heißt, eine Erhöhung um wenige dB kann als deutlich lauter empfunden werden. Silvesterknaller erzeugen extrem kurzzeitige Impulsspitzen. Nähe und Umgebung spielen eine große Rolle: In engen Höfen oder zwischen Fassaden reflektiert der Schall und wirkt stärker. Schutz ist schwierig, weil die Druckwelle überraschend kommt. Ohrenschutz kann helfen, ersetzt aber nicht den Abstand. Für Kinderohren sind plötzliche Knalle besonders belastend.
- Lasershow: Eine Lasershow ist eine visuelle Inszenierung aus gebündeltem Licht, oft kombiniert mit Musik und Nebel. Sie erzeugt starke Bilder ohne Explosionen und ohne Verbrennung von Pyrotechnik. Für die Bevölkerung entsteht kein Explosionsrisiko und deutlich weniger Lärm. Professionelle Anbieterinnen und Anbieter achten auf Sicherheitszonen, Blendungsgrenzen und den Umwelteinfluss. Moderne Systeme können präzise gesteuert werden, sodass beeindruckende Effekte entstehen, ohne, dass Feinstaub freigesetzt wird. Für sensible Bereiche wie Innenstadtplätze ist das eine attraktive Alternative.
Historische Entwicklung: Feuerwerk zwischen Tradition und Regulierung
Feuerwerk hat in Europa eine lange Tradition. Auch in Österreich gehört das bunte Leuchten am Himmel zum Jahreswechsel. Mit der Verfügbarkeit günstiger Massenware in den 1990er- und 2000er-Jahren stieg die Zahl privater Zündungen stark an. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein für Sicherheit, Lärm- und Luftbelastung. Der Gesetzgeber reagierte mit klareren Regeln, etwa durch das Pyrotechnikgesetz, das den Verkauf, die Kategorien und die Verwendung im öffentlichen Raum ordnet. Ein zentraler Punkt: Im Ortsgebiet gibt es in der Regel strenge Beschränkungen oder Verbote für das Zünden von Feuerwerk ohne ausdrückliche Bewilligung. Damit sollen Brände, Verletzungen und Konflikte mit Nachbarinnen und Nachbarn eingedämmt werden.
Parallel dazu begannen Städte, alternative Angebote zu fördern. Professionelle, zentral organisierte Shows fanden Zuspruch, bevor in manchen Gemeinden der Trend weiter in Richtung leiser Inszenierungen ging. In den vergangenen Jahren kamen kritische Aspekte stärker in den Fokus: die Luftqualität in der ersten Nacht des Jahres, gestresste Haustiere und Wildtiere, und die Belastung für Einsatzkräfte. Der gesellschaftliche Diskurs verschob sich somit weg vom reinen Spektakel hin zur Frage: Wie lässt sich Silvester so feiern, dass Menschen, Tiere und Umwelt möglichst wenig Schaden nehmen?
Vergleich: Regelungen und Debatten in Österreich, Deutschland und der Schweiz
In Österreich gilt: Die Nutzung von Feuerwerk im Ortsgebiet ist in der Regel untersagt, es sei denn, eine Behörde erteilt eine Ausnahme. Details und Kontrollen unterscheiden sich zwischen Städten und Gemeinden. Mehrere Kommunen erklären regelmäßig sensible Zonen oder empfehlen den Verzicht. So versuchen Verantwortliche, Konflikte in dicht bebauten Grätzeln zu mildern und Einsatzkräfte zu entlasten.
Deutschland kennt ebenfalls strenge Regeln, die vielerorts durch Städte konkretisiert werden. Viele Kommunen haben zum Jahreswechsel Feuerwerksverbotszonen in historischen Altstädten, in der Nähe von Kliniken oder in Bereichen mit erhöhter Brandlast ausgewiesen. Auch dort wird vermehrt über zentrale, professionelle Shows diskutiert. Parallel läuft eine gesellschaftliche Debatte über Tierwohl, Umweltbelastung und die Rolle des Handels.
In der Schweiz liegt viel Kompetenz bei den Gemeinden. Mancherorts sind Feuerwerke stark eingeschränkt, andere Regionen erlauben traditionelle Veranstaltungen, aber appellieren an Umsicht. Schweizer Städte setzen seit Jahren vermehrt auf Lichtinszenierungen und auf kommunale Events, die planbar, sicher und leiser sind als private Böllerorgien. Gemeinsam ist den drei Ländern: Der Trend geht in Richtung klarer Regeln, besserer Information und alternativer Formen des Feierns.
Konkrete Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger
Für die Bevölkerung bedeuten Böller und Feuerwerk drei große Risikobereiche: Gesundheit, Sicherheit und Zusammenleben. Gesundheitsrisiken zeigen sich bei Knallverletzungen, Verbrennungen und Reizungen der Atemwege. Wer direkt neben einem überraschenden Knall steht, kann ein Knalltrauma erleiden. Funken oder Fehlzündungen führen zu Brandwunden an Händen und im Gesicht. Menschen mit Asthma oder Bronchitis klagen nicht selten über Husten und Atemnot, weil die Luft kurzzeitig stark belastet ist.
Zur Sicherheit: Bereits ein kleiner Funke kann ein trockenes Adventgesteck, einen Balkon oder Vorhänge entzünden. In dicht bebauten Straßenzügen verteilt sich Feuer rasch über Fassaden, Blumenkästen und Geländer. Einsatzkräfte müssen dann unter Zeitdruck reagieren, während zeitgleich viele Notrufe eintreffen. Fehlwürfe in Innenhöfe, auf Dächer oder in Müllräume sind typische Unfallmuster in der Silvesternacht. Wer in Mehrparteienhäusern wohnt, sollte bedenken, dass Nachbarinnen und Nachbarn von Lärm und Rauch unmittelbar betroffen sind.
Das Zusammenleben leidet, wenn Konflikte zwischen Feiernden und Ruhebefürworterinnen eskalieren. Tiere im Haushalt verkriechen sich, verweigern Futter oder geraten in Panik. Spaziergänge mit Hunden werden zur Herausforderung, wenn unvermittelt in der Nähe geböllert wird. Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Angehörige erleben die Nacht oft als Belastungsprobe. All das sind Gründe, warum die Allianz den Verzicht empfiehlt und auf leise, organisierte Alternativen setzt.
Zahlen und Fakten: Was seriös feststeht
Die Allianz verweist darauf, dass die schwersten Verletzungen häufig durch illegale Böller entstehen. Das ist plausibel: Unbekannte Ladungen, fehlerhafte Zündschnüre und fehlende Prüfzeichen erhöhen das Risiko. Medizinische Literatur beschreibt, dass plötzliche Impulsgeräusche das Gehör akut schädigen können. Hinweise zu Lärm und Gesundheit stellt die Weltgesundheitsorganisation bereit, siehe die thematische Übersicht der WHO: WHO Noise. Die Luftqualität ist ein weiterer Faktor: Kurzfristige Spitzen an Feinstaub nach dem Jahreswechsel sind ein seit Jahren beschriebenes Phänomen in europäischen Städten. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt von Wind, Feuchtigkeit und Bebauung ab. Informationsseiten des Umweltbundesamtes geben regelmäßig Einblick in Luftschadstoffe und deren Bewertung: Umweltbundesamt.
Wichtig ist der zeitliche Kontext: Exakte Gesamtdaten zu Ereignissen eines kommenden Jahreswechsels liegen naturgemäß noch nicht vor. Behörden und Institutionen veröffentlichen Auswertungen erst nachträglich. Seriös ist deshalb, auf bekannte Muster hinzuweisen, ohne tagesgenaue Zahlen zu behaupten. Eine sichere Schlussfolgerung bleibt: Je weniger private Knallerei, desto geringer die Zahl der vermeidbaren Verletzungen und Brände – und desto niedriger die temporäre Belastung für Luft und Ohren.
Alternativen: Licht- und Lasershows, gemeinsames Feiern ohne Knall
Die drei Organisationen empfehlen ausdrücklich leise Alternativen. Professionelle Licht- oder Lasershows erzeugen starke Bilder, ohne dass Explosivstoffe verbrannt werden. Die Vorteile: kein Funkenflug, deutlich weniger Lärm und kein Feinstaub aus Pyrotechnik. Gemeinden können solche Inszenierungen zentral organisieren, Sicherheitszonen definieren und die Show so planen, dass sie für Familien, ältere Menschen sowie Haustierhalterinnen und Haustierhalter geeignet ist. Musikalische Begleitung schafft Feststimmung, ohne den Umgebungslärm zu treiben.
Im privaten Rahmen helfen einfache Mittel: Lichterketten, Projektionen an Hauswänden, gemeinsame Countdown-Momente oder Musikperformances im Hof. Wer dennoch nicht verzichten möchte, sollte nur geprüfte Produkte der passenden Kategorie verwenden, Abstand halten, Alkohol und Zündschnüre strikt trennen und Rücksicht auf Nachbarinnen und Nachbarn nehmen. Wichtig bleibt: Im Ortsgebiet gelten häufig Verbote oder Bewilligungspflichten. Es lohnt sich, vorab bei der Gemeinde nachzusehen.
Rechtlicher Rahmen in Grundzügen: Was erlaubt ist – und was nicht
Österreich regelt Verkauf und Verwendung von Pyrotechnik klar. Zentrale Bausteine sind die Einteilung in Kategorien, Altersgrenzen und die Beschränkung im Ortsgebiet. Ohne ausdrückliche Erlaubnis ist die Verwendung vieler Artikel innerhalb dichter Besiedelung untersagt. Außerdem gilt: Wer zündet, trägt Verantwortung. Das umfasst den Schutz Dritter, die sichere Handhabung und die Pflicht, Brände oder Verletzungen unverzüglich zu melden. Illegale Böller sind verboten. Erwerb, Besitz und Verwendung können Verwaltungs- oder Straffolgen nach sich ziehen. Zusätzlich können Gemeinden temporäre Verbotszonen festlegen, etwa in historischen Innenstädten oder nahe Spitälern. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft lokale Verordnungen und hält sich an zentrale, organisierte Veranstaltungen.
Praxis-Tipps für eine sichere Silvesternacht
- Abstand und Rücksicht: Abstand zu Menschen, Tieren, Gebäuden und brennbaren Materialien vergrößern. Kein Zünden in Innenhöfen oder unter Vordächern.
- Nur geprüfte Ware: Auf erkennbare Kennzeichnung achten. Keine improvisierten oder illegalen Böller verwenden. Unbekannte Ladeinhalte sind ein unkalkulierbares Risiko.
- Kein Alkohol am Zündschnur: Zünden und Trinken strikt trennen. Verantwortung an nüchterne Erwachsene delegieren.
- Schutz für Kinderohren: Kinder nicht in die Nähe von Zündplätzen lassen. Ohrschutz bereithalten und Rückzugsräume schaffen.
- Haustiere schützen: Vorab Rückzugsorte vorbereiten, Fenster schließen, vertraute Geräusche im Hintergrund laufen lassen. Frühzeitig den Spaziergang planen.
- Nachbarn informieren: Rücksicht zeigen, Konflikte vermeiden. Wer feiert, sollte wissen, wer rundherum Ruhe braucht.
Service: Notfallnummern und Verhalten im Ernstfall
- Feuerwehr: 122
- Rettung: 144
- Polizei: 133
- Europäischer Notruf: 112
Bei Verbrennungen die betroffene Stelle mit kühlem, sauberem Wasser spülen, groben Schmutz nicht entfernen und steriles Material verwenden, wenn vorhanden. Bei Verdacht auf Augenverletzung das Auge nicht reiben und rasch medizinische Hilfe suchen. Bei starken Ohrenschmerzen, Pfeifen oder Hörminderung nach einem Knall möglichst bald abklären lassen. In allen Fällen gilt: Sicherheit vor Eigengefährdung, Notruf wählen und klare Angaben zum Ort machen.
Zukunftsperspektive: Wie Österreich Silvester neu denken kann
Der Appell der Allianz klingt nach einem Kulturwandel: weg von unkontrollierter privater Knallerei, hin zu gemeinschaftlichen, leisen und professionell geplanten Feiern. Das hat mehrere Vorteile. Einsatzkräfte werden entlastet, weil weniger parallel stattfindende Kleinbrände und Verletzungen auftreten. Gemeinden können Umwelt- und Lärmbelastung besser steuern, indem sie ein zentrales Programm anbieten. Familien, ältere Menschen sowie Haustierhalterinnen und Haustierhalter fühlen sich sicherer. Für den Handel eröffnet sich zugleich ein Markt für nachhaltigere, leisere Produkte, ergänzende Lichttechnik und Services rund um Eventplanung.
In den kommenden Jahren wird entscheidend sein, wie Städte den Spagat zwischen Tradition und Sicherheit gestalten. Machbar sind kommunale Rahmenprogramme, klare Informationskampagnen über lokale Regeln, Kooperationen mit Eventprofis und Anreize für leise Alternativen. Schulen, Vereine und Initiativen können Aufklärung leisten, warum Gesundheitsschutz, Tierwohl und Luftqualität am Jahreswechsel wichtig sind. Zudem ist denkbar, dass Versicherungen und Hausverwaltungen stärker sensibilisieren, etwa mit Hinweisen zu Brandlasten auf Balkonen oder in Stiegenhäusern. So entsteht ein neues Verständnis: Silvester bleibt festlich, aber ohne vermeidbare Risiken.
Quellen und weiterführende Informationen
- OTS-Presseaussendung von Greenpeace, Rotem Kreuz und Bundesfeuerwehrverband: zur Quelle
- Greenpeace-Factsheet zu Feuerwerk: Factsheet
- Bildmaterial (redaktionell frei mit Credits): Download
- Österreichisches Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at
- Österreichischer Bundesfeuerwehrverband: www.bundesfeuerwehrverband.at
- Umweltbundesamt Österreich, Themenübersicht: www.umweltbundesamt.at
- Weltgesundheitsorganisation, Lärm-Themenseite: www.who.int
Fazit: Sicher, leise und gemeinsam ins neue Jahr
Greenpeace, das Österreichische Rote Kreuz und der Österreichische Bundesfeuerwehrverband senden eine klare Botschaft: Weniger Böller, weniger Risiko, mehr Sicherheit für alle. Wer zu Silvester feiern möchte, findet in Licht- und Lasershows eine moderne, leise und eindrucksvolle Alternative. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Gesundheit schützen, Brände verhindern, Tiere schonen und die Einsatzkräfte entlasten. Prüfen Sie lokale Regeln, informieren Sie Nachbarinnen und Nachbarn und planen Sie bewusst. Wenn Sie dennoch Pyrotechnik nutzen, dann nur legal, bestimmungsgemäß und mit Abstand. Oder Sie investieren, wie vorgeschlagen, den eingesparten Betrag in eine Spende für Menschen in Not. Weitere Informationen und Quellen finden Sie in den verlinkten Materialien. Wie möchten Sie heuer feiern: laut und riskant, oder leise, sicher und solidarisch?






