Wien (OTS) – Der Auftakt der Verhandlungen zu einem neuen
Kollektivvertrag
zwischen dem Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und
Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ) und der Gewerkschaft GPA heute, Montag, stand ganz im Zeichen
des Austausches von Erwartungen und Forderungen.
Die Arbeitgeberseite hat ein Angebot von 2 Prozent Erhöhung auf
den Mindestlohn und 1,2 Prozent für die Ist-Gehaltssumme gemacht.
Damit liegt man im Rahmen anderer Branchenabschlüsse. Die
Gewerkschaft fordert die Erhöhung von Mindestlohn und Ist-Gesamtsumme
um 3,9 Prozent.
Martin Zandonella, Arbeitgeber-Verhandlungsleiter im WKÖ-
Fachverband UBIT, spricht sich in einem ersten Statement für Augenmaß
aus: „In den Verhandlungen müssen die bestehenden wirtschaftlichen
Unsicherheiten, die es gerade in unserer Branche gibt, jedenfalls
Berücksichtigung finden”, fordert er. „Steigende Umsatzzahlen sind
kein belastbarer Indikator für die wirtschaftliche Situation einer
Branche, die mit enormen Kostensteigerungen – etwa bei Hardware,
Lizenzkosten und Strom – konfrontiert ist.“ Die reale
Bruttowertschöpfung liege im Bereich Information und Kommunikation
bei 1 Prozent und damit nur 0,1 Prozentpunkte über dem
österreichischen Durchschnitt, so UBIT-Zandonella. (PWK555/JHR)