FPÖ – Belakowitsch: „Pensionsdebatte der ÖVP schafft nur Verunsicherung und geht an der Realität vorbei“

Wien (OTS) – Als „zutiefst verunsichernd für die arbeitende
Bevölkerung“ bewertete
heute die FPÖ-Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch die von
ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec angestoßene Debatte über eine
faktische Anhebung des Pensionsantrittsalters. Auch wenn der
Vorschlag an die Anzahl der Berufsjahre gekoppelt sei, gehe er an der
Lebensrealität vieler Österreicher vorbei.

„Ob man das Pensionsantrittsalter nun an das Geburtsdatum oder an
die Beitragsjahre koppelt, ändert nichts an der Kernaussage: Die
Menschen sollen länger arbeiten. Das ist eine Debatte, die an der
Lebensrealität von hunderttausenden Österreichern vorbeigeht, die in
körperlich und psychisch fordernden Berufen täglich ihre Gesundheit
aufs Spiel setzen und nach 40 oder mehr Jahren einfach nicht mehr
können“, so Belakowitsch. Es sei realitätsfern zu glauben, dass jeder
problemlos 45 Jahre im selben Ausmaß arbeitsfähig sei.

Für die freiheitliche Sozialsprecherin zeige der Vorstoß vor
allem eines: „Die ÖVP hat offenbar keine echten Lösungen für die
Zukunftssicherung unseres Pensionssystems. Statt den
Wirtschaftsstandort zu stärken und die Zuwanderung ins Sozialsystem
zu stoppen, wird wieder einmal eine Diskussion auf dem Rücken der
eigenen Bevölkerung begonnen. Solche Gedankenspiele führen nur zu
Verunsicherung bei den Menschen, die sich auf ihr wohlverdientes
Recht auf Ruhestand verlassen.“

Dass Frau Korosec selbst die von der Regierung beschlossene
Erhöhung der Abgaben für ältere Arbeitnehmer kritisiere, entlarve die
Widersprüchlichkeit der ÖVP-Politik. „Einerseits will man die
Menschen länger im Job halten, andererseits schafft man für genau
diese Gruppe neue finanzielle Belastungen. Das passt nicht zusammen
und zeigt das planlose Vorgehen der Regierung“, erklärte
Belakowitsch.

„Wir Freiheitliche sagen klar: Der Respekt vor der Lebensleistung
muss an erster Stelle stehen. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat sich
seinen Ruhestand verdient. Anstatt die Menschen mit immer neuen
Belastungs-Fantasien zu konfrontieren, sollte man jene belohnen, die
freiwillig länger arbeiten wollen. Dafür braucht es Anreize, aber
keinen Zwang. Unser ‚Pensionisten-Volksbegehren‘, das auf jedem
Gemeindeamt unterzeichnet werden kann, ist die rote Linie gegen diese
unsozialen Pläne“, stellte Belakowitsch abschließend fest.