Bundesinnung Gärtner und Floristen gratuliert den neuen Gartengestalter-Staatsmeistern zum „Best of Austria“-Award

Salzburg/Wien (OTS) – Premiere bei AustrianSkills 2025, den
österreichischen
Staatsmeisterschaften der Berufe, die am Sonntagabend in Salzburg zu
Ende gingen: Erstmals wurde ein „Overall-Sieger“ gekürt, der die
höchste Punktewertung unter allen fast 50 Wettbewerbsberufen
einfahren konnte.

Dieser erstmals vergebene Titel „Best of Austria“ geht an das
Gartengestalter-Duo Noah Knapp (von Kramer & Kramer Gartengestaltung
in Zöfing) und Simon Berner (von Nentwich Gartenbau GmbH in
Perschling). Die beiden Niederösterreicher sind damit die besten
Fachkräfte über alle AustrianSkills-Berufe hinweg.

„Wir haben damit überhaupt nicht gerechnet, hatten eigentlich
schon unsere Abreise geplant“, sagt Noah Knapp im Interview: „Und
dann sind wir zwei die Besten von fast 400 Teilnehmern, das ist
brutal.“ „Jetzt wird vielleicht doch noch einmal gefeiert, obwohl wir
es nicht vorhatten“, ergänzt Simon Berner. Als Erfolgsrezept sieht er
das besonders exakte Arbeiten und die minutiöse Zeitplanung.

Im Siegerinterview: Video zum Download (mp4) bzw. O-Ton zum
Download (mp3)

Foto (© SkillsAustria/Wieser/Slovencik) zum Download

Podium für NÖ, OÖ und Steiermark

Noah Knapp und Simon Berner sind damit auch Staatsmeister im Team
-Bewerb „Gartengestaltung“. Auf Platz 2 landeten bei AustrianSkills
die beiden Oberösterreicher Marcel Ortner (Hablesreiter
Gartengestaltung GmbH in Waldburg) sowie Simon Weiß von der
Lagerhausgenossenschaft Freistadt eGen. Der dritte Platz ging an die
beiden Steirerinnen Katharina Wurm und Lena Mosbacher, beide von
Kubart Floristik GmbH in Mitterdorf im Mürztal.

Foto Siegerpodium im Bewerb „Gartengestalter:in“ zum Download (©
SkillsAustria/Wieser/Slovencik) v.l. WKÖ-Vizepräsident Andreas Herz,
SkillsAustria-Präsident Josef Herk, Zweitplatzierte Marcel Ortner und
Simon Weiß, Siegerduo Noah Knapp und Simon Berner, Drittplatzierte
Katharina Wurm und Lena Mosbacher, Manfred Denk, Obmann der Sparte
Gewerbe und Handwerk

Starkes Team für Shanghai und Düsseldorf

„In den vergangenen zwei Tagen konnte ich mir ein Bild vom hohen
Niveau unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen. Die
Auszeichnung ‚Best of Austria‘ und damit die höchste Punkteanzahl in
diesem Wettbewerb für unsere niederösterreichischen Gartengestalter
freut mich ganz besonders“, sagt Herbert Eipeldauer ,
Bundesinnungsmeister der Gärtner und Floristen in der WKÖ. „Ich bin
stolz, dass ich dem Team als einer der Ersten gratulieren konnte.
Jetzt sehe ich mit großer Vorfreude den WorldSkills 2026 in Shanghai
entgegen und bin mir sicher, dass das österreichische Team eine
hervorragende Platzierung erreichen wird.“ Die Staatsmeisterschaften
dienen nämlich zugleich als Qualifikation für die internationalen
Bewerbe.

Drei Module gab es an innerhalb von drei Wettbewerbstagen und gut
18 Stunden Wettbewerbszeit umzusetzen, darunter ein Pflaster mit
Stufen, Gefällen und Hecke, eine Steinmauer mit Wasserspiel und
Bepflanzung sowie am dritten Tag eine freigestaltete Fläche mit
Holzdeck. Parallel dazu mussten im Planungsmodul Entwürfe gezeichnet
und auf Kundenwünsche reagiert werden – und anschließend der strengen
Jury präsentiert.

Floristik-Gold für Salzburgerin

Bei den Florist:innen ist mit dem Advent und der
Vorweihnachtszeit bereits Hochsaison. Deshalb wird die
Staatsmeisterschaft traditionell bereits Anfang Oktober ausgetragen.

Beim diesjährigen Bewerb im Messe Congress Graz konnte die
Salzburger Fachkraft Julia Gschwandtner vom „Blumenatelier“ in
Obertrum am See die oberste Treppe erklimmen: „Die Konkurrenz war
extrem stark! Als ich die anderen Schaustücke gesehen habe, dachte
ich mir: Das wird knapp. Dass es nun doch der Staatsmeistertitel
geworden ist, ist einfach der Wahnsinn.“ Hinter der Staatsmeisterin
aus Salzburg landeten die Steirerinnen Leonie Schweighofer (Platz 2)
und Anna Schweighofer (Platz 3, zufällige Namensgleichheit), die
beide bei „Blütenzauber“ in Weiz tätig sind.

Fotos vom Floristik-Bewerb im Oktober in Graz (©
SkillsAustria/Sabine Watl)

Bronze mit Verspätung für steirische Floristin

Für eine hatten AustrianSkills in Salzburg mit einer
Riesenüberraschung begonnen: Die steirische Floristin Sophie
Bretterklieber (23), die bei der Berufs-EM EuroSkills in Herning (
Dänemark) im September das Podium mit Platz vier haarscharf verpasst
hatte, erhielt von WorldSkills-Europe-CEO Laurence Gates nachträglich
Bronze überreicht, nachdem bei der offiziellen Ergebniskontrolle ein
Rundungsfehler festgestellt wurde.

„Das fühlt sich gerade surreal an. Ich finde gar keine Worte“,
war die erste Reaktion von Sophie: „EM-Bronze zu erhalten, ist noch
einmal etwas ganz anderes. Darauf bin ich extrem stolz, denn das
Niveau des Wettbewerbs in Dänemark war schon sehr, sehr hoch. Ich
hatte mich schon mit dem Medallion of Excellence abgefunden. Aber
jetzt haben sich die monatelange Vorbereitung und das harte Training
noch mehr ausgezahlt.“

Foto1: Floristin Sophie Bretterklieber,
Bronzemedaillengewinnerin… | Flickr

Die frisch gekürte EM-Bronzegewinnerin Sophie Bretterklieber wird
bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Salzburg gefeiert.
© SkillsAustria/Wieser/Slovencik

Foto2: Sophie konzentriert beim Wettbewerb in Herning (Dänemark)
TN Floristen – Sophie Bretterklieber | skillsaustria | Flickr ©
SkillsAustria/Wieser/Slovencik

(PWK486/HSP)