Demonstration gegen den Aufmarsch der faschistischen Identitären am 25.07. in Wien

Wien (OTS) – Wie bereits in den letzten Jahren ruft das
antifaschistische Bündnis
„Offensive gegen Rechts“ (OGR) erneut zum Protest gegen den geplant
gewesenen Demonstrationszug der faschistischen Identitären in Wien
auf. Gerade in Anbetracht der zuletzt medial breit berichteten
gewalttätigen Übergriffe von Kadern der Identitären u.a. in Leoben
ist es notwendig, diesem Mob ein für alle mal Einhalt zu gebieten.

Schon in den letzten beiden Jahren marschierte eine kleine Demo
aus halb Europa angekarrter Identitärer in Wien für die von ihnen
geforderte Massendeportation, die sie schamhaft „Remigration“ nennen.
„Wir werden ihnen die Straßen unserer Stadt nicht überlassen!“ ,
stellt OGR-Sprecherin Käthe Lichtner klar.

Seit 2012 versucht die IBÖ durch medienwirksames Auftreten und
radikale Parolen als widerständige Jugendbewegung aufzutreten und
verschiebt die Grenzen des Sagbaren nach rechts. Mittlerweile sind
ihre Forderungen tief in unser politisches System eingedrungen, was
nicht nur ihre bekannten engen Verbindungen zur FPÖ belegen, sondern
sich auch an Veränderungen des politisch möglichen, zuletzt beim
Beschluss des Gemeinsame Europäischen Asylsystems (GEAS) durch die
EU, zeigt.

Rassistische Ideologie entsteht nicht aus dem Nichts, sondern ist
eine der Strategien zur Absicherung eines sich in der tiefsten Krise
seit 1945 befindlichen gesellschaftlichen Systems, das immer mehr und
mehr ökonomische und soziale Ungleichheiten schafft. Während die
Regierung auch in Österreich wie schon vor rund 100 Jahren durch
Sozialabbau die Grundlage für den Aufstieg des Faschismus legt und so
im Gegensatz zu ihren schönen Worten genau das Gegenteil von einem
entschiedenen Kampf gegen die Identitären betreibt, braucht es
tatsächlich eine konsequente antifaschistische Praxis, die sich auch
gegen jeden sozialen Kahlschlag stellt. „Diesen werden wir so wie
seit vielen Jahren auch künftig organisieren bis Ideen und
Gruppierungen, die sich an den dunkelsten Kapiteln auch der
österreichischen Geschichte bedienen, für immer in den
Geschichtsbüchern verschwunden sind“ , so Lichter abschließend.