Wien, am 11.12. (OTS) – Das heute beschlossene ElWG ist ein
essenzieller Baustein für
Österreichs Energiewende. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000
sieht deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Entwurf. “Viele
unserer Forderungen sind jetzt erfüllt. Haushalte, die sauberen Strom
für uns alle zur Verfügung stellen, werden nun nicht mehr bestraft
und es gibt ein klares Commitment zur Klimaneutralität 2040”, freut
sich Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin bei GLOBAL 2000.
Kostensicherheit für Anlagenbetreiber:innen
Im ElWG sind nun kleinere PV-Anlagen von den Gebühren fürs Strom-
Einspeisen ausgenommen. Größere und gewerblich betriebene Anlagen
haben nun einen fixen Preis statt variabler Entgelte. “Die Ausnahmen
von kleinen Anlagen bedeutet, dass ein Großteil jener Menschen, die
in den letzten Jahren in eine PV-Anlage investiert haben, nicht mit
zusätzlichen Gebühren belastet werden”, so Keller. “Das fixe Entgelt
für größere Einspeiser bedeutet, dass Betreiber großer Anlagen mehr
Planungssicherheit und damit bessere Finanzierungsmöglichkeiten
haben. Diese Planungssicherheit in Kombination mit der nun deutlich
niedrigeren Spitzenkappung leistet einen wichtigen Beitrag, um den
Anteil erneuerbarer Energien im Netz möglichst groß zu halten.”
Klimagerechtigkeit für sozial Benachteiligte
Der Sozialtarif, welcher von den Energieversorgern finanziert werden
soll, umfasst nun zusätzlich zu den bereits im Entwurf
eingeschlossenen Gruppen auch Langzeitarbeitslose und Menschen, die
Notstandshilfe beziehen. “Zwei besonders armutsgefährdete
Bevölkerungsgruppen sind jetzt Teil der Klimawende. Das ist ein
wichtiger Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit”, so Keller. GLOBAL
2000 fordert nun rasch weitere Energiegesetze wie z. B. das
Erneuerbare-Gase-Gesetz, das Gaswirtschaftsgesetz sowie ein
effektives Klimaschutzgesetz. “Sonst wird Österreich das Ziel
Klimaneutralität bis 2040 nicht schaffen”, so Keller abschließend.





