Wien (OTS) – Aktuelle Medienberichte von „profil“ und „Krone“ im
Zusammenhang mit
dem sogenannten „Schlossbüro“ sowie weiteren Immobiliengeschäften der
Wirtschaftskammer Wien rund um deren Präsident Walter Ruck werfen
immer neue, brisante Fragen auf. Im Jahr 2019 verkaufte die
Wirtschaftskammer Wien das „Gewerbehaus“ im dritten Wiener
Gemeindebezirk für 17.504.000 Euro an die SDS 2017 Immobilien GmbH &
Co KG. Gleichzeitig existiert ein Vorvertrag zum Weiterverkauf des
Gebäudes zwischen besagter SDS und der ENI Zwei Immobilien GmbH & Co
KG, der einen Verkaufspreis von 31.340.000 Euro ausweist.
„Woher resultiert die Differenz im Kaufpreis von fast 14
Millionen Euro? Das ist bei weitem nicht mehr durch markt- und
branchenübliche Preisschwankungen bei Weiterverkäufen zu erklären,
dahinter stecken mutmaßlich andere Gründe“, so der freiheitliche
Nationalratsabgeordnete und Obmann der Freiheitlichen Wirtschaft in
Oberösterreich, Michael Fürtbauer.
Zu hinterfragen sei bei einer solch eklatanten Preisdifferenz
nicht nur die Rolle von Walter Ruck, sondern auch die der
beauftragten Gutachter, so Fürtbauer, der umfassende parlamentarische
Aufklärung in Form von Anfragen ankündigte. Laut Fürtbauers
Informationen liegt in der Causa auch bereits eine anonyme
Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft vor.
Fürtbauer betonte, dass es hier um das Vermögen und die
Beitragszahlungen von vielen tausenden Pflichtmitgliedern der WKO
gehe. „Es muss jetzt rasch und lückenlos aufgeklärt werden, ob der
Wirtschaftskammer durch die ‘windigen Immobiliendeals’ ein
Vermögensschaden oder ein Vermögensnachteil entstanden ist. Und zwar
nicht nur in diesem Fall, sondern bei sämtlichen Kammergeschäften
während der Präsidentschaft von Walter Ruck“, so Fürtbauer wörtlich.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordere daher eine formelle Befassung
des Kontrollausschusses der WKO: „WKO-Präsidentin Martha Schultz hat
erste Prüfungen zur Frage der Besetzung von Posten mit
Familienmitgliedern angekündigt, jedoch verlangen die nun
bekanntgewordenen Immobiliengeschäfte die unverzügliche Einsetzung
des Kontrollausschusses. Die WKO schuldet ihren Pflichtmitgliedern
volle Aufklärung“, forderte Fürtbauer.





