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Anas Schakfeh Preis 2026 im Wiener Rathaus verliehen

Wien (OTS) – Im Festsaal des Wiener Rathauses verlieh die
Gemeinnützige
Privatstiftung Anas Schakfeh (GPAS) am Montag, dem 21. September
2026, zum zweiten Mal den Anas Schakfeh Preis. Unter der
Schirmherrschaft von Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael
Ludwig, der beim Festakt von Landtagsabgeordnetem und Gemeinderat
Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi vertreten wurde, wurden Dr. Michael Häupl,
Dr.in Maria Katharina Moser und MMag.a Maria Mayrhofer ausgezeichnet.
Der Sonderpreis für ein Lebenswerk ging posthum an Prof. Heinz
Nußbaumer.

Mit der Auszeichnung würdigt die GPAS alle zwei Jahre
Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte,
Demokratie, Gleichheit und das friedliche Zusammenleben einsetzen.

In der Kategorie „Verdienste um den Islam und die Partizipation
von Musliminnen und Muslimen in Österreich und Europa“ wurde der
Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann a. D. Dr. Michael Häupl
ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi, der Häupls
jahrzehntelangen Einsatz für die muslimische Community Wiens
würdigte, von der Einrichtung eines islamischen Friedhofs bis zur
Öffnung des Wiener Rathauses für den interreligiösen Dialog. In
seiner Dankesrede sagte Häupl: „Wien war immer eine Stadt der
Brücken, nicht der Mauern. Der Islam ist längst ein Teil dieser
Stadt, so wie der Stephansdom, die Donau und der Wiener Schmäh.“

In der Kategorie „Verdienste um Frauenförderung und deren
Beteiligung an der Gesellschaft“ wurde Dr.in Maria Katharina Moser,
Direktorin der Diakonie Österreich, ausgezeichnet. Die Laudatio hielt
Mag.a Nina Horaczek, Chefreporterin des FALTER. Mit einer
Videobotschaft aus New York überraschte Österreichs “First Volunteer”
Mag.a Doris Schmidauer die Preisträgerin sowie die anwesenden Gäste.
Das Preisgeld wird Moser als Wertschätzung an ein Projekt des
Diakonie Flüchtlingsdienstes für Frauen mit Migrations- und
Armutserfahrung weitergeben.

In der Kategorie „Verdienste im Bereich der Menschenrechte, der
Demokratie und der Förderung der Rechtsstaatlichkeit“ wurde MMag.a
Maria Mayrhofer, Gründerin und Co-Geschäftsführerin der
zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation #aufstehn,
ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Mag.a Anne Wiederhold, Mitgründerin
der Brunnenpassage Wien: „Demokratie ist mehr als Wahlen. Und was wir
bis dahin tun, entscheidet über unsere Zukunft. Demokratie sind wir
alle.“

Prof. Heinz Nußbaumer (1943–2025), langjähriger Journalist und
Mitinitiator der Plattform Christen und Muslime wurde posthum mit
einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Univ.-Prof. DDr. Paul
Michael Zulehner würdigte in seiner Begründung Nußbaumers Beitrag zum
Brückenbau zwischen den Religionen. Die Dankesrede hielt Carla Amina
Baghajati, Leiterin des Schulamtes der Islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich. Das mit dem Sonderpreis
verbundene Preisgeld kommt der Initiativgruppe Alpbach Wien zugute.

In seiner Eröffnungsrede betonte Prof. Dr. Harald Meixner,
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der GPAS, die bleibende
Bedeutung des Wirkens von Anas Schakfeh für den gesellschaftlichen
Zusammenhalt in Österreich. Mag. Wolfgang Sobotka,
Nationalratspräsident und Innenminister a. D. und Schirmherr der
ersten Preisverleihung 2024, gratulierte den diesjährigen
Preisträgerinnen und Preisträgern und unterstrich das Engagement der
Ausgezeichneten, die „ in einer Zeit der Polarisierung weiterhin ihre
Gespräche aufrechterhalten, die Wissenschaft stärken und Vertrauen
zwischen Menschen schaffen, die einander sonst kaum begegnen würden.

Die Preisverleihung fand im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten
aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur statt.

Fotos von der Veranstaltung, die Pressemappe mit allen Ansprachen
sowie weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:
www.gpas.at/anas-schakfeh-preis-2026