Rohbau-Logistik: Kürzere Bauzeiten, niedrigere Kosten

Redaktion

Am 30. Jänner 2026 zeigt eine aktuelle Analyse, wie optimierte Baustellenlogistik Rohbau-Projekte in Österreich beschleunigt und Kosten messbar senkt. Gerade im engen Zeit- und Budgetkorsett der Bauwirtschaft zählt jeder Tag. Wer Materialflüsse auf der Baustelle präzise plant, vermeidet Stillstände, reduziert Risiken und schafft spürbare Wettbewerbsvorteile. Das Thema trifft Österreich direkt: Von Wien bis Vorarlberg kämpfen Baufirmen mit Lieferketten, begrenzten Zufahrten und wachsenden Dokumentationspflichten. Eine Kernaussage dieser Entwicklung ist bereits klar – doch die eigentlichen Hebel liegen tiefer. Sie betreffen die letzte Meile der Lieferung, digitale Koordination und die Taktung im Rohbau. Der Blick nach Deutschland liefert Anschauungsmaterial: Eine Presseinformation der zipmend GmbH thematisiert typische Hürden und Lösungen, die sich auf österreichische Bedingungen übertragen lassen. Was heißt das konkret für Bauträgerinnen und Bauträger, Planerinnen und Planer sowie für Anwohnerinnen und Anwohner? Und wie lassen sich Bauzeiten tatsächlich verkürzen, ohne die Qualität zu gefährden?

Baustellenlogistik im Rohbau: Zeit sparen, Kosten senken

Die Baustellenlogistik entscheidet im Rohbau über Takt, Tempo und Qualität. Sobald Material zur falschen Zeit am falschen Ort liegt oder ein Kran nicht verfügbar ist, entstehen Leerlauf, Mehrfahrten und Zusatzkosten. Eine aktuelle Branchenmeldung der zipmend GmbH unterstreicht, dass die Zustellung auf die Baustelle – die viel zitierte letzte Meile – eine der größten Herausforderungen der gesamten Lieferkette ist. Für Österreich ist das hochrelevant: Eng bebaute Stadtgebiete, alpine Zufahrten und strenge lokale Regeln erfordern genaues Vorausplanen, verbindliche Zeitfenster und robuste Alternativen, falls etwas nicht wie geplant funktioniert.

Nach Angaben aus der Quelle werden in der Praxis typische Engpässe sichtbar: Ein einziger Baustellenkran ist stundenlang anderweitig belegt; Ersatzteile verschwinden im Schutt; Zufahrten sind unklar oder nicht befestigt. Diese Beispiele illustrieren ein strukturelles Problem: Wird die Baustellenlogistik nicht als eigener Leistungsbereich geplant und gesteuert, drohen Stillstände und Folgekosten. Umgekehrt eröffnet die Optimierung der Baustellenlogistik im Rohbau klare Potenziale – schnellere Abläufe, kontrollierte Übergaben und transparenter Materialfluss.

Wichtige Fachbegriffe verständlich erklärt

Baustellenlogistik: Unter Baustellenlogistik versteht man die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle aller Material-, Geräte- und Informationsflüsse rund um eine Baustelle. Dazu gehören Anlieferungen, Zwischenlagerung, interner Transport zum Verbauort, Entsorgung von Aushub und Verpackungen, aber auch Kommunikations- und Dokumentationsprozesse. Ziel ist, die richtigen Materialien in der richtigen Menge, Qualität und Reihenfolge zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen. Gute Baustellenlogistik minimiert Wartezeiten, reduziert Schäden, vermeidet Doppelwege und verbessert die Arbeitssicherheit für Arbeiterinnen und Arbeiter.

Letzte Meile (Last Mile): Die letzte Meile beschreibt das letzte Teilstück eines Transportes vom Umschlagspunkt bzw. vom Werkhof bis zum endgültigen Verbauort auf der Baustelle. Dieser Abschnitt gilt als besonders störanfällig, weil Zufahrten beengt und Verhältnisse dynamisch sind. Wetter, Sicherheit, Krannutzung, Anwohnerinteressen und kommunale Auflagen wirken hier zusammen. Ohne klare Zuständigkeiten und Zeitfenster entstehen schnell Verzögerungen. Professionell organisierte letzte Meile heißt deshalb: präzises Avis, geeignete Fahrzeugwahl, definierte Abladepunkte und dokumentierte Übergabe.

Digitale Spedition: Eine digitale Spedition nutzt Software-Plattformen, Telematik und automatisierte Workflows, um Transportleistungen transparent zu planen und zu steuern. Sie bündelt Aufträge, wählt geeignete Fahrzeuge, koordiniert Zeitfenster und stellt Statusinformationen in Echtzeit bereit. Für die Baustellenlogistik bedeutet das: bessere Sichtbarkeit über laufende Anlieferungen, schnelle Umplanung bei Störungen und weniger Kommunikationslücken. Digitale Lösungen unterstützen zudem bei Nachweisen, wie etwa Fotos der Abladeorte oder elektronische Lieferscheine, was Missverständnisse reduziert und Haftungsfragen klärt.

Telefonisches Avis (Avisierung): Das telefonische Avis ist die rechtzeitige Vorabinformation über eine geplante Zustellung. Es dient dazu, Empfängerinnen und Empfänger auf den Transport vorzubereiten – etwa um den Kran freizuhalten, Wege abzusichern oder eine Einweiserin bzw. einen Einweiser bereitzustellen. Ein gelebtes Avis ist besonders in der Baustellenlogistik wichtig, weil viele Abläufe voneinander abhängen. Aus einem kurzen Anruf kann damit ein entscheidender Effizienzfaktor werden: Wenn alle Beteiligten wissen, wann welches Material ankommt, lässt sich die Baukolonne darauf ausrichten und Stillstand wird vermieden.

Zeitfenstersteuerung (Slot-Management): Zeitfenstersteuerung bedeutet, Anlieferungen in klar definierte Slots einzutakten. Das verhindert Staus an der Baustelle, verkürzt Wartezeiten und reduziert Lärm sowie Emissionen in der Umgebung. In der Praxis werden Slots digital vergeben und mit Projektmeilensteinen verknüpft. Fällt ein Slot aus, lässt er sich neu belegen; ist der Kran blockiert, kann die Anlieferung verschoben werden, ohne die gesamte Tagesplanung zu gefährden. Im Rohbau ist Slot-Management ein Hebel, um Schüttgüter, Schalungen, Bewehrungen und Fertigteile in sinnvoller Reihenfolge zu disponieren.

Hebebühnenfahrzeug: Ein Fahrzeug mit Hebebühne kann Material ohne stationären Kran abladen. Gerade bei kleineren Baustellen, auf unbefestigten Zufahrten oder in engen Gassen ist das ein Vorteil. Die Hebebühne ermöglicht das sichere Absetzen von Paletten oder Geräten in unmittelbarer Nähe des Verbauortes. Dadurch entfallen Zusatzgeräte oder Mehrpersonal, und es sinkt die Gefahr von Beschädigungen. Allerdings braucht der Einsatz klare Sicherheitsregeln, ausreichend Platz und eine vorab abgestimmte Entladestelle, damit die Hebebühne effizient und ohne Risiko benutzt werden kann.

Rohbau: Der Rohbau umfasst die tragenden und umschließenden Teile eines Gebäudes – etwa Fundamente, Wände, Decken und Dachtragwerk. Er wird meist in klaren Takten errichtet, in denen Schalungen, Bewehrungsstahl, Beton, Mauerwerk und Fertigteile nacheinander zum Einsatz kommen. Im Rohbau ist die Baustellenlogistik besonders entscheidend, weil die Materialmengen groß sind und viele Arbeitsschritte direkt voneinander abhängen. Kommt eine Lieferung verspätet, kann das den gesamten Taktplan verschieben, Folgegewerke verzögern und Kosten erhöhen.

Taktplanung: Taktplanung ist eine strukturierte Ablaufplanung, bei der Arbeitsschritte in wiederkehrenden, zeitlich genau definierten Takten organisiert werden. Ziel ist ein kontinuierlicher Fluss ohne Staus und Leerlauf. In der Baustellenlogistik bedeutet Taktplanung, dass Lieferungen exakt auf die Bauabschnitte abgestimmt sind. Material kommt nicht zu früh (vermeidet Lagerdruck) und nicht zu spät (verhindert Wartezeiten). Taktplanung macht Fortschritt messbar, verbessert die Vorhersagbarkeit und erleichtert die Koordination verschiedener Gewerke.

Kontext: Wie sich Baustellenlogistik historisch entwickelt hat

Historisch war Baustellenlogistik lange ein Nebenprodukt der Bauausführung. Materialien wurden in großen Mengen frühzeitig bestellt und auf dem Gelände zwischengelagert. Diese Vorgehensweise schien pragmatisch, führte aber oft zu vollen Flächen, erschwerter Sicherheitsführung und einer hohen Beschädigungsquote. Mit der wachsenden Komplexität moderner Projekte – städtische Verdichtung, knappe Lagerflächen, strengere Auflagen – stießen diese traditionellen Methoden an Grenzen.

Aus der Industrie stammt die Idee von Just-in-Time und Taktung. Bauunternehmen begannen, Elemente der industriellen Logistik zu übernehmen: klare Sequenzen, schlanke Lagerung, definierte Lieferfenster. Mit dem Einzug digitaler Tools änderte sich die Informationslage. Telematik und Tracking ermöglichten erstmals eine transparente Sicht auf Anlieferungen. Foto- und Scan-Funktionen dokumentierten Übergaben, wodurch Unklarheiten reduziert wurden. Gleichzeitig verschärften Urbanisierung und Verkehrsdichte die Anforderungen: Während früher ein ungeplanter Lkw einfach irgendwo abstellen konnte, sind viele innerstädtische Baustellen heute nur zu festgelegten Zeiten und Routen erreichbar.

In dieser Entwicklung entstand die Baustellenlogistik als eigenständige Disziplin. Spezialisierte Anbieterinnen und Anbieter kombinierten Transport-Know-how mit Baustellenpraxis: Slot-Management, Baustelleneinweisung, sichere Abladepunkte, alternative Entladegeräte. Der nächste Schritt ist die Integration in die digitale Planung: Lieferketten werden mit Bauzeitenplänen und Modellen verknüpft, sodass sich Materialflüsse am Bildschirm prüfen, simulieren und optimieren lassen. Die Quelle von heute zeigt exemplarisch, dass sich dieser Wandel bereits im Tagesgeschäft niederschlägt – mit konkreten Maßnahmen auf der letzten Meile.

Österreich im Vergleich: Bundesländer, Deutschland, Schweiz

Österreichische Bundesländer unterscheiden sich stark in Topografie, Verkehrslage und kommunalen Auflagen. In Wien prägen enge Straßen, Anrainerinteressen und begrenzte Lagerflächen die Baustellenlogistik. Hier sind präzise Zeitfenster, Baustellenkoordination und klare Einweiserrollen besonders wichtig. In der Steiermark, Oberösterreich oder Niederösterreich wirken zusätzlich regionale Faktoren: längere Anfahrtswege, saisonale Witterung, landwirtschaftliche Nebenrouten. Tirol und Vorarlberg bringen alpine Besonderheiten: Steigungen, enge Täler und Witterungsumschwünge erfordern Fahrzeuge mit passender Ausstattung und erfahrene Fahrerinnen und Fahrer.

Deutschland liefert mit seinen Metropolräumen zahlreiche Analogien: Auch dort führen enge Zeitfenster, Kranbindung und Baustellenzugänge zu Engpässen. Die in der Quelle genannten Praxisbeispiele – belegter Kran, unklare Annahmestellen, fehlende Zufahrten – spiegeln sich in vielen deutschen Städten wider. Für österreichische Projekte lässt sich daraus lernen: Ein strukturiertes Baustellenlogistik-Konzept ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um Fehllieferungen und Leerlauf zu vermeiden.

Die Schweiz ist für ihre strikten innerstädtischen Regelungen und die anspruchsvolle Topografie bekannt. Auch hier sind Slot-Management, ruhige Lieferketten und klare Abladezonen entscheidend. Zusätzlich achten viele Gemeinden auf Lärmschutz und Emissionsreduktion. Für Österreich heißt das: Je dichter und touristisch sensibler ein Gebiet ist, desto stärker braucht es koordinierte Baustellenlogistik. Das gilt in Salzburg-Stadt ebenso wie in Innsbruck oder Bregenz. Im Ergebnis nähern sich die Anforderungen an: Die letzte Meile muss verlässlich geplant, dokumentiert und flexibel steuerbar sein.

Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger?

Optimierte Baustellenlogistik wirkt nicht nur in der Kalkulation. Sie hat direkte Effekte auf den Alltag von Anwohnerinnen und Anwohnern, auf Gewerbetreibende und auf die urbane Umwelt. Wenn Anlieferungen in definierte Zeitfenster fallen, sind Lärm und Staus vorhersehbarer und meist kürzer. Weniger Wartezeiten von Lkw bedeuten weniger laufende Motoren vor der Haustür. Klare Abladepunkte verringern das Risiko, Gehwege zu blockieren, und erhöhen die Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende.

Für lokale Unternehmen in der Umgebung einer Baustelle kann verlässliche Baustellenlogistik planbare Lieferzeiten und einen stabileren Kundenzugang bedeuten. Ein Beispiel: Eine Bäckerei in einer dicht bebauten Straße leidet unter wiederholten Vollsperren durch unkoordinierte Anlieferungen. Wird die Baustellenlogistik verbessert, sind Sperren kürzer, Zuwegungen bleiben frei und die Kundschaft kommt zumindest in festgelegten Zeitfenstern. Auch für Pendlerinnen und Pendler ist Transparenz hilfreich: Wenn Baustellen Zeiten und Routen ihrer Anlieferungen mit der Gemeinde abstimmen, lassen sich Buslinien und Radwege besser lenken.

Nicht zuletzt profitieren Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Baustelle. Mit sauberer Taktplanung, klaren Übergaben und geeigneten Entladehilfen sinkt der körperliche Stress. Unfälle durch Improvisation nehmen ab. Das wirkt sich positiv auf Gesundheit, Motivation und Produktivität aus. Auch das Umfeld bemerkt es: Weniger ad-hoc-Entscheidungen im öffentlichen Raum bedeuten geordnetere Abläufe, weniger Überraschungen und mehr Rücksicht auf die Nachbarschaft.

Zahlen und Fakten: Einordnung und Beispielrechnungen

Die vorliegende Quelle liefert qualitative, aber keine quantitativen Kennzahlen. Aussagekräftig ist der Hinweis, dass Materialkosten und Transportlogistik einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Konkrete Prozentwerte variieren je nach Projekt, Gewerken, Lage und Bauweise. Öffentlich verfügbare, einheitliche österreichische Zahlen zur letzten Meile in der Baustellenlogistik sind begrenzt. Deshalb hilft eine nachvollziehbare Beispielrechnung zur Einordnung. Hinweis: Die folgenden Zahlen sind illustrative Kalkulationen zur Orientierung, keine branchenweiten Durchschnittswerte.

  • Beispiel 1: Fällt ein 26-Tonnen-Lkw mit Schalungen ohne Slot-Management 60 Minuten an der Baustelle an, während der Kran blockiert ist, entsteht Wartezeit. Angenommen, die Fahrzeugkosten inklusive Fahrerin oder Fahrer, Betrieb und Disposition liegen kalkulatorisch bei rund 90 Euro pro Stunde, entstehen allein hier zusätzliche 90 Euro.
  • Beispiel 2: Warten gleichzeitig zehn Personen einer Rohbaukolonne 30 Minuten auf Material, und man kalkuliert pro Person mit 40 Euro internen Kosten pro Stunde, ergibt das 200 Euro für eine halbe Stunde Stillstand. Fällt dies zweimal am Tag an, entstehen 400 Euro Zusatzkosten nur durch Wartezeiten.
  • Beispiel 3: Eine falsch sequenzierte Lieferung verursacht eine zusätzliche Kurzstreckenfahrt mit einem Hebebühnenfahrzeug. Werden hierfür pauschal 120 Euro berechnet, lässt sich dieser Betrag durch sauber geplante Taktung oft vermeiden.

Diese beispielhaften Beträge zeigen, wie sich aus vermeidbaren Verzögerungen schnell spürbare Summen ergeben. Umgekehrt gilt: Wenn Baustellenlogistik im Rohbau die letzte Meile stabilisiert, sinken Wartezeiten, Mehrfahrten werden seltener und der Kran wird effizienter genutzt. Die Quelle betont, dass zuverlässige Expresslogistik längst keine Kür mehr ist, sondern ein notwendiger Bestandteil professioneller Bauabwicklung. Ein weiterer praktischer Aspekt ist die Dokumentation: Foto-Übergaben, digitale Lieferscheine und klare Abladekennzeichnungen verhindern, dass Material im Schutt verschwindet oder an falschen Stellen abgelegt wird.

Aus der Quelle: Praxisbeispiele und Lehren

Die Presseinformation von zipmend verweist auf wiederkehrende Situationen: Ein Kran ist stundenlang belegt, sodass Entladung nicht stattfinden kann. Ersatzteile verlieren sich auf unübersichtlichem Gelände, wo es keine feste Warenannahme gibt. Zufahrten sind unbefestigt oder zu eng, wodurch Fahrzeuge nicht zum Abladepunkt gelangen. Die Lehre daraus: Baustellenlogistik braucht eine Vorabklärung, die konkrete Entladestellen, Avis, die richtige Fahrzeugklasse und mögliche Alternativen umfasst. Wo nötig, helfen Hebebühnenfahrzeuge oder eine zufahrtsgerechte Routenwahl. Im Rohbau lassen sich so Takte stabil halten, was späteren Gewerken – von Haustechnik bis Ausbau – zugutekommt.

Die Quelle spricht von Last-Mile-Ignoranz, also der irrigen Annahme, dass die Fahrerin oder der Fahrer das Material schon irgendwie an den Verbauort bringt. Genau hier setzt professionelle Baustellenlogistik an: Zuständigkeiten, Abläufe und Wege werden vorab definiert. Mit dieser Klarheit reduziert sich das Risiko für Stillstände. Der Nutzen ist messbar: weniger unproduktive Wartezeiten, geringere Beschädigungsquoten und mehr Sicherheit auf engem Raum.

So setzt Österreich auf strukturierte Baustellenlogistik

Für österreichische Akteurinnen und Akteure im Bau bietet es sich an, Leitfäden und kommunale Vorgaben frühzeitig einzubeziehen. Städte wie Wien veröffentlichen öffentlich zugängliche Informationen zur Baustellenkoordination und zu verkehrsrechtlichen Belangen. Ein Blick auf kommunale Seiten unterstützt die Planung, etwa bei Halteverbotszonen, Umleitungen und Arbeitszeiten. Nützlich sind zudem branchenspezifische Hinweise, die Wirtschaftskammer und Fachverbände bereitstellen. Relevante Informationsseiten sind beispielsweise die Baustellen-Informationen der Stadt Wien, die Branchenportale der WKO Bauindustrie sowie statistische Überblicksseiten bei Statistik Austria. Die Quelle selbst ist über die APA-OTS zugänglich und liefert konkrete Praxisbezüge.

Wichtig ist, Baustellenlogistik als Teil der Gesamtprojektplanung zu behandeln. Dazu zählen frühe Abstimmungsgespräche zwischen Bauleitung, Logistikdienstleister, Lieferantinnen und Lieferanten sowie ausführenden Gewerken. Klare Rollen – etwa Einweiserin oder Einweiser vor Ort, definierte Abladezonen, dokumentierte Übergaben – schaffen Transparenz. Für Projekte mit hohem innerstädtischen Anteil empfiehlt sich Slot-Management, damit Anlieferungen in verkehrsärmeren Zeiten erfolgen. In alpinen Regionen stehen Traktion, Fahrzeugwahl und Wetterfenster im Vordergrund.

Umsetzungs-Checkliste für den Rohbau

  • Standortanalyse: Zufahrten, Wendemöglichkeiten, Untergrund, Abladezonen, Sicherheitswege.
  • Fahrzeugauswahl: Lkw-Klasse, Hebebühne, Allrad, Länge und Höhe passend zum Gelände.
  • Zeitfenster: Slot-Management mit Pufferzeiten und klaren Eskalationswegen.
  • Avisierung: Telefonisches Avis, alternative Kontaktwege und verantwortliche Personen.
  • Dokumentation: Foto-Übergaben, digitale Lieferscheine, Abladekennzeichnung.
  • Kranmanagement: Belegungsplan, Notfall-Slots, mobile Entladehilfen als Backup.
  • Sicherheit: Einweiserin bzw. Einweiser, Absperrungen, Schutz für schwächere Verkehrsteilnehmer.
  • Nachbarschaft: Information der Umgebung über Lieferzeiten und Sperren.

Zukunftsperspektive: Wohin entwickelt sich die Baustellenlogistik?

Die nächsten Jahre werden die Baustellenlogistik weiter professionalisieren. Drei Trends zeichnen sich ab. Erstens: Integration in digitale Bauplanung. Wenn Lieferketten mit Zeitplänen und digitalen Gebäudemodellen verknüpft sind, wird sichtbar, wann welches Material ankommt und wo es verbaut wird. Dadurch lässt sich die Rohbau-Taktung simulieren, Engpässe werden früh erkannt.

Zweitens: Standardisierte Kommunikation und Nachweise. Elektronische Frachtbriefe, Foto-Übergaben und zentrale Plattformen verringern Missverständnisse. Haftungsfragen werden durch revisionssichere Dokumente schneller geklärt. Drittens: Sauberere letzte Meile. Alternative Antriebe, Bündelungen und ruhige Routen helfen, Emissionen zu senken und die Akzeptanz der Bevölkerung zu erhöhen. Gemeinden und Städte können diesen Wandel durch klare, planbare Zeitfenster unterstützen – etwa durch priorisierte Slots zu verkehrsärmeren Zeiten.

Auch die Rolle spezialisierter Expresslogistik wird zunehmen. Die Quelle betont, dass zuverlässige Expresslogistik keine Kür, sondern Notwendigkeit ist. Das gilt besonders, wenn Ersatzteile, Schalungen oder Fertigteile den Rohbautakt bestimmen. In solchen Situationen entscheidet die letzte Meile über Termin- und Kostentreue. Österreich kann von den in Deutschland beschriebenen Erfahrungen profitieren, indem Baustellenlogistik früh in Ausschreibungen, Verträge und Bauzeitenpläne integriert wird.

Transparenz und Quellenhinweis

Dieser Beitrag basiert auf einer tagesaktuellen Branchenmeldung der zipmend GmbH, veröffentlicht über die APA-OTS. Die Quelle liefert qualitative Beispiele aus der Praxis, benennt Herausforderungen und skizziert Lösungsansätze für die letzte Meile der Baustellenlogistik. Wo konkrete Zahlen fehlen, wurden bewusst keine externen, nicht verifizierten Werte ergänzt. Beispielrechnungen sind als illustrative Kalkulationen gekennzeichnet und dienen der Einordnung.

Quellen und weiterführende Informationen:

  • APA-OTS: Win-Win im Rohbau – optimierte Logistik verkürzt Bauzeiten und senkt Kosten: zur Meldung
  • Stadt Wien – Baustellen-Informationen: Baustellenkoordination
  • Wirtschaftskammer Österreich – Bauindustrie: Brancheninfos
  • Statistik Austria: Überblicksseiten (allgemeine Daten, ohne spezifische letzte-Meile-Kennzahlen)

Schluss: Was jetzt zu tun ist

Die Kernaussage dieser Analyse zum 30. Jänner 2026: Baustellenlogistik ist im Rohbau ein zentraler Hebel für kürzere Bauzeiten und geringere Kosten. Österreichische Projekte profitieren von klaren Zuständigkeiten, Slot-Management, geeigneter Fahrzeugwahl und sauberer Dokumentation. Die aus Deutschland berichteten Praxisbeispiele sind übertragbar und zeigen, wie Engpässe vermieden werden können – vom belegten Kran bis zur unklaren Abladezone. Wer die letzte Meile ernst nimmt, reduziert Wartezeiten, steigert Sicherheit und entlastet die Nachbarschaft.

Für Bauherrinnen und Bauherren, Planerinnen und Planer sowie Ausführende heißt das: Baustellenlogistik frühzeitig als eigenständiges Thema aufsetzen, mit kommunalen Stellen abstimmen und digitale Werkzeuge nutzen. Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Bundesland gemacht – in Wien, in Tirol oder im Burgenland? Teilen Sie bewährte Vorgehensweisen und Herausforderungen. Weiterführende Informationen finden Sie bei den genannten Links sowie in der verlinkten Presseinformation. So wird aus der letzten Meile ein Wettbewerbsvorteil für den gesamten Rohbau.