Julia Lessacher wurde am 26. Februar 2026 zur Bezirksvorsteherin von Mariahilf angelobt. Was ihr Start für Wien, Grätzl und Bürgerinnen und Bürger bedeutet. In Wien entscheidet oft die Bezirksebene, wie wir uns bewegen, einkaufen und unsere Freizeit verbringen. Genau dort beginnt nun in Mariahilf ein neues Kapitel. Am 26. Februar 2026 kam der offizielle Schritt: Die Angelobung durch Bürgermeister Michael Ludwig markiert den Übergang an der Spitze des 6. Bezirks. Hinter der nüchternen Formalität stehen große Erwartungen: mehr Begrünung, sichere Straßen, Beteiligung der Bevölkerung und konkrete Projekte von der Gumpendorfer Straße bis zur Corneliusgasse. Noch ist nicht alles entschieden, doch die Richtung ist klar: Der Bezirk will spürbar lebenswerter werden. Für die Wienerinnen und Wiener im 6. Bezirk – und darüber hinaus – ist das mehr als ein symbolischer Akt. Es ist die Frage, wie urbane Lebensqualität im Jahr 2026 praktisch gestaltet wird.
Angelobung und Agenda der Bezirksvorsteherin Mariahilf
Laut der offiziellen Mitteilung der Stadt Wien, veröffentlicht über die Quelle APA-OTS (Stadt Wien – Kommunikation und Medien), wurde Julia Lessacher am 26. Februar 2026 als neue Bezirksvorsteherin von Mariahilf angelobt. Sie folgt Markus Rumelhart, der nach elf Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Lessacher ist in der Bezirkspolitik seit Jahren fest verankert: Seit 2005 als Mitglied der Bezirksvertretung, seit 2020 als Stellvertreterin des Bezirksvorstehers, Vorsitzende der Bezirksvertretung und der Kommission für Planung, Entwicklung und Gestaltung. Der politische Fokus in Mariahilf bleibt auf konkreten Alltagsfragen: mehr Bäume und Schatten, verkehrsberuhigte und sichere Straßen, Aufwertung wichtiger Achsen wie der Gumpendorfer Straße, Verbesserungen rund um den Gürtel sowie Modernisierung von Sport- und Freiflächen. Zentraler Bestandteil ist die Einbindung der Bevölkerung über Gespräche und offene Sprechstunden. Das Klimateam-Projekt Klimahimmel in der Corneliusgasse wird realisiert, Ballspielplätze werden saniert. All das sind Bausteine, um den Bezirk klimafit und sozial ausgewogen weiterzuentwickeln.
Was wurde entschieden und warum es zählt
Mit der Angelobung ist die Führungsfrage geklärt – und damit die Verantwortlichkeit für zahllose Detailentscheidungen, die den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner prägen. In Wien sind die Bezirke wichtige Akteure für die Oberflächengestaltung des öffentlichen Raums, lokale Verkehrslösungen, Parkraumanordnung, Schulvorplätze, Plätze und Parkanlagen in ihrem Wirkungsbereich. Projekte wie die Aufwertung der Gumpendorfer Straße oder die Begrünung an Hitze-Hotspots können im 6. Bezirk relativ rasch spürbar werden, wenn Bezirk, Stadtverwaltung und Anrainerinnen und Anrainer an einem Strang ziehen. Der politische Wechsel ist somit mehr als Personalie: Er entscheidet mit darüber, wo Bäume gepflanzt, wie Kreuzungen sicherer gestaltet und welche Grätzl vernetzt werden.
Fachbegriffe erklärt
- Angelobung: Die Angelobung ist der formale Akt, mit dem eine Person ein öffentliches Amt übernimmt und auf die Rechtsordnung sowie pflichtgemäße Amtsführung verpflichtet wird. In Österreich ist sie ein rechtlich-symbolischer Moment: Er besiegelt, dass die Amtsinhaberin die Verantwortung übernimmt, Gesetze zu achten, Entscheidungen transparent zu treffen und dem Gemeinwohl zu dienen. Gerade auf Bezirksebene bedeutet das, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu handeln, Sitzungen zu leiten, Anträge umzusetzen und Projekte gemäß den Kompetenzen des Bezirks voranzubringen.
- Bezirksvorsteherin: Die Bezirksvorsteherin leitet einen Wiener Bezirk politisch und repräsentativ. Sie führt den Vorsitz in der Bezirksvertretung, koordiniert mit der Stadtverwaltung und vertritt die Anliegen des Bezirks gegenüber Magistratsdienststellen. Ihre Rolle ist nicht die einer Bürgermeisterin, sondern fokussiert auf den Bezirk: Verkehrsorganisation im Nahbereich, Oberflächengestaltung, Parkraum, kleine Infrastrukturmaßnahmen und Bürgerkontakte. In dieser Funktion ist sie Schnittstelle zwischen Bevölkerung, Politik und Verwaltung und sorgt dafür, dass Beschlüsse der Bezirksvertretung umgesetzt werden.
- Bezirksvertretung: Die Bezirksvertretung ist das gewählte Gremium eines Bezirks, vergleichbar mit einem lokalen Parlament. Sie beschließt Anträge, fasst Stellungnahmen und entscheidet in einem klar geregelten Rahmen über Anliegen wie Verkehrsorganisation im Wohnumfeld, Benennung von Verkehrsflächen, Gestaltung von kleinen Plätzen und Parks oder lokale Infrastrukturprioritäten. Die Bezirksvorsteherin führt den Vorsitz; die Bezirksvertretung arbeitet auf Basis des Wiener Stadtrechts und in Abstimmung mit den zuständigen Magistratsabteilungen.
- Bürgerbeteiligung: Bürgerbeteiligung bezeichnet Strukturen und Verfahren, durch die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in die Planung und Entscheidung eingebunden werden. Das reicht von Informationsabenden, Workshops, Online-Befragungen bis zu partizipativen Budgets. In Wien haben sich Formate etabliert, die Ideen aus der Bevölkerung sammeln, fachlich prüfen und zur Abstimmung stellen. Der Mehrwert: Höhere Akzeptanz von Projekten, lokales Wissen fließt ein und Konflikte werden früh sichtbar, bevor Pläne finalisiert sind.
- Grätzl: Ein Grätzl ist ein Wiener Ausdruck für ein überschaubares Wohnumfeld oder Viertel mit starker Nachbarschaftsprägung. Grätzl-Politik bedeutet, kleinräumig zu denken: Gehwege, Kreuzungen, Bänke, Bäume, Radabstellplätze, Spielbereiche, Gastronomie und Nahversorgung greifen ineinander. Wenn die Bezirksvorsteherin von lebendigen Grätzln spricht, meint sie funktionierende Alltagswege, kurze Distanzen, sichere Querungen und Orte zum Verweilen – Elemente, die die Lebensqualität unmittelbar beeinflussen.
- Raus aus Gas: Unter diesem Dach bündelt Wien Maßnahmen, um Heizungen mit fossilem Erdgas schrittweise zu ersetzen und die städtischen Klimaziele zu erreichen. Im Vordergrund stehen der Ausbau von Fernwärme, der Einsatz von Wärmepumpen und Gebäudesanierungen. Für bestehende Häuser bedeutet das oft eine komplexe Umstellung in Eigentümergemeinschaften. Der Bezirk unterstützt in seinem Kompetenzrahmen, etwa indem Oberflächenbau und Leitungsprojekte abgestimmt werden, um Baustellen effizient zu bündeln und Belastungen für Anrainerinnen und Anrainer zu reduzieren.
- Oberflächengestaltung: Darunter versteht man alle sichtbaren Baumaßnahmen im öffentlichen Raum: Gehsteige, Fahrbahnen, Querungen, Beleuchtung, Möblierung, Baumscheiben, Beete, Radabstellanlagen und Aufenthaltszonen. Für die Bevölkerung ist diese Ebene entscheidend, weil sie täglich erlebbar ist. Eine gelungene Oberflächengestaltung balanciert Sicherheit, Barrierefreiheit, Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität. Bezirke wirken hier über Planung, Prioritäten und Einbindung der zuständigen Magistratsabteilungen mit.
- Wiener Gürtel: Der Gürtel ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Wiens, die mehrere Bezirke verbindet. Er ist historisch ein Stadtraum mit hohem Verkehrsaufkommen, Linien des öffentlichen Verkehrs und vielfältigen Nutzungen. Verbesserungen rund um den Gürtel meinen meist mehr Sicherheit an Kreuzungen, Lärm- und Hitzeminderung, Begrünung und attraktive Wege für zu Fuß Gehende und Radfahrende. Für Mariahilf bedeutet das, Übergänge und Schnittstellen zum Umland des Bezirks neu zu denken.
- Gumpendorfer Straße: Diese Straße ist eine bedeutende Ost-West-Achse im 6. Bezirk mit Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und Alltagswegen. Ihre schrittweise Neugestaltung zielt auf sichere Querungen, mehr Schatten, bessere Aufenthaltsqualität und klare Führung für den Rad- und Fußverkehr. Weil es eine gewachsene Geschäftsstraße ist, braucht es sensible Planung: Zufahrt, Lieferlogistik, Parken, Haltezonen und Wege für Kinder und ältere Menschen müssen zusammenpassen.
- Klimateam: Das Klimateam der Stadt Wien ist ein Beteiligungsformat, bei dem Bürgerinnen und Bürger eigene Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte für ihr Grätzl einreichen, bewerten und zur Umsetzung wählen. Fachabteilungen prüfen Machbarkeit, Kosten und Wirkung; erfolgreiche Projekte werden umgesetzt. Der Klimahimmel in der Corneliusgasse ist ein Beispiel für ein solches Vorhaben: Kühle, begrünte und gestaltete Aufenthaltsorte, die Hitze abmildern und Begegnung fördern.
Historische Entwicklung der Bezirksvertretung in Wien
Wien ist seit langem zweistufig organisiert: Stadt und zugleich Bundesland, mit 23 Bezirken als politisch-administrative Einheiten. Die heutigen Bezirksvertretungen entwickelten sich im 19. und 20. Jahrhundert aus lokalen Gremien, die zunächst vor allem verwaltungsnahe Aufgaben hatten. Mit der modernen Wiener Verfassung und weiteren Reformen wurden Aufgaben präzisiert und Mitbestimmungsmöglichkeiten ausgebaut. Über die Jahrzehnte wuchs die Bedeutung der Bezirksebene als Übersetzerin zwischen Stadtweite und Nachbarschaft, zwischen Magistratsabteilungen und Menschen vor Ort. Besonders seit den 2000er-Jahren wird die Rolle der Bezirke bei der Oberflächengestaltung, Verkehrsorganisation im Nahbereich und der Prioritätensetzung im öffentlichen Raum sichtbarer. Begrünungsprogramme, Schutzwege, Zebrastreifen, Radabstellanlagen, Umgestaltungen von Plätzen – vieles davon passiert im Zusammenspiel von Bezirksvertretungen und städtischen Fachdienststellen. Mariahilf als innerstädtischer Bezirk hat in diesem Kontext eine Tradition der feinkörnigen Stadtentwicklung: kurze Wege, dichtes Netz an Nahversorgung, Kultur- und Bildungsangeboten, gemischte Nutzung. Die Bezirkspolitik musste hier stets Balance halten: zwischen Erreichbarkeit für den Handel, Ruhe für Wohnquartiere, sicheren Wegen für Kinder und ältere Menschen, und gleichzeitig attraktiven Orten für Gastronomie und Begegnung. Die nun angelobte Bezirksvorsteherin knüpft an diese Linie an, mit Schwerpunkten auf Klimaresilienz, Beteiligung und Verkehrssicherheit. Damit reiht sich ihr Programm in den längerfristigen Trend Wiens ein, hitzebeständige, barrierefreie und sozial durchmischte Quartiere zu stärken. Quellen und weiterführende Informationen zur Struktur der Bezirke finden sich auf wien.gv.at.
Vergleiche: Österreich, Deutschland, Schweiz
In Österreich ist Wien eine Besonderheit: Als Stadt und Land mit 23 Bezirken verfügen die Bezirksvertretungen über definierte Kompetenzen im Nahbereich. Andere Landeshauptstädte wie Linz, Salzburg oder Innsbruck sind kommunal organisiert, haben zwar Stadtteile, jedoch keine politisch gewählten Bezirksvertretungen mit vergleichbarer Rolle. Graz kennt Bezirke mit gewählten Bezirksgremien, doch die Kompetenzen unterscheiden sich und sind insgesamt anders verankert als in Wien. In Deutschland bietet Berlin einen näheren Vergleich: Dort gibt es Bezirksverordnetenversammlungen und Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister, die ähnlich wie in Wien lokal steuern, jedoch eingebettet in die Berliner Landesstruktur. Die Zuständigkeiten sind anders austariert, etwa bei Schulen, Soziales oder Straßen. In der Schweiz ist die Bezirksebene je nach Kanton und Stadt unterschiedlich ausgeprägt. In Zürich etwa spielen die Kreise politisch eine geringere Rolle als die Gesamtstadt; wichtige Weichenstellungen fallen im Gemeinderat und Stadtrat. Quartiervereine wirken dennoch stark partizipativ. Aus diesen Vergleichen wird deutlich: Die Wiener Bezirksvorsteherin Mariahilf agiert in einem System, das lokale Gestaltungskräfte bewusst stärkt – ein Vorteil, wenn es um konkrete, alltagsnahe Verbesserungen geht, die rasch spürbar sein sollen.
Konkreter Bürgerinnen- und Bürger-Impact in Mariahilf
Was bedeutet der Start der Bezirksvorsteherin Mariahilf im Alltag? Erstens: Beteiligung. Geplante offene Sprechstunden und Gespräche bieten eine niedrigschwellige Möglichkeit, Anliegen zu deponieren – von fehlenden Zebrastreifen bis zu Lärm-Hotspots. Wer etwa als Elternteil einen unsicheren Übergang zum Kindergarten erlebt, kann das direkt adressieren. Zweitens: Klimaanpassung. Mehr Bäume, entsiegelte Flächen, helle Beläge und Wasserelemente schaffen an Hitzetagen spürbare Abkühlung. Bewohnerinnen und Bewohner bemerken das durch mehr Schatten, kühlere Gehwege und angenehmere Aufenthaltsorte. Drittens: Verkehrssicherheit. Entschärfte Kreuzungen, breitere Gehsteige an engen Stellen, klare Radführungen und bessere Sichtbeziehungen reduzieren Konflikte. Das kommt älteren Menschen, Kindern, Lieferdiensten und allen, die zu Fuß unterwegs sind, zugute. Viertens: Sport und Freizeit. Die Sanierung von Ballspielplätzen bedeutet belastbare Beläge, bessere Beleuchtung und Aufenthaltsqualität – wichtig für Jugendliche und Vereine, die wohnortnah aktiv sein wollen. Fünftens: Koordination von Baustellen. Im Rahmen von Raus aus Gas kann es zu Leitungsarbeiten kommen; wenn Bezirk und Stadt diese mit Oberflächengestaltungen verbinden, verkürzen sich Bauphasen, und Anwohnerinnen und Anwohner werden nicht mehrfach hintereinander belastet. Sechstens: Wirtschaft und Nahversorgung. Aufgewertete Straßenräume wie die Gumpendorfer Straße profitieren von klaren Lieferzonen, sicheren Querungen und besserer Aufenthaltsqualität, was Kundinnen und Kunden anzieht und das lokale Gewerbe stärkt. Diese Maßnahmen greifen ineinander: Ein attraktiver Straßenraum ist sicher, klimaresilient und wirtschaftlich lebendig – und genau hier setzt die Bezirksvorsteherin Mariahilf an.
Zahlen, Fakten und Einordnung
- Amtswechsel: Nach elf Jahren an der Spitze von Mariahilf trat Markus Rumelhart aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die Amtszeit verdeutlicht, dass Stabilität und Kontinuität in der Bezirkspolitik hohe Bedeutung haben. Mit der Übergabe eröffnet sich ein neues Kapitel, das Bewährtes sichern und Neues ermöglichen soll.
- Erfahrung: Julia Lessacher ist seit 2005 in der Bezirksvertretung tätig und seit 2020 stellvertretende Bezirksvorsteherin sowie Vorsitzende zentraler Gremien. Diese lange Praxis ist in einem dichten, innerstädtischen Bezirk ein wesentlicher Faktor: Wer Abläufe, Ansprechstellen und lokale Besonderheiten kennt, kann Projekte oft schneller in die Umsetzung bringen.
- System Wien: Wien besteht aus 23 Bezirken. Die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher repräsentieren ihren Bezirk, leiten die Bezirksvertretung und wirken bei der Oberflächengestaltung sowie lokalem Verkehrsmanagement mit. Größere Infrastruktur und Rechtssetzung liegen auf Stadt- oder Landesebene. Diese Aufgabenteilung ermöglicht alltagsnahe Lösungen vor Ort und übergeordnete Strategien für die Gesamtstadt.
- Klima und Energie: Wien verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Der Ausstieg aus Gasheizungen ist ein zentraler Baustein. Das hat Folgen für Straßenräume, weil Leitungsbau und Oberflächengestaltung zusammen gedacht werden müssen. Informationen zur Klimastrategie bietet die Stadt auf wien.gv.at/klima.
- Partizipation: Das Klimateam Wien bündelt Beteiligung für Klimaprojekte. Ideen werden eingereicht, geprüft und von der Bevölkerung priorisiert. Details finden sich unter klimateam.wien.gv.at. Der Klimahimmel in der Corneliusgasse ist ein konkretes, zur Umsetzung vorgesehenes Projekt im 6. Bezirk.
Einordnung: Die genannten Fakten illustrieren einen Trend: Bezirke sind Hebel für die Feinabstimmung der Transformation – sei es Klimaschutz, Verkehrssicherheit oder Aufenthaltsqualität. Aus elf Jahren Kontinuität folgt nun ein erfahrener Neustart. Dass die Bezirksvorsteherin Mariahilf explizit Beteiligung und pragmatische Lösungen betont, passt zum Wiener Ansatz, große Ziele durch kleine, gut koordinierte Schritte im Grätzl zu realisieren.
Zukunftsperspektive: Was in den nächsten 12–24 Monaten wichtig wird
Entscheidend wird die Abfolge: Projekte müssen priorisiert, Planungen geschärft und mit der Bevölkerung gespiegelt werden. Für die Gumpendorfer Straße spricht vieles für eine etappenweise Realisierung, damit Handel und Anrainerinnen und Anrainer planbar durch die Bauzeit kommen. Rund um den Gürtel wird es um sichere Übergänge, Hitzereduktion und lärmarme Zonen gehen – kleine Maßnahmen wie zusätzliche Bäume, neue Querungen oder bessere Beleuchtung können hier bereits große Wirkung entfalten. Beim Programm Raus aus Gas ist die Koordination zwischen Leitungsbau und Oberflächengestaltung ein Effizienzschlüssel: Wenn Gräben nur einmal geöffnet werden, spart das Zeit, Geld und Nerven. Beteiligung ist kein Add-on, sondern beschleunigt oft die Umsetzung: Wer früh informiert und Alternativen prüft, vermeidet teure Planänderungen. Das Klimateam-Projekt Klimahimmel kann zum Prototyp werden, wie partizipative Ideen in der Dichte der Innerstadt funktionieren. Für die Bezirksvorsteherin Mariahilf wird zudem wichtig sein, soziale Aspekte mitzudenken: Wo entstehen kühle Aufenthaltsorte für ältere Menschen? Wie bleiben Wege zur Schule für Kinder sicher? Wie profitieren Personen mit Mobilitätseinschränkungen von barrierefreien Querungen? Wenn diese Perspektiven konsequent integriert werden, steigen Akzeptanz und Qualität – und Mariahilf kann als innerstädtisches Labor zeigen, wie Wien seine Klimaziele mit hoher Lebensqualität verbindet.
So geht es jetzt weiter
Die wichtigsten Punkte: Die Bezirksvorsteherin Mariahilf ist angelobt, die Erfahrung ist vorhanden, die Schwerpunkte sind gesetzt – Begrünung, sichere Straßen, Beteiligung und die Umsetzung konkreter Projekte von der Gumpendorfer Straße bis zur Corneliusgasse. Für die Bevölkerung zählt der nächste Schritt: mitreden, Hinweise geben, an Sprechstunden teilnehmen und die Planungen aktiv begleiten. Wer sich informieren will, findet offizielle Hinweise auf wien.gv.at/bezirke/mariahilf und zur Bezirkspolitik allgemein auf wien.gv.at/bezirke. Die Originalaussendung zur Angelobung steht unter ots.at. Offen bleibt die spannende Frage an die Leserinnen und Leser: Welche Stelle im Grätzl soll als Nächstes verbessert werden – und wie kann die Bezirksvorsteherin Mariahilf diese Idee gemeinsam mit Ihnen rasch, fair und nachhaltig realisieren?
Quellen und weiterführende Informationen
- Stadt Wien – Kommunikation und Medien: APA-OTS zur Angelobung, 26.02.2026, Link: ots.at
- Stadt Wien, Informationen zu Bezirken und Zuständigkeiten: wien.gv.at/bezirke
- Stadt Wien, Klimainformationen und Strategien: wien.gv.at/klima
- Klimateam Wien: klimateam.wien.gv.at






