Wien (OTS) – Der heute veröffentlichte Monatsbericht des
Bundesministeriums für
Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK) zeigt, dass der November 2025 mit einer
durchschnittlichen Lufttemperatur von +2,1 °C und einer Abweichung
von –0,3 °C gegenüber dem Mittel der Periode 1991–2020 im Bereich des
langjährigen Mittels lag. Extreme Temperaturen waren in der jüngsten
Vergangenheit eher eine Ausnahme. Die über Österreich gemittelte
Niederschlagssumme lag 7 Prozent unter dem langjährigen Mittel der
Periode 1991–2020. Etwas feuchter als im Mittel eines Novembers war
es im Wald- und Weinviertel, während in Tirol, Osttirol und
Oberkärnten Niederschlagsdefizite auftraten. Der Herbst 2025 fiel
insbesondere in Tirol und Kärnten zu trocken aus, während im
Waldviertel überdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet
wurden. Betrachtet man die letzten zwölf Monate, so zeigen sich vor
allem in Oberösterreich und in Unterkärnten nennenswerte Defizite.
Mitte November führte ein Kälteeinbruch zu Schneefall und Frost, die
Schneefallgrenze sank nördlich der Alpen teils bis in tiefe Lagen.
An den Oberflächengewässern wiesen knapp 40 Prozent der Messstellen
niedrige bis sehr niedrige mittlere monatliche Abflüsse auf. Markante
Hochwasserereignisse traten nicht auf. Der mittlere Wasserstand am
Neusiedler See betrug Ende November 115,34 m ü. A. und lag damit 9 cm
unterhalb des langjährigen Mittels von 115,43 m ü. A. ( Wasserportal
Burgenland ).
Das Monitoring der Grundwasserstände Ende November zeigten, dass rund
50 Prozent der ausgewerteten Messstellen niedrige oder sehr niedrige
Grundwasserstände auf. Gegenüber Oktober zeigt sich damit eine
leichte Erholung.
Laut den aktuellen Prognosen der GeoSphere Austria ist in der
kommenden Woche überwiegend trockenes Wetter zu erwarten. Die
Niederschlagsmengen werden voraussichtlich eher unter dem
jahreszeitlichen Durchschnitt liegen. Der Dürreindex dürfte unter
diesen Bedingungen in weiten Teilen Österreichs im leicht negativen
Bereich verbleiben.
Auch zum Jahresende bleibt die Wahrscheinlichkeit für zu milde
Witterungsverhältnisse hoch. Die erwarteten Niederschläge liegen laut
Prognosen insgesamt im Bereich des klimatologischen Mittels, was zu
dieser Jahreszeit jedoch nur geringe absolute Mengen bedeutet.
Entsprechend ist bis Jahresende maximal mit einer Stabilisierung des
Dürreindex auf trockenem Niveau zu rechnen.
Auf Basis der derzeit verfügbaren Prognosen sind bei der
Grundwassersituation aktuell keine nennenswerten Veränderungen zu
erwarten.
Wasserminister Norbert Totschnig betont dazu: „Der November hat eine
leichte Entspannung beim Grundwasser gebracht, dennoch bleibt die
Situation vielerorts sensibel. Regionale Niederschlagsdefizite
zeigen, dass wir weiterhin aufmerksam bleiben müssen. Als
Wasserwirtschaftsministerium setzen wir deshalb auf konsequente
Beobachtung und ein vorausschauendes Management, um Österreichs
Wasserressourcen langfristig zu schützen.“
Link zum Bericht: https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasser-
oesterreich/hydrographie/wasserbilanz/charakteristik1125.html





