Marchetti: „Fall Egisto Ott zeigt, dass Netzwerke fremder Mächte in Österreich konsequent verfolgt werden“

Wien (OTS) – „Das heutige nicht rechtskräftige Urteil im Fall Egisto
Ott zeigt
uns, dass Netzwerke fremder Mächte in Österreich konsequent verfolgt
werden. Dass in dem Gesamtkomplex aber weder von Ott noch von der FPÖ
auch nur ein Funken Einsicht zu sehen war, zeigt, dass wir wegen der
anhaltenden Gefahr durch russische Einflussnahme auch in Zukunft
wachsam sein müssen. Wir als Volkspartei werden zu verhindern wissen,
dass es zu einer ‚BVT-Zerschlagung 2.0‘ kommt. Wer für Österreichs
Sicherheit arbeiten will, muss unserem Land gegenüber bedingungslos
loyal sein. Nur wenn das gewährleistet ist, kann Österreichs
Sicherheit erfolgreich verteidigt werden. Es ist nur gut und richtig,
dass das Innenministerium und die österreichischen Nachrichtendienste
dem Zugriff der FPÖ entzogen sind. Denn wer auch immer einen
Freundschaftsvertrag mit der Putin-Partei eingeht, kann für die
Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher keine Verantwortung
übernehmen. Man kann nicht gleichzeitig Österreich gegenüber loyal
sein und für die Anliegen des Kremls kämpfen – das sollten auch
bestimmte Kreise in der FPÖ schön langsam begreifen“, reagiert der
Generalsekretär der Volkspartei, Nico Marchetti, auf die jüngsten
Entwicklungen im Fall Ott.

„Im Fall Ott gibt es auch nach dem heutigen erstinstanzlichen
Urteil aufklärungswürdige Verbindungen zu hohen aktuellen und
ehemaligen Funktionären der FPÖ, die im Sinne der Sicherheit der
Republik genau zu überprüfen sind. Speziell der ehemalige FPÖ-
Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein war eng mit Ott verbunden. Daneben
hatte auch der FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker Verbindungen
zu Egisto Ott – Medienberichten zufolge ließ er Egisto Ott etwa an
parlamentarischen Anfragen mitarbeiten. Und in der Mitte des
sprichwörtlichen Spinnennetzes sitzt Herbert Kickl, damaliger
Innenminister und heutiger FPÖ-Chef, der Egisto Ott durch die
Zerschlagung des BVT um ein Haar in eine durchaus komfortable
Position katapultiert hätte. Denn die ehemalige von der FPÖ
nominierte Außenministerin und heutige Kreml-Propagandistin Karin
Kneissl hatte Medienberichten zufolge, wie ein Organigramm nahelegt,
nach der Zerschlagung des BVT einen komplett neuen Nachrichtendienst
im Außenministerium in Planung – mit ausgerechnet Egisto Ott an
zentraler Stelle. Ein Schelm, wer da Böses denkt“, so Marchetti
abschließend.