Salzburg (OTS) – Bereits zum 21. Mal fand der traditionelle Salzburg
Media Summit am
Freitag (24. Juli) im Schloss Leopoldskron statt. Eine Fotogalerie
zur Veranstaltung ist hier abrufbar.
Das Vormittagsprogramm unter dem Titel „Europas kreative Zukunft“
wurde von Start-Up-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner eröffnet. Am
Nachmittag begrüßte Innovation Salzburg-Geschäftsführer Walter Haas
gemeinsam mit Stefanie Daubek (Vorsitzende der Fachvertretung Film-
und Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg) die nahezu 300
Gäste.
In ihrer Video-Grußbotschaft gab Salzburgs Landeshauptfrau
Karoline Edtstadler einen Impuls für die Diskussion mit: „Bei der
Verwendung von Künstlicher Intelligenz und von Social Media sind
unsere in Europa gelebten Werte von großem Vorteil. Wenn wir uns
dessen bewusst sind, können wir die Chancen, die sich daraus ergeben,
optimal nutzen.“
Eine von Innovation Salzburg und der Fachvertretung Film- und
Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg beauftragte Studie
untersuchte das Ökosystem der Filmwirtschaft in Salzburg – also auch
vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen. Studienautor Michael
Paul erklärte: „Schon heute gehört ,Film‘ im Bundesland mit über 430
Mio. Euro Wertschöpfung und 5.000 Jobs zu den bedeutenden
Wirtschaftszweigen. Das ist etwa doppelt so viel wie bisher anhand
vorhandener Statistiken angenommen wurde. Damit spielt Salzburg mit
Wien auf Augenhöhe.“ Dazu betonte Haas: „Filmförderungen sind
Investitionen in eine starke Branche mit konkreter positiver Wirkung.
Hinzu kommt noch der Langfrist-Effekt für den Tourismus.“
Im ersten Panel diskutierten Marlene Beran (Head of Operations
Servus Media), Rechtsanwältin Laura Zentner , die Produzentin und
Schauspielerin Veronica Ferres und Produzent Heinrich Ambrosch über
Content-Finanzierung, KI und neue Medienmodelle. Dabei forderte
Ferres eine automatische Tax-Incentive-Regelung für Deutschland, um
für US-Produktionen attraktiv zu sein. Diese könne für Deutschland
und auch für Österreich eine große Chance sein.
Danach interviewte der Initiator des Salzburg Media Summit Hannes
M. Schalle die Creative & Executive Producerin Rose Marie Vega über
die Rolle von persönlicher Leidenschaft, hochkarätigem Storytelling
und Talent bei ihrer Arbeit an Erfolgsserien wie „The Cleaning Lady“,
„Law & Order“ sowie „True Blood“. Vega zeigte auch den Trailer ihrer
neuen Produktion „Milly – Queen of Merengue“.
Im anschließenden Panel über „Kunst, KI und das Publikum von
Morgen“ diskutierten Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer und der AI
-Vordenker Matthias Röder . Hammer setzt auch bei der Ansprache
jüngerer Generationen auf digitale Kanäle und Präsentationsformen:
„Die Menschen, die zu uns kommen, suchen Exzellenz und vertrauen uns.
Wir müssen für junges Publikum nicht den Anspruch senken, sondern die
Schwellen abbauen.“
Mediaprint-CEO Richard Grasl , WarnerBros-Präsident Gerhard
Zeiler und BMWET-Generalsekretär Severin Gruber stellten sich danach
im Fireside Talk den Fragen von Hannes M. Schalle. Zeiler betonte:
„Im Grundsatz wird ein globaler Streamer nur dann erfolgreich sein,
wenn er lokales Programm hat.“ Das österreichische Förderprogramm
FISA+ sieht er als Standortvorteil; eine Investitionsverpflichtung
werde seiner Einschätzung nach eher in deutsche Produktionen gehen.
Für eine Studie über Film, Television und Tourismus untersuchten
Michael Paul und Jan Wimmel (Unicepta) die Einflüsse von TV-Serien
hinsichtlich Werbewert durch Beiträge, Klicks, etc. Ein langlaufendes
Format wie „Der Bergdoktor“ wurde als Best Practice identifiziert –
Drehorte sind medial deutlich sichtbar, siebenstellige Werbeeffekte
sind möglich. Beim „Alpentod“ etwa wird die Förderung 2,3-fach
hereingespielt, wenn man den Werbewert für den Standort inkludiert –
und das noch ohne den langfristigen Steuerrückfluss.
Zum Abschluss des Salzburg Media Summit feierte der Kurzfilm „
Mozart – The Sounds of Salzburg “ über das DomQuartier Salzburg mit
Hauptdarsteller Philipp Hochmair seine Premiere. Hochmair fasste hier
seine Eindrücke wie folgt zusammen: „Der Geist Mozarts ist für mich
in diesen Räumen, für die er komponiert hat, konkret geworden.“
Unter den Gästen befanden sich Salzburgs Landeshauptfrau-
Stellvertreter Stefan Schnöll , Landesrat Wolfgang Fürweger , der
Europa-Abgeordnete Lukas Mandl (ÖVP), Dietmar Otti (Global Head of
Media, Red Bull), DomQuartier Salzburg-Geschäftsführerin Andrea
Stockhammer , der stv. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Rainer
Rößlhuber , Harald Kräuter (Technischer Direktor, ORF), Kathrin
Zierhut-Kunz (ORF III-Geschäftsführerin) sowie eine Reihe von ORF-
Stiftungsrät:innen. Weiters gesehen wurden ÖAG-Generalsekretär Rainer
Newald , Jetzt-Gründer Florian Novak , IV Salzburg-Geschäftsführerin
Irene Schulte , RTR-Geschäftsführer Wolfgang Struber , Austrian
Business Agency Geschäftsführer Rene Tritscher , ÖFI-Direktor Roland
Teichmann und Werner Wutscher (Startup-Rat).
Katrin Prähauser von Servus TV übernahm die Gesamtmoderation, die
Fachpanels wurden von Doris Priesching (Der Standard) und Ralf
Hillebrand (Salzburger Nachrichten) moderiert. Bewährte Partner der
Veranstaltung sind Innovation Salzburg sowie WKO, ÖFI, ABA, RTR und
das BMWET; erstmals mit dabei waren die European Broadcasting Union
und das EIT.





