Wohnen

Herbst der Ergebnisse wird zum Herbst der Kürzungen!

Wien (OTS) – Die Bundesregierung hat das Budget der Universitäten für
die Jahre
2028 bis 2030 in Höhe von 16 Mrd. Euro bekanntgegeben. Nach
Einschätzungen der Universitätenkonferenz wären jedoch mindestens 18
Mrd. Euro notwendig, um allein die Kosten durch die Inflation
auszugleichen. Somit droht den Unis eine große Unterfinanzierung.
“Diese Regierung kürzt bei unserer Bildung und setzt damit unsere
Zukunft aufs Spiel. Sie spricht von Innovation, Exzellenz und einem
starken Wissenschaftsstandort, während sie genau die Strukturen
kaputtspart, die all das überhaupt erst möglich machen!”, kritisiert
Pia Aste, die Vorsitzende der ÖH Uni Wien.

Genau deswegen gehen wir heute auf die Straße: Wir stehen laut
und solidarisch gegen diese Kürzungspolitik ein. Wir lassen unsere
Bildung nicht kaputtsparen!

Für uns als ÖH Uni Wien ist klar: Diese Finanzierungslücke ist
weit mehr als eine Zahl auf dem Papier. Sie wirkt sich unmittelbar
auf uns Studierende aus – etwa durch verschlechterte
Studienbedingungen mit überfüllten Hörsälen, Engpässen bei
Lehrveranstaltungen und langen Wartezeiten für Betreuungsplätze.
Dringende Investitionen werden aufgeschoben und Arbeitsbedingungen in
Lehre und Forschung verschlechtern sich. Dazu Julia Barnay, aus dem
ÖH Uni Wien Vositzteam: “Wir sind nicht dafür verantwortlich, die
Kürzungen dieser Regierung auszugleichen. Und wir sind ganz sicher
nicht dazu da, die Prestigeziele der Universität aus unseren ohnehin
knappen Geldbörsen zu finanzieren, während unsere Rektor_innen
Spitzengehälter im sechsstelligen Bereich erhalten.” Universitäten
sind aber nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sie hinterfragen
gesellschaftliche Entwicklungen, analysieren politische
Entscheidungen und bieten neue Perspektiven. Kürzungen treffen also
nicht nur individuelle Bildungschancen, sondern auch den
gesellschaftlichen Fortschritt und einen wichtigen Teil unserer
Demokratie.

Die ÖH Uni Wien fordert eine nachhaltige Finanzierung unserer
Hochschulen und eine gerechtere Verteilung der finanziellen
Verantwortung. Statt das Budget bei jenen zu suchen, die ohnehin
schon unter prekären Verhältnissen leben, braucht es in Österreich
eine Besteuerung von großen Vermögen und Erbschaften.

Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!