Die Pollensaison 2026 beginnt

Wien (OTS) – Der Pollenflug war im vergangenen Jahr 2025
durchschnittlich bis
unterdurchschnittlich für die meisten Hauptallergene. Das wird sich
2026 ändern: die Haseln, insbesondere die Baumhasel, zeigt einen
reichlichen Besatz mit Kätzchen und damit Potenzial für intensiveren
Pollenflug. Zudem startet die Blüte der Hasel später als in den
vergangenen Jahren.
Auch die Birke zeigt ein ähnliches Muster: die Bäume haben einen
zahlreicheren Bestand an männlichen Blühständen als letztes Jahr.
Pollen von Hasel, Erle und Birke sind kreuzreaktiv aufgrund ihrer
Verwandtschaft. Das bedeutet für betroffene Allergiker:innen eine
möglicherweise intensivere Saison der Frühblüher insgesamt und
Vorsicht beim Genuss von potenziellen kreuzreaktiven Lebensmitteln (
z.B. Nüsse, Karotte, Apfel). Selbstbeobachtung und Beobachtung der
Pflanzen im Umfeld, auf die man reagiert, werden nun wichtig. Das
berichtet der Pollenservice Wien der MedUni Wien.

Rückblick: Die Pollensaison 2025 verlief nicht intensiv. Die
Birkenpollensaison war gar am vorletzten Platz der 50-jährigen
Messgeschichte mit einem neuen Tiefstwert für April und auch Hasel,
Beifuß und Ragweed sorgten nur für unterdurchschnittlichen
Pollenflug. Alle Zahlen und Diagramme sind unter „Jahresrückblick“
auf www.pollenservice.wien verfügbar.

Die Pollensaison 2026 lässt gemessen auf der Blüte der Hasel auf
sich warten. Bereits um Weihnachten hat zwar wie üblich die
Purpurerle ( Alnus x spaethii ) zu blühen begonnen. Diese Kreuzung
verträgt das Stadtklima sehr gut und blüht schon sehr früh, aber der
Pollenflug ist kaum messbar durch das wenig häufige Auftreten. Andere
Erlenarten lassen sich noch Zeit, die Haseln sind noch davor dran und
erste Haselkätzchen sind nun blühbereit. Pollenallergiker:innen
sollten sich jetzt vorbereiten.

Zwtl.: Haselpollensaison 2026 intensiver

Die Haseln zeigen einen überdurchschnittlichen Besatz mit
Kätzchen. Wenn die Bedinungen günstig sind, kann das in eine
überdurchschnittliche Blüte münden. Die Wetterbedinungen während der
Blüte sind entscheidend. „Die Haselpollensaison hat das Potenzial
intensiver zu werden, zumindest intensiver als letztes Jahr. In Wien
trägt dazu vor allem die Baumhasel, die als Stadtbaum eingesetzt
wird, bei.“, berichtet Katharina Bastl vom Pollenservice Wien der
MedUni Wien.

Der Pollenflug der Hasel hat noch nicht verbreitet eingesetzt,
und das liegt am kühleren Winter, der für einen späteren Start als in
den letzten Jahren sorgt. Allerdings haben erste Pflanzen die
Blühbereitschaft an sonnigen Standorten bereits erreicht. Aus unserem
Nachbarland, Deutschland, gab es gar schon Berichte von ersten
blühenden Haseln Mitte Dezember. Bei Sonnenschein und Temperaturen ab
5°C muss nun auch in Wien und im Osten Österreichs mit erstem
Pollenflug gerechnet werden. Selbst die Augen offen zu halten, ist
äußerst sinnvoll wie Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der
MedUni Wien empfiehlt: „Blühende Pflanzen zu erkennen und die Nähe zu
meiden, ist ein großer Vorteil. Die Pollenkonzentrationen sind in
unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher.“

Zwtl.: Erlenpollensaison komplex

Die Erlenpollensaison kommt durch die Blüte mehrerer Erlenarten
zustande. Zuallerst blüht die Purpurerle, die mittlerweile schon im
Abblühen ist. Gefolgt von der Grau- und der Schwarzerle, die abhängig
von der Temperaturentwicklung meist erst ab Februar für Pollenflug
sorgen. Die Grauerle ( Alnus incana ) ist in Wien seltener
anzutreffen als die Schwarzerle ( Alnus glutinosa ). „Bei einer
Erlenpollenallergie sollte man auf Spaziergängen Auen und die Nähe
zur Donau meiden.“, rät Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der
MedUni Wien.

Zwtl.: Birkenpollensaison intensiver

Auf die äußerst unterdurchschnittliche Birkenpollensaison 2025
folgt nun die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Blüte der Birke
in diesem Jahr. Der Besatz mit Kätzchen ist überdurchschnittlich, das
Potenzial ist daher gegeben. Wichtig sind aber die Wetterbedingungen
während der Blüte – insofern ist es noch fraglich ob der
Birkenpollenflug sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

Zwtl.: Die „Frühblüher“

Hasel, Erle und Birke gehören zur Familie der Birkengewächse.
Durch die nahe Verwandtschaft besteht die Möglichkeit einer
Kreuzallergie, sodass man auch auf einen kreuzreaktiven Pollentyp
reagieren kann. Pollenallergiker:innen, die auf Frühblüher
sensibilisiert sind, müssen sich auf ein intensiveres Jahr
vorbereiten und auch auf Kreuzreaktionen zu Nahrungsmitteln (Nüsse,
Apfel, Karotte etc.) achten.

Weiterführende Informationen
Website Pollenservice Wien: www.pollenservice.wien
Social media: “pollenpaar” auf Instagram, X, Bluesky und TikTok