Österreich (OTS) – – Interesse an Eigentumswohnungen und Häusern zum
Kauf wieder leicht
im Aufwind
– Wirtschaftsentwicklung, Rechtssicherheit und KI-Innovationen als
wesentliche Faktoren des kommenden Jahres
– Nachhaltigkeit weiter stark präsent, für 73,5 Prozent bei der
Immobiliensuche sehr wichtig bzw. wichtig
Das Jahr 2025 hatte für die Immobilien-Welt in Österreich eine
große Bandbreite an Entwicklungen, aber grundsätzlich auch Stabilität
parat. Der aktuelle Grundtenor hinsichtlich der bevorstehenden
Marktentwicklung ist in der Branche vorsichtig zuversichtlich. “Wir
hören beim ständigen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen
unterschiedlichste Erwartungen und Prognosen. Viele Bereiche sind
bereits wieder angesprungen, andernorts fehlen aber vielfach noch die
Impulse. In Summe ist die Stimmung bereits wieder spürbar positiver
geworden”, berichtet Judith Kössner, Head of Immobilien bei
willhaben. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie zusammengefasst, worauf
es 2026 besonders ankommen wird:
Zwtl.: Eigentum langsam wieder im Aufwind
Für ein positives und erfolgreiches Immobilienjahr ist ganz
allgemein eine stabile politische und wirtschaftliche Entwicklung des
Landes die wesentliche Grundlage. Elementar berühren die Menschen
dabei insbesondere die Entwicklung von Inflations-Kennzahlen sowie
Finanzierungs-Möglichkeiten und damit ihr Interesse bzw. ihre
Investitions-Aktivität.
„Die Ausgangslage für 2026 ist vielversprechend, denn bereits 2025
ist der Anteil jener, die aktiv nach Eigentum suchen, wieder
gestiegen: In Spitzenmonaten legte die durchschnittliche Anzahl an
Anfragen bei Kauf-Objekten auf willhaben um bis zu 15 Prozent
gegenüber dem Vorjahr zu. Auch gemäß einer Studie von willhaben und
dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut marketagent, bei der 1.560
Personen, die auf Immobiliensuche waren, befragt wurden, hat sowohl
das Interesse an Eigentumswohnungen als auch an Häusern zum Kauf
wieder höhere Werte als 2024 erzielt”, fasst Kössner zusammen.
Angesprochen darauf, ob und wie sich die Art ihrer Immobiliensuche
verändert hat, sagten 13,4 Prozent, dass sich ihre Suche ‚zusätzlich
auf den Hauskauf‘ und 13,2 Prozent, dass sie sich ‚auf den
Wohnungskauf‘ erweitert hat. Auch der Anteil jener, die ihre Suche
auf „größere bzw. teurere Immobilien“ ausgeweitet haben, ist von 9,3
Prozent (2024) auf 11,1 Prozent (2025) gestiegen.
Auf der anderen Seite wird der Mietmarkt aller Voraussicht nach von
der anhaltenden Angebotsknappheit und weiter steigenden
Quadratmeterpreisen bei Neuvermietung geprägt sein. Da man davon
ausgehen kann, tiefer in die Tasche greifen zu müssen, sind die
Menschen im Durchschnitt derzeit – insbesondere im Mietbereich – eher
abwartend und somit weniger wechselfreudig. Hier zeigte sich im
Oktober 2025, gemäß einer weiteren Studie von willhaben und
marketagent, bereits klar: Noch nie suchten österreichweit so viele
Menschen eine Mietwohnung oberhalb der 900 Euro pro Monat-Marke, wie
im Jahr 2025.
Für etwas Entspannung könnte, insbesondere in größeren Städten,
beispielsweise ein wieder anspringen der Neubautätigkeit sorgen. Die
Fertigstellungszahlen in diesem Bereich sind in der jüngeren
Vergangenheit bekanntlich deutlich unter den Durchschnitt früherer
Jahre gefallen und verstärkten diese Verknappungs-Dynamik naturgemäß
weiter.
Zwtl.: Vertrauen und Rechtssicherheit nach unterschiedlichsten
Novellen
Für viel Anspannung und Unruhe haben sowohl die 2025 auf den Weg
gebrachten bzw. wirksam gewordenen Gesetzes-Novellen, als auch
gerichtliche Urteile, beispielsweise des Verfassungsgerichtshofes zur
Wertsicherungsklausel, gesorgt. Hier wird es 2026 besonders wichtig
sein, mit Bedacht das Vertrauen und unvoreingenommene Miteinander
aller Akteure wiederherzustellen. Ohne Stabilität und Verlässlichkeit
sind seriöse Kalkulationen im Bestandsbereich – von Sanierung bis hin
zur Vermarktung – ebenso schwer möglich, wie ein nachhaltiger
Aufschwung im Wohnbau.
Zwtl.: Künstliche Intelligenz als vielseitiger Motor in der
Immobilienwirtschaft
Die Einflüsse von AI werden auch in der Immobilienwelt immer
spürbarer, ob in der Datenanalyse, um Kundenverhalten und
Wettbewerbssituationen besser einschätzen zu können, oder auch im
Immobilienmanagement. Automatisierte Verwaltung von Bestandsverträgen
werden ebenso einfacher, als auch die vorausschauende Optimierung von
Energieverbrauch und Betriebskosten, bis hin zu präzisen Prognose-
Tools für die Instandhaltung. Durch die allgemein stärker ins
öffentliche Interesse rückenden Technologien offenbaren sich zudem
Chancen für besondere Nischenmärkte bzw. Anlageklassen. Insbesondere
Bereiche wie der Energiesektor sowie spezialisierte Immobilien wie
Data-Center, etc. gewinnen immer stärker an Bedeutung und könnten
vielfach attraktive Chancen bieten.
ESG – wie die Reise weiter geht
Im Bereich ESG gab es zuletzt allgemein eine etwas nachlassende
Dynamik. Verschiedene Vorgaben rund um Berichtspflicht und
Gebäudeeffizienz werden jedoch für mehr und mehr Marktteilnehmer
relevant. Ein wesentlicher Fokus gilt hier 2026 der konsequenten
Umsetzung von bereits konkretisierten Zielen, etwa der
Emissionsvermeidung im Bau- und Sanierungsbereich.
„Insbesondere im Wohnbereich ist der Umwelt-Aspekt für Konsumentinnen
und Konsumenten jedenfalls ungebrochen präsent: In einer von
willhaben gemeinsam mit marketagent 2025 durchgeführten
repräsentativen Befragung gaben 73,5 Prozent an, das Thema
Nachhaltigkeit sei ihnen bei der Immobiliensuche sehr wichtig bzw.
wichtig“, so Kössner abschließend.





