Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Österreich hat
11 Jacken der
“Iconic Puffer”-Linie von C&A in einem unabhängigen Labor auf PFAS-
Gifte untersuchen lassen. Die Ergebnisse sind erschreckend: 9 von 11
Jacken enthielten PFAS-Gifte, darunter auch eine Jacke für Kinder.
Bei drei Jacken lag die PFAS-Belastung deutlich über dem gültigen
gesetzlichen Grenzwert. Eine Herren-Steppjacke überschritt den
Grenzwert sogar um das 16-fache. Diese Jacken dürfen in der EU daher
nicht verkauft werden. Greenpeace hat die Ergebnisse an die
zuständigen Behörden übergeben und fordert einen Rückruf der
betroffenen Jacken.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: “Es ist
schockierend, dass mehrere C&A-Jacken so stark mit verbotenen PFAS-
Giften belastet sind. Konsumentinnen und Konsumenten müssen darauf
vertrauen können, dass sämtliche Kleidung keine gefährlichen
Chemikalien enthält und gesetzliche Standards eingehalten werden.
Leider müssen wir davon ausgehen, dass noch weitere Jacken dieser
Linie von C&A betroffen sind. Die betroffenen Produkte müssen sofort
zurückgerufen und den Kundinnen und Kunden ihr Geld vollständig
erstattet werden.”
Bei den PFAS-Giften in den Jacken handelt es sich um 6:2-FTOH, 8:2-
FTOH und 10:2-FTOH. Die Chemikalien gelten als besonders gefährlich
und sind in der EU seit 2023 (bzw. 6:2-FTOH ab Oktober 2026) stark
eingeschränkt. So kann sich etwa 8:2-FTOH zu dem krebserregenden
Stoff PFOA abbauen. Besonders brisant ist das Ergebnis auch deshalb,
weil C&A die „Iconic Puffer Jacken“ im Herbst und Winter mit einer
der auffälligsten Werbekampagnen des Jahres beworben hat. Dazu
zählten Vorführungen in Wien, München und Amsterdam, Live-Events,
mobile Installationen, Influencer:innen-Beiträge sowie breite Werbung
auf Social Media. Entsprechend viele der potenziell belasteten Jacken
dürfte C&A verkauft haben.
PFAS sind extrem langlebige Chemikalien, die sich über Wasser, Luft
und Nahrung weltweit verbreiten. Einige dieser Stoffe reichern sich
im Körper an, schädigen Organe und das Immunsystem und gelten als
potenziell oder eindeutig krebserregend. Deshalb sind mehrere PFAS in
der EU bereits verboten oder streng geregelt. Rund ein Drittel aller
PFAS-Polymere wird in der Textil- und Bekleidungsindustrie
eingesetzt.
Greenpeace fordert einen raschen Rückruf der betroffenen Produkte
sowie wirksamere Kontrollen und strengere Vorgaben, damit PFAS-Gifte
endgültig aus der Textilproduktion verschwinden. Außerdem fordert
Greenpeace, dass Konsumentinnen und Konsumenten die betroffenen
Jacken auch ohne Kassenbeleg in jeder C&A-Filiale zurückgeben können
und den Kaufpreis unkompliziert zurückerstattet bekommen.
Die Ergebnisse im Detail finden Sie unter: https://act.gp/CA-Test-
PFAS
Bild-, Grafik- und Audiomaterial finden Sie unter:
https://act.gp/3LKbGI9
Unter Angabe der vermerkten Credits steht das Bildmaterial zur
redaktionellen Nutzung kostenlos zur Verfügung.





