Das war der 126. Concordia Ball

Wien (OTS) – Wiens schönster Sommerball hat am Freitagabend wieder
ein starkes und
selbstbewusstes Zeichen für den freien Journalismus und
gesellschaftlichen Dialog gesetzt. Als analoger Kontrapunkt zum
digitalen Dauerrauschen lud der 126. Concordia Ball zu einer Nacht
voller musikalischer Höhepunkte, beschwingter Tanzfreude und
lebendiger Balltradition im strahlenden Glanz des Wiener Rathauses.

„Unabhängiger Journalismus ist leider keine
Selbstverständlichkeit. Aber er ist die unumstößliche Grundlage für
eine funktionierende Demokratie“, betonte Petra Stuiber,
Vizepräsidentin des Presseclub Concordia und stellvertretende
Chefredakteurin von Der Standard. „In der digitalen Informationsflut,
in der nicht immer klar zwischen Fakt und Fake unterschieden wird,
ist es wichtiger denn je, für Pressefreiheit und unabhängigen
Journalismus einzustehen. Am Concordia Ball wird dieses zentrale
Element unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens sichtbar gemacht
und gefeiert.“

„Der Concordia Ball pflegt seit 163 Jahren die Tradition und
steht gleichzeitig für liberale demokratische Werte. Es ist der
perfekte Rahmen, um unterschiedliche Perspektiven und Positionen
zusammenzubringen und eine vielfältige Dialog- und Diskussionskultur
zu feiern“, so Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub
Concordia.

Seit seiner Gründung im Jahr 1863 ist der Ball eine
Benefizveranstaltung, deren Einnahmen die Arbeit der Concordia für
den freien Journalismus unterstützen. Auch heuer kommen sie dem
Rechtsdienst Journalismus zugute, der Journalist:innen juristisch
unterstützt, damit sie sich auf ihren Auftrag konzentrieren können:
Die Vermittlung und Einordnung von korrekten, kritischen und
glaubwürdigen Informationen als Grundlage der demokratischen Debatte.

Traditionell kommentieren die Ballspenden des Concordia Balls –
viele davon heute begehrte Sammlerstücke – das Zeitgeschehen. Heuer
wurde diese Tradition gemeinsam mit dem Satiremedium Die Tagespresse
fortgeführt: Mit Witz, Schärfe und analytischem Blick hält das
Onlinemedium der Gegenwart einen Spiegel vor. „In Zeiten von KI-Fakes
und Propaganda erinnert uns Satirejournalismus daran, wie wichtig
kritisches Denken, Medienkompetenz und der offene gesellschaftliche
Austausch sind – Werte, die auch der Presseclub Concordia vertritt,“
so Daniela Kraus über die diesjährige Ballspende, hochwertig und
nachhaltig gedruckt von der Gutenberg Werbering GmbH.

Künstlerische Statements für den gesellschaftlichen Diskurs

Die Wiener Künstlerin Simone Bernert gestaltete wieder den
handgefertigten Kopfschmuck der Debütantinnen als Beitrag zum
analogen Diskurs: Die Motive, fantasievolle Tiermischwesen,
entstanden mit Unterstützung von KI und wurden dann von der
Künstlerin weiterentwickelt und mit zutiefst menschlichen Begriffen
wie „Fantasie“, „Empathie“ oder „Humor“ kontrastiert. Sie sollen
daran erinnern, dass Technologie kreative Prozesse ergänzen, aber
Fantasie und Lebendigkeit nicht ersetzen kann.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend zu erleben, mit wie
viel Offenheit, Tanzbegeisterung und Wertschätzung für die Anliegen
der Concordia unsere Gäste den Abend mittragen. Genau diese Vielfalt
hat die Ballnacht wieder zu etwas ganz Besonderem gemacht“, zeigt
sich Ballmeisterin Deborah Grumberg mit der Ballnacht sichtlich
zufrieden.

Eröffnet wurde der 126. Concordia Ball im Festsaal des Rathauses
ganz im Zeichen der Wiener Balltradition: Das Komitee der Jungdamen
und Jungherren tanzte zum „Accelerationen-Walzer“ von Johann Strauss
(Sohn). Für die choreografische Umsetzung zeichneten sich erneut die
Tanzmeister:innen Chris Lachmuth und Sonja Hofstätter verantwortlich.
Moderiert wurde die Eröffnungs-Zeremonie von ORF III-Chefredakteurin
Lou Lorenz-Dittlbacher

Auch die Wiener Comedian Harmonists präsentierten mit ihrer
Eröffnungseinlage ein Musikstück von Johann Strauss (Sohn): Mit
seinem einer utopischen Maschine gewidmeten „Perpetuum mobile“ schuf
der Wiener Komponist einen genialen musikalischen Scherz, der mit der
Idee eines ewig laufenden Musikstücks spielt. Offiziell eröffnet
wurde der Ball schließlich mit dem „Morgenblätter-Walzer“, den
Strauss wie viele seiner Widmungswerke für den Concordia Ball
komponiert und dort auch uraufgeführt hatte.

Zu den Gästen des Concordia Balles 2026 zählten die
Vizebürgermeisterinnen der Stadt Wien Barbara Novak und Bettina
Emmerling, Botschafter Jan Braathu (OSZE-Beauftragter für
Medienfreiheit), Anna Thalhammer (Chefredakteurin Profil), Heribert
Prantl (Süddeutsche Zeitung), Stefan Apfl (Digitalverleger
Hashtag.jetzt), Ingrid Brodnig (Digitalexpertin, Journalistin und
Autorin), Edgar Weinzettl (Landesdirektor des ORF Wien), Meret
Baumann (NZZ-Korrenspondentin und Präsidentin des Verbands der
Auslandspresse), Walter Hämmerle (Kleine Zeitung) die Künstler:innen
Alma Deutscher, Doron Rabinovici, Simone Bernert, Robert Menasse und
Harald Sicheritz. Aus der Concordia waren neben Generalsekretärin
Daniela Kraus und den Präsidiums-Mitgliedern Petra Stuiber (stv.
Chefredakteurin Der Standard), Katharina Schell (stv. Chefredakteurin
APA), Helmut Spudich (everythingmedia.eu) und Wolfgang Sablatnig (
Präsident des Presserats und Korrespondent Tiroler Tageszeitung) auch
die Vorstandsmitglieder Dieter Bornemann (ORF Redaktionssprecher),
Eva Linsinger (Sendungsverantwortliche ORF-Magazin Report) und
Florian Skrabal (Dossier Herausgeber und Geschäftsführer) vertreten.

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