JUNOS ad Korosec: Antrittsalter erhöhen – Entscheidung darüber nicht auf 2030 vertagen

Wien (OTS) – Die JUNOS begrüßen, dass Seniorenbund-Chefin Ingrid
Korosec nun die
notwendige Debatte über ein höheres Pensionsantrittsalter anstößt.

„Frau Korosec spricht aus, was Expertinnen und Experten seit
Jahren sagen und wir seit Jahren fordern. Wenn wir immer länger
leben, müssen wir im Durchschnitt auch länger arbeiten. Das ist
ökonomisch notwendig und generationengerecht“, so JUNOS-
Bundesvorsitzende Sophie Wotschke.

Mittlerweile fließt mehr als jeder vierte Euro in den
Pensionsbereich. „Das geht sich so einfach nicht mehr aus“, so
Wotschke. Bereits heute sei absehbar, dass der Zielpfad des
Nachhaltigkeitsmechanismus ohne weitere Reformen verfehlt werde.
Ingrid Korosec spreche davon, dass sich die Regierung im Jahr 2030
damit auseinandersetzen solle. „Das wäre ein weiteres Verschieben.
Wir müssen endlich eine Entscheidung treffen – die Fakten liegen seit
Jahrzehnten auf dem Tisch.“

Dass die steigende Lebenserwartung und der demografische Wandel
Anpassungen notwendig machen, werde von Expertinnen und Experten seit
Jahren betont. „Wir brauchen einen echten Pensionsautomatismus. Das
Pensionsantrittsalter, die erforderlichen Versicherungszeiten sowie
Zu- und Abschläge müssen transparent an Demografie, Lebenserwartung
und wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt werden“, betont Wotschke.

In zahlreichen anderen Ländern bestehe über solche Mechanismen
längst ein breiter Konsens.

„In Österreich herrscht dagegen immer noch Pensionspopulismus.
Milliarden aus dem Budget müssen Jahr für Jahr zugeschossen werden,
während manche die nötigen Reformen weiter verzögern. Es müssen sich
nun alle bewegen. Ingrid Korosec muss auch intern Druck machen,
ansonsten zahlt die junge Generation die Rechnung für die politische
Untätigkeit“, so Wotschke abschließend.