Wohlige Wärme im Wintergarten: Wie Sie den Anbau im Winter richtig heizen

417 Aufrufe 0 Comment

Ein Wintergarten wertet, sofern fachgerecht verbaut, den Wert Ihres Hauses auf. Der naturnahe Wohnraum mit Fenstern und gläsernen Türen verschafft Ihnen einen freien Blick in den Garten. Als gemütlicher Rückzugsort ersetzt er die klassische Terrassenüberdachung, sodass Sie den Anbau ganzjährig nutzen. Während es draußen stürmt und schneit, sitzen Sie drinnen im Warmen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie den zusätzlichen Wohnraum richtig heizen. Lesen Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, um den Raum auf Temperatur zu bringen und worauf Sie dabei achten.

Welche Vorteile hat ein Wintergarten?

Mit einem Wintergarten nutzen Sie den Raum sommers wie winters und sind dabei geschützt vor widrigen Witterungsbedingungen. Der Anbau dient als schützender Wärmepuffer, der Ihre Heizkosten mindert. Dafür machen Sie sich den sogenannten Glashauseffekt zunutze. Die Raumluft heizt sich durch die wärmenden Sonnenstrahlen auf, sodass es im Inneren auch ohne Heizung warm wird. Daher eignet sich ein Wintergarten in den kühleren Monaten des Jahres zum Überwintern von kälteempfindlichen Pflanzen. Das funktioniert jedoch nur, solange die Sonne scheint. Versteckt sie sich hinter dicken Wolken, schalten Sie die Heizung zu, um die Raumtemperatur zu erwärmen. Im Vergleich zu einem normalen Wohnraum benötigt das Glaskonstrukt das Drei- bis Vierfache an Heizleistung.

Wie profitieren Nutzer auch im Winter vom Glashauseffekt?

Die Ausrichtung des Wintergartens entscheidet darüber, ob sich der zusätzliche Wohnraum ausreichend aufwärmt. Empfehlenswert ist eine Südausrichtung. Dank dieser bekommt der Glasbau ausreichend Licht und Wärme ab. Laut dem Bundesverband Wintergarten e. V. nutzen Sie einen nach Süden ausgerichteten Anbau mit Wärmeschutzverglasung an etwa 220 bis 270 Tage als vollwertige Wohnraumerweiterung. Mit etwas Glück reicht die Wärme auch, um den benachbarten Raum aufzuwärmen. Das spart hohe Kosten für Energie.

Bei winterlichen Temperaturen benötigen Sie eine zusätzliche Heizung, um eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ein Nachteil des nach Süden ausgerichteten Wintergartens: Im Sommer wird es ohne Beschattung und Belüftung schnell sehr warm im Raum.

Welche Formen von Wintergärten unterscheiden sich?

Beabsichtigen Sie, einen Wintergarten zu kaufen, wählen Sie aus drei Arten, die sich für verschiedene Einsatzzwecke eignen:

  • Warme Wintergärten eignen sich zur ganzjährigen Nutzung als Wohnraum. Gut beheizt liegen die Temperaturen in der kühlen Jahreszeit über 19 Grad Celsius. Bei Bedarf bringen Sie hier tropische Pflanzen unter, die das Raumambiente aufwerten.
  • Mittelwarme Wintergärten sind nur geringfügig wärmeisoliert. Daher nutzen Sie den kühlen Wohnraum im Winter nur eingeschränkt. Beheizt erreicht die Innenraumtemperatur etwa 12 bis 19 Grad Celsius.
  • Kalte Wintergärten haben in den meisten Fällen eine einfache Zweifachverglasung. Sie sind nicht frostfrei und besitzen keine integrierte Heizung. Wollen Sie ein Gartenzimmer kaufen, beachten Sie, dass sich dieses nicht als Wohnraum eignet. Im Winter liegen die Temperaturen im Innenraum zwischen 0 und 12 Grad Celsius. Empfehlenswert ist die Verwendung eines Heizstrahlers oder eines kleinen Ofens, um einzelne Bereiche punktuell mit Wärme zu versorgen.

Worauf achten Sie bei der Verglasung des Wintergartens?

Eine gute Wärmeisolierung und Dämmung sind entscheidend, um Kosten fürs Heizen zu sparen. Sie verhindern, dass Wärme verloren geht. Drei Glasarten kommen infrage, wenn Sie einen Wintergarten kaufen:

  • Zweifachverglasungen kommen bei Kaltwintergärten zum Einsatz. Die Glasflächen bestehen aus zwei Scheiben, die miteinander verbunden sind.
  • Dreifachverglasungen überzeugen mit einer hochwertigeren Dämmung. Sie sind jedoch teurer in der Anschaffung.
  • Isolierverglasungen eignen sich am besten, um Warmwintergärten auszustatten. Das Glas setzt sich aus mehreren Scheiben zusammen. Diese sind durch Dichtstoff und Abstandshalter miteinander verbunden. In den Zwischenräumen verbessert ein Edelgas-Luft-Gemisch die Dämmeigenschaften.

Neben der Beschaffenheit der Scheiben spielt der fachmännische Anbau eine entscheidende Rolle, um den Wintergarten energieeffizient zu nutzen. Eine lückenlose Konstruktion verhindert, dass kalte Luft eindringt. Ausreichend abgedichtet dient der Anbau als Wärmepuffer für den anliegenden Wohnraum. Er trägt dazu bei, Heizkosten zu mindern.

Welche Aufgabe hat eine Wintergartenheizung?

Beim Heizen spielt nicht nur das Erwärmen der Luft eine Rolle. Eine ebenso wichtige Aufgabe der Heizwärme ist es, die Oberflächen sämtlicher Bauteile aufzuheizen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Um das zu realisieren, empfiehlt es sich schon bei der Planung auf Konstruktionsteile zu verzichten, die empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren. Dadurch führt die kurzzeitige Kondensatbildung an den Scheiben nicht zu Schäden.

Welche Heizsysteme eignen sich zum Beheizen des Wintergartens?

Für einen Wintergarten eignen sich:

  • Klassische Heizkörper, die Konvektionswärme spenden: Hierbei erweitern Sie die bestehende Zentralheizung um einen zusätzlichen Heizkörper. Dieser erwärmt die Luft an den Heizkörperflächen. Diese steigt auf, kühlt sich an der Decke ab und sinkt wieder zu Boden. Sie strömt zurück zur Wärmequelle und heizt sich erneut auf. Dadurch zirkuliert die Luft im Raum. Empfehlenswert ist das Anbringen an den Glasflächen, um zu verhindern, dass die Scheiben beschlagen. Zur Auswahl stehen niedrige Heizkörper, die optisch kaum auffallen, sowie Unterflurheizsysteme, die Sie in den Boden integrierten.
  • Infrarotheizungen, die Strahlungswärme spenden: Diese Variante bringt die Wärme in ausgewählte Bereiche des Wintergartens, beheizt jedoch nicht den gesamten Raum. Da die Geräte keine Konvektion verursachen, wirbeln sie weder Staub auf, noch erzeugen sie trockene Luft. Dadurch erfreuen sich Menschen und Pflanzen gleichermaßen an der behaglichen Atmosphäre.

Um den Wintergarten zu beheizen, empfiehlt sich eine Kombination aus der Grundheizung mit klassischen Heizkörpern und einer Infrarotheizung. Letztere überzeugen durch eine unkomplizierte Anwendung und einem günstigen Anschaffungspreis.

Eignet sich ein Kaminofen zum Beheizen des Wintergartens?

Ein Kaminofen ist dekorativ und verleiht dem Raum ein romantisches Ambiente. Er strahlt viel Wärme aus. Überwintern Sie im Glashaus Pflanzen, könnte das zu Schäden führen, da die Heizungsluft die Erde sowie die Blätter austrocknet. Um den Ofen zu betreiben, ist eine fachgerechte Abgasführung erforderlich, die der Schornsteinfeger vor Inbetriebnahme überprüft. Der Einbau bedeutet einen höheren Aufwand und ist teilweise kostspielig, sofern sich der Schornstein nicht in der Nähe befindet. Ein Alternative ist ein Kamin mit Speicherelementen. Diesen verwenden Sie gleichzeitig als Sitzfläche. Deko-Kamin, die Sie mit Bio-Ethanol betreiben, schaffen eine wohlige Atmosphäre, haben aber nur eine geringe Wärmeleistung. Einen Elektrokamin betreiben Sie mit einer Stromquelle. Er verbraucht viel Energie und ist teilweise sehr laut. Je nach Leistung beheizen Sie damit kurzzeitig kleinere Räume. Sie eignen sich als Zusatzheizung, erzeugen jedoch keine Grundlastwärme, die alle Bereiche gleichmäßig auswärmt.

Womit heize ich einen Kaltwintergarten?

Für Kaltwintergärten eignen sich Infrarotheizungen, mit denen Sie zielgerichtet bestimmte Bereiche des Raums beheizen, in denen Sie sich kurzzeitig aufhalten. Die wohlige Wärme entsteht nur wenige Sekunden nach dem Anschalten. Verlassen Nutzer den Raum, schalten sie das Gerät wieder aus, um Kosten zu sparen.

Wintergarten kaufen: Welcher Anbieter ist empfehlenswert?

Solundo ist ein Spezialist für Aluminiumüberdachungen aus dem niederländischen Nunspeet, der mit einem breiten Portfolio an Terrassenüberdachungen, Gartenzimmer aus Glas, Glasschiebewände und Carports überzeugt. Erhältlich sind die Produkte direkt vor Ort oder unter Solundo.de. Im Angebot sind insbesondere Kaltwintergärten, die Sie in Größe, Farbe und Form individuell konfigurieren. Dabei wählen Sie aus unterschiedlichen Materialien zur Überdachung, darunter Polycarbonatplatten verschiedener Qualitäten und Verbundsicherheitsglas. Die Bausätze enthalten alle erforderlichen Bauteile und Elemente, um den Wintergarten selbst aufzubauen. Dank der übersichtlichen Installationsanleitung lässt sich die Hauserweiterung unkompliziert realisieren. Voraussetzungen dafür sind etwas handwerkliches Geschick und Hilfe von Freunden oder der Familie.

Fazit: Den Wintergarten richtig heizen

Um den Wintergarten effizient zu heizen, eignen sich Heizkörper, die Sie in die bestehende Zentralheizung des Hauses integrieren. Zusätzlich spenden Infrarotheizkörper punktuelle Wärme im Sitzbereich. Um Kosten zu sparen, achten Sie bereits bei der Planung darauf, dass Sie den Glashauseffekt optimal ausreizen. Mit einer wärmedämmenden Verglasung und einer Ausrichtung nach Süden nutzen Sie die wärmende Kraft der Sonne ganzjährig aus, sodass sie zwei Drittel des Jahres keine zusätzliche Heizung zuschalten. Festzuhalten bleibt, dass ein Wintergarten das drei- bis vierfache an Heizkosten verursacht, wie ein normaler Wohnraum. Daher ist es ein lückenloser Anbau und eine gute Isolation entscheidend, um die Energieeffizienz zu verbessern.