Wohnen

Energiehandel: „Absolut falscher Zeitpunkt, um Treibstoffe und Heizöl künstlich weiter zu verteuern“

Wien (OTS) – Der Fachverband Energiehandel in der Wirtschaftskammer
Österreich (
WKÖ) warnt vor weitreichenden Folgen des geplanten Klimagesetzes, das
nun in Begutachtung geht und erhebliche Auswirkungen für Verbraucher,
Unternehmen und den Wirtschaftsstandort haben würde. „Es ist der
absolut falsche Zeitpunkt, um Treibstoffe und Heizöl künstlich weiter
zu verteuern“, hält Fachverbandsobmann Branchensprecher Jürgen Roth
fest, der mit Mehrkosten von 80 Cent pro Liter über den Zeitrahmen
des Beschlusses rechnet.

Der Branchensprecher gibt weiters zu bedenken, dass zusätzlich zu
fünf Millionen Pkw mit Verbrennungsmotor, die aktuell in Österreich
im Bestand sind, auch heuer 75 Prozent mit einem Verbrenner an Bord
zugelassen werden, die allesamt ausgetauscht werden müssen. Bei Lkw
stellt sich die Frage, womit stattdessen gefahren werden würde.

Und Roth weiter: „Dazu kommt: Wer das Gesetz ernst nimmt, muss
auch gleich dazusagen, dass in den nächsten 14 Jahren Millionen
funktionierender Gas- und Ölheizungen herausgerissen werden müssen.
Und das vor dem Hintergrund einer mangels finanzieller Mittel
schwächelnden Förderkulisse.“

Er sieht vor diesem Hintergrund Strafzahlungen auf Österreich
zukommen und warnt „in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten
vor musterhafter Übererfüllung von Vorgaben, dem so genannten
Goldplating. Denn wenn innerhalb von 14 statt von 24 Jahren große
Mengen fossiler Energie ersetzt werden müssen, bevor ausreichende
Mengen leistbarer Alternativen und die notwendige Infrastruktur
vorhanden sind, werden die Energiepreise zwangsläufig weiter steigen.
Das trifft alle – Private, Unternehmerinnen und Unternehmer genauso
wie Nutzerinnen und Nutzer von Mobilitätsangeboten und die
Landwirtschaft“, so Jürgen Roth abschließend. (PWK457/JHR)