ÖH Uni Innsbruck: Studierendengelder sind kein Selbstbedienungsladen für die IVB

Innsbruck/Tirol (OTO) – Die ÖH Uni Innsbruck (Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft an der
Universität Innsbruck) zeigt sich zutiefst enttäuscht – nicht nur
über das Verhalten der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), sondern
auch über die Untätigkeit der Stadt Innsbruck. Wer sich als
Studierendenstadt vermarktet, darf nicht tatenlos zusehen, wenn
zentrale Angebote für Studierende ausgehöhlt werden.

Seit Monaten blockiert die IVB jede nachhaltige Lösung zur
Fortführung der erfolgreichen Stadtradaktion, einem von der ÖH Uni
Innsbruck finanzierten Projekt, das nachhaltige Mobilität für
tausende Studierende leistbar gemacht hat.

Seit 2022 ermöglicht die von der ÖH Uni Innsbruck getragene
Kooperation Studierenden eine wichtige und leistbare Form der
Mobilität: das Stadtrad für 30 Minuten gratis zu nutzen. Dieses
Angebot ist nicht nur praktisch, sondern auch ein konkreter Beitrag
zu nachhaltiger und sozial gerechter Mobilität in Innsbruck.

Was als leistbare und nachhaltige Mobilitätslösung begonnen hat,
droht jetzt an astronomischen Preisvorstellungen der IVB und
fehlender politischer Verantwortung der Stadt Innsbruck zu scheitern.
Seit Projektbeginn hat sich der Preis verfünffacht. Heute fordert die
IVB über 120.000 Ꞓ pro Jahr.

Für die ÖH Uni Innsbruck ist klar: „Studierende sind kein
wandelnder Geldautomat, den man nach Belieben abzapfen kann“, so ÖH-
Vorsitzender Julian Herb. Kritisch sieht die ÖH Uni Innsbruck dabei
auch die Rolle der Stadt Innsbruck: „Wer sich als Studierendenstadt
inszeniert, muss auch Verantwortung übernehmen. Wegschauen ist keine
Option, wenn ein zentrales Mobilitätsangebot für junge Menschen vor
dem Aus steht“, so das Vorsitzteam.

Angesichts steigender Mieten, Inflation und wachsender
Lebenshaltungskosten wäre das Ende der Stadtradaktion ein massiver
Rückschritt. „Wer nachhaltige Mobilität zu einem Luxusgut macht, hat
den Zeitgeist verpasst und die Bedürfnisse einer ganzen Generation
missverstanden“, warnt 2. stv. ÖH-Vorsitzende Anna Schramm.

Eine echte Studierendenstadt zeigt sich nicht in Worten, sondern
im Handeln.

Deshalb haben wir eine Petition gestartet!