LiDAR aus der Luft: Schmid & RIEGL prägen Vermessung

Redaktion

Am 2026-01-08 setzt Vermessung Schmid mit Drohne und RIEGL-LiDAR neue Standards in Österreich: präzisere Vermessung aus der Luft, schneller, sicherer, effizienter. Was heute in Klosterneuburg bekannt gegeben wurde, markiert mehr als ein technisches Upgrade. Es ist ein Signal an Bauwirtschaft, Gemeinden und Infrastrukturbetreiberinnen und -betreiber im ganzen Land: Luftgestützte Vermessung mit modernem LiDAR wird zum praxistauglichen Werkzeug für Projekte, bei denen es auf Genauigkeit, Tempo und Verlässlichkeit ankommt. Die Kombination aus DJI Matrice 400 und dem RIEGL VUX-120-23 stammt aus österreichischer Spitzentechnologie und für die österreichische Praxis: kurze Wege zum Hersteller, abgestimmte Workflows und ein klarer Fokus auf Qualität. Wer heute Planungsentscheidungen treffen muss, braucht Daten, die tragen. Genau hier setzt die Meldung an – mit einer Lösung, die in dicht bewaldeten, steilen oder schwer zugänglichen Gebieten ebenso zuverlässig arbeitet wie über Straßen, Leitungen und Anlagen. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Ingenieurinnen und Ingenieure, sondern alle, die auf belastbare Geodaten angewiesen sind.

LiDAR aus der Luft: neue Maßstäbe für Vermessung in Österreich

Vermessung Schmid erweitert seinen High-Tech-Messgerätepark und zählt zu den ersten Anwendern der jüngsten LiDAR-Generation in Österreich. Kernstück ist die Verbindung einer robusten, professionellen Drohne der Baureihe DJI Matrice 400 mit dem RIEGL VUX-120-23. Der Laserscanner stammt vom niederösterreichischen Hersteller RIEGL in Horn und gilt als Aushängeschild für Präzision, Punktdichte und Datenqualität. Laut Quelle ermöglicht die hauseigene RiLOC-F-Technologie durch die Kombination aus Inertialer Messeinheit und GNSS sowie der Nutzung einer nahegelegenen lokalen Basisstation eine Georeferenzierung von besonders hoher Genauigkeit. Für die Praxis heißt das: dichteres, konsistenteres Datenmaterial für 3D-Geländemodelle, Leitungsdokumentation, Forstbestände, Baustellen- und Infrastrukturaufnahmen.

Was heute gemeldet wurde – und warum es zählt

Die Mitteilung betont drei Punkte: Erstens rückt LiDAR aus der Luft weiter in den operativen Alltag österreichischer Vermessungsbüros vor. Zweitens verkürzt die Kombination aus professioneller Drohne und Spitzen-Laserscanner die Zeit vom Flug bis zur auswertbaren Punktwolke. Drittens entstehen neue Anwendungsfelder, wenn traditionelle Messmethoden an Grenzen stoßen, etwa in steilen Hängen, dichten Wäldern oder in Bereichen, die aus Sicherheitsgründen nicht begehbar sind. All das ist in Österreich besonders relevant, weil Topografie, Waldanteil und der hohe Bedarf an Infrastrukturmodernisierung präzise Datengrundlagen verlangen.

Fachbegriffe verständlich erklärt

LiDAR

LiDAR ist eine Messtechnik, bei der ein Laserscanner Lichtimpulse aussendet und deren Reflexion an Oberflächen misst. Aus der Laufzeit der Lichtsignale wird die Entfernung berechnet, wodurch Millionen von Punkten entstehen, die eine dreidimensionale Punktwolke bilden. Anders als Kameras, die Bilder liefern, erzeugt LiDAR direkt geometrische Daten mit Höhen- und Entfernungsinformation. Das ist besonders nützlich, wenn Vegetation, variierende Lichtverhältnisse oder komplexe Geländeformen vorliegen. Für die Vermessung bedeutet LiDAR, dass selbst feine Strukturen wie Böschungen, Gräben, Leitungen oder Baumkronen in hoher Detailtiefe erfasst werden können. Moderne Systeme arbeiten mit hoher Wiederholrate, stabiler Kalibrierung und abgestimmten Prozessen, die von der Flugplanung bis zur Auswertung reichen.

Drohne (DJI Matrice 400)

Die hier eingesetzte Drohne dient als fliegende Plattform für den Laserscanner. Professionelle Systeme wie die DJI Matrice 400 sind auf verlässliche Flugzeiten, stabile Positionierung und redundante Systeme ausgelegt. Im Vergleich zu kleineren Hobby-Drohnen trägt eine solche Plattform präzise Sensoren, bleibt auch bei moderatem Wind ruhig in der Luft und erlaubt planbare, reproduzierbare Flugrouten. Für die Vermessung ist das wichtig, weil gleichmäßige Flughöhen, verlässliche Geschwindigkeiten und stabile Sensorlagerung die Datenqualität sichern. Die Drohne ist dabei kein Selbstzweck: Sie erweitert den Radius, in dem Vermessungsteams effizient arbeiten, und erreicht Gebiete, die zu Fuß oder mit dem Messstab nur schwer zugänglich sind, ohne Sicherheit zu kompromittieren.

RIEGL VUX-120-23

Der RIEGL VUX-120-23 ist ein luftgestützter Laserscanner, der für die Kombination aus hoher Punktdichte und Genauigkeit entwickelt wurde. Er ist kompakt genug für den Drohneneinsatz, zugleich robust und auf professionelle Workflows ausgelegt. Ein wesentliches Merkmal solcher Sensoren ist die Fähigkeit, Bodenpunkte auch durch teils dichte Vegetation zu detektieren, indem mehrere Echos eines Laserpulses ausgewertet werden. In der Praxis führt das zu Punktwolken, die sowohl die Oberfläche der Vegetation als auch den darunterliegenden Boden abbilden. Für Ingenieurinnen und Ingenieure in Planung und Dokumentation ist das entscheidend, weil dadurch Modellierungen, Volumschätzungen und präzise Bestandsaufnahmen möglich werden, selbst wenn das Gelände unübersichtlich ist.

RiLOC-F

RiLOC-F ist laut Quelle eine von RIEGL entwickelte Technologie, die die Daten des Laserscanners mit Bewegungs- und Positionsinformationen zusammenführt. Sie kombiniert die Messwerte der Inertialen Messeinheit mit GNSS-Signalen und nutzt eine lokale Basisstation, um die Georeferenzierung zu verfeinern. Georeferenzierung bedeutet, dass jeder Punkt der Punktwolke einen Ort im Koordinatensystem erhält, der auf die Erdoberfläche bezogen ist. RiLOC-F sorgt also dafür, dass die berechneten Koordinaten möglichst genau sind, indem Ungenauigkeiten aus Bewegungen der Drohne, Satellitensignal-Einflüssen und anderen Störquellen minimiert werden. Das Ergebnis sind Datensätze, die fachlich belastbar und reproduzierbar sind, was für Genehmigungen, Abrechnungen und Planungen zentral ist.

GNSS

GNSS steht für globale Satelliten-Navigationssysteme. Dazu gehören verschiedene Systeme wie GPS. Für die Vermessung ist wichtig, dass GNSS nicht nur Positionen für Navigation liefert, sondern in präzisen Verfahren auch Zentimeter- bis Subdezimeter-Genauigkeiten erreichbar sind, wenn man Korrekturdaten nutzt. In der Praxis geschieht das über Referenzstationen, Netzwerke oder lokale Basisstationen, die die Satellitensignale auswerten und Korrekturen bereitstellen. Die Drohne und der Scanner erhalten dadurch präzisere Koordinaten. Allerdings ist GNSS allein nicht ausreichend, weil Bewegungen, kurzzeitige Abschattungen und Multiplatheffekte die Genauigkeit beeinflussen können. Deshalb wird GNSS mit IMU-Daten kombiniert, um eine stabile Lage- und Positionslösung zu erhalten.

IMU (Inertiale Messeinheit)

Eine IMU misst Beschleunigungen und Drehgeschwindigkeiten in mehreren Achsen. Aus diesen Daten lässt sich berechnen, wie sich das System im Raum bewegt und orientiert. Bei einem Laserscanner an einer Drohne ist das essenziell, weil sich die Plattform ständig bewegt. Nur wenn man die exakte Lage und Bewegung kennt, kann man jede gemessene Entfernung des Lasers korrekt in das Koordinatensystem eintragen. IMU-Daten gleichen kurzfristige GNSS-Schwächen aus und liefern zusammen mit den Satellitendaten eine robuste Lösung. Je besser die IMU kalibriert ist und je stabiler die Fusion der Daten, desto konsistenter sind die resultierenden Punktwolken, selbst über längere Flüge und wechselnde Umweltbedingungen hinweg.

Georeferenzierung

Unter Georeferenzierung versteht man die Zuweisung realer Koordinaten zu jedem einzelnen Punkt einer Messung. In der luftgestützten Vermessung bedeutet das, dass die Punktwolke später korrekt in Karten, Pläne oder Geoinformationssysteme eingefügt werden kann. Eine präzise Georeferenzierung ist die Basis für alle weiteren Arbeitsschritte: Bauplanung, Trassierung, Volumenberechnungen, Gefahrenzonenbewertungen oder die Fortschreibung von Bestandsplänen. Wenn die Georeferenzierung stimmt, können Daten aus unterschiedlichen Messkampagnen, Jahren und Sensoren zuverlässig kombiniert werden. Technologien wie RiLOC-F zielen genau darauf ab, die unvermeidbaren Fehlerquellen zu reduzieren, um Planungen auf ein stabiles Fundament zu stellen.

Punktdichte

Punktdichte beschreibt, wie viele Einzelmesspunkte pro Fläche in der Punktwolke vorliegen. Eine höhere Punktdichte liefert mehr Detail, kann kleine Geländekanten, dünne Leitungen oder feine Strukturen besser wiedergeben und ermöglicht präzisere Modelle. Allerdings steigen mit der Punktdichte auch die Datenmengen und die Anforderungen an die Auswertung. Professionelle Workflows legen daher Wert auf eine sinnvolle Balance: so dicht wie nötig, so effizient wie möglich. In Wäldern kann eine ausreichende Punktdichte den Unterschied ausmachen, ob der echte Boden zwischen den Blättern überhaupt sichtbar wird. Bei Baugruben und Deponien entscheidet sie, wie exakt Volumenberechnungen gelingen.

3D-Geländemodellierung

Die 3D-Geländemodellierung ist die rechnerische Abbildung der Erdoberfläche samt relevanter Objekte wie Wege, Böschungen oder Strukturen des Bewuchses. Auf Basis der LiDAR-Punktwolke wird ein digitales Geländemodell erzeugt, oft ergänzt durch Bruchkanten, die Kanten von Geländeformen besonders kennzeichnen. Diese Modelle sind die Grundlage für viele Fachanwendungen: Straßen- und Bahnbau, Hochwasserschutz, Leitungsplanung, forstliche Bewirtschaftung oder die Bewertung von Naturgefahren. Je besser die Datenqualität, desto verlässlicher werden Simulationen, Kostenschätzungen und Bauabläufe. Moderne Software kann aus den Modellen zudem Profile, Querschnitte und Massenberechnungen ableiten.

Historische Entwicklung: Von der Kette zum Laserscanner

Vermessung in Österreich hat eine lange Tradition. Historisch begann die Landesvermessung mit analogen Methoden: Maßketten, Theodoliten und trigonometrische Netze strukturierten das Land, um Karten zu zeichnen und Eigentumsgrenzen festzuhalten. Mit der Einführung elektronischer Distanzmessgeräte und Totalstationen veränderte sich die Genauigkeit und Effizienz spürbar. Später holte die GNSS-Technologie die Satellitennavigation in die Vermessungspraxis, wodurch großflächige Aufnahmen schneller und mit höherer Konsistenz möglich wurden. In den 1990er- und 2000er-Jahren gewann die Photogrammetrie aus der Luft stark an Bedeutung: Aus Luftbildern wurden Höheninformationen abgeleitet, die Kartierung beschleunigte sich. LiDAR brachte schließlich den Sprung vom bildbasierten Ableiten zur direkten Messung von Distanzen und Höhen. Während anfangs Flugzeuge mit schweren Scannern arbeiteten, haben Drohnen in den letzten Jahren die Schwelle für hochpräzise Aufnahmen gesenkt. Heute sind UAV-basierte LiDAR-Lösungen so weit ausgereift, dass sie in vielen Projektphasen eine tragende Rolle spielen – von der Erkundung über die Bauüberwachung bis zur Schlussdokumentation. Für Österreich mit seinen alpinen Räumen, dichten Wäldern und vielfältigen Infrastrukturen bedeutet das, dass hochauflösende 3D-Daten schneller verfügbar werden. Unternehmen wie Vermessung Schmid verbinden diese Entwicklungen mit lokalem Know-how, etablierten Qualitätsstandards und vertrauten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern.

Zahlen und Fakten aus der Quelle – und was sie bedeuten

Die vorliegende Aussendung nennt keine Messwerte wie Frequenzen, Reichweiten in Metern oder spezifizierte Genauigkeiten in Zahlen. Klar benannt sind jedoch folgende Fakten, die für die Praxis entscheidend sind:

  • Vermessung Schmid zählt zu den ersten Anwendern der neuesten LiDAR-Technologie in Österreich.
  • Die Lösung besteht aus einer DJI Matrice 400 und dem RIEGL VUX-120-23, entwickelt und produziert in Horn, Niederösterreich.
  • RiLOC-F kombiniert IMU und GNSS mit der Nutzung einer nahegelegenen lokalen Basisstation, um die maximale Genauigkeit der Georeferenzierung zu erzielen.
  • Neue Anwendungsfelder werden ausdrücklich genannt: 3D-Geländemodellierung, Forstwirtschaft, Leitungsdokumentation und Infrastrukturplanung.
  • Der Einsatz ist für komplexes, bewaldetes und schwer zugängliches Terrain ausgewiesen.

Aus diesen Punkten lässt sich fachlich ableiten: Wer Projekte mit wechselvollen Geländeformen betreut, profitiert von Punktwolken, die sowohl den Boden als auch Vegetationshöhen differenziert wiedergeben. Die Nutzung einer lokalen Basisstation deutet auf ein Korrekturverfahren hin, das systematisch die Positionsqualität hebt. Die robuste Plattform unterstützt regelmäßige, reproduzierbare Befliegungen, was für Bauphasenpläne und Soll-Ist-Vergleiche relevant ist. Wo die Aussendung keine Zahlen nennt, bleibt für konkrete Projektentscheidungen die Spezifikation der Herstellerseite maßgeblich. Für Ausschreibungen oder Kalkulationen empfiehlt sich deshalb, die offiziell publizierten Leistungsangaben des RIEGL VUX-120-23 direkt zu konsultieren und sie mit Projektanforderungen abzugleichen.

Vergleich: Bundesländer, Deutschland, Schweiz

Die Einsatzbedingungen variieren je nach Topografie und Verwaltungspraxis. In Österreich unterscheiden sich die Bundesländer durch Relief, Waldanteile und infrastrukturelle Dichte. Alpine Regionen in Tirol, Salzburg oder der Steiermark profitieren besonders von LiDAR, wenn Hänge, Wildbachverbauungen und Lawinenverbauungen dokumentiert werden müssen. Flachere Gebiete wie das Burgenland oder Teile Niederösterreichs nutzen die Technik für großflächige Leitungsdokumentation, landwirtschaftliche Bewirtschaftung und Drainagen. In Deutschland ist die Luft- und Landesvermessung föderal organisiert, ähnlich wie in Österreich. LiDAR ist dort in Katasterfortführung, Ingenieurvermessung und Umweltmonitoring etabliert, mit starkem Fokus auf Normung und standardisierte Datenformate. Die Schweiz gilt mit ihrer Landesvermessung als Vorreiter bei hochpräzisen Geodaten. Das Zusammenspiel aus alpinem Gelände, starkem Sicherheitsdenken und klaren Standards hat die Verbreitung luftgestützter Vermessung beschleunigt. Österreich liegt zwischen diesen Modellen: mit wachsenden UAV-Anwendungen, regional unterschiedlichen Projektanforderungen und einem starken Netzwerk privater Vermessungsbüros, die nahe am Bedarf von Gemeinden, Infrastrukturbetreibern sowie Bau- und Forstunternehmen arbeiten.

Konkreter Nutzen für Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und Unternehmen

Die Frage, die viele stellen: Was bringt LiDAR aus der Luft im Alltag? Drei Aspekte stechen heraus. Erstens beschleunigt sich die Datenerhebung. Wenn ein Forstbetrieb nach Sturmereignissen schnell wissen muss, wo Windwürfe liegen, liefern Drohne und LiDAR rasch ein aktuelles Lagebild. Zweitens steigt die Sicherheit. In steilen Hängen, an stark befahrenen Straßen oder in Industriebereichen reduziert die luftgestützte Aufnahme die Zeit, in der Menschen vor Ort Risiken ausgesetzt sind. Drittens erhöht sich die Qualität der Planungsgrundlagen, weil Punktdichte und Georeferenzierung für belastbare Entscheidungen sorgen.

  • Beispiel Gemeinde: Ein lokaler Hochwasserschutz soll verstärkt werden. LiDAR-Daten erlauben präzisere Querschnitte und Volumenberechnungen für Dämme. Das beschleunigt die Abstimmung zwischen Wasserbau, Bauhof und Planungsbüros.
  • Beispiel Energie und Leitungen: Eine Betreiberin einer Freileitung benötigt eine genaue Bestandsaufnahme vor einer Sanierung. LiDAR aus der Luft bildet Leitungsverlauf, Masten und Freiräume ab. Das erleichtert die Planung von Abschaltungen und Bauabläufen.
  • Beispiel Bauwirtschaft: Ein Tiefbauprojekt benötigt regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche. Punktwolken aus wiederholten Befliegungen zeigen Fortschritte, Abweichungen und Mengen in einem konsistenten Koordinatensystem.
  • Beispiel Forstwirtschaft: Nach Trockenperioden hilft die flächige Erfassung bei der Identifikation von Bereichen mit Ausdünnung. Maßnahmen lassen sich gezielter planen und kontrollieren.

Für Bürgerinnen und Bürger heißt das am Ende: schneller realisierte Projekte, besser planbare Baustellenphasen, potenziell geringere Kosten durch weniger Nacharbeit und präzisere Ausschreibungen. Für Gemeinden bedeutet es verlässlichere Entscheidungsgrundlagen in Ausschüssen und im Gemeinderat. Für Unternehmen reduziert es Unsicherheiten in Kalkulation und Bauablauf. Weil die Daten georeferenziert sind, lassen sie sich mit bestehenden Plänen, Katasterdaten oder Geoinformationssystemen verknüpfen.

Rechtsrahmen, Betrieb und Datenschutz

Der Betrieb professioneller Drohnen in Österreich unterliegt dem europäischen und nationalen Rechtsrahmen. Je nach Einsatzgebiet und Risiko werden Flüge in geeigneten Kategorien geplant und genehmigt. In der Praxis kommen standardisierte Abläufe zum Tragen: Flugplanung, Beurteilung der Umgebung, Einhaltung von Sicherheitsabständen, Kennzeichnung der Drohne und Dokumentation. Wo sensible Bereiche berührt sein können, ist die Abstimmung mit zuständigen Stellen sinnvoll. Datenschutz spielt ebenfalls eine Rolle: LiDAR sammelt primär Distanzdaten, dennoch wird der Einsatz so gestaltet, dass Persönlichkeitsrechte respektiert werden. Verantwortungsvolle Vermessungsbüros achten darauf, dass Erhebung und Verarbeitung zweckgebunden erfolgen und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Dieser professionelle Rahmen sorgt dafür, dass LiDAR-Anwendungen nicht nur technisch überzeugen, sondern auch rechtssicher umgesetzt werden.

Expertenstimmen aus der Quelle

‚Durch seine außergewöhnliche Datengenauigkeit und die hohe Punktdichte zählt er zu den modernsten LiDAR-Sensoren am globalen Markt‘, so Philipp Amon, ULS Business Division Manager von RIEGL. ‚Besonders stolz sind wir auf die hauseigene, innovative RiLOC-F Technologie – eine Kombination aus Inertialer Messeinheit (IMU) und GNSS, bei der in der Weiterverarbeitung der Daten die Nutzung einer nahegelegenen lokalen Basisstation dafür sorgt, dass die maximale Genauigkeit bei der Georeferenzierung der hochpräzisen LiDAR-Daten erzielt wird.‘

‚Unsere langjährige Partnerschaft mit RIEGL ist ein zentraler Baustein unseres technologischen Fortschritts‘, betont Mag. Nikolaus Schiller, Kaufmännischer Leiter von Vermessung Schmid. ‚Wir freuen uns, als eines der ersten Unternehmen in Österreich diese neue Technologie produktiv einzusetzen und unseren Kunden damit noch präzisere und effizientere Vermessungsleistungen anbieten zu können.‘

Praxis und Workflow: Von der Mission zum Modell

Ein typischer Ablauf beginnt mit der Bedarfsklärung: Welche Fläche, welches Ziel, welche Genauigkeit? Es folgt die Flugplanung mit geeigneter Flughöhe, Routen und Überlappung. Vor Ort wird die Drohne vorbereitet, die Basisstation eingerichtet und eine kurze Testaufnahme durchgeführt. Während des Flugs erfasst der RIEGL VUX-120-23 LiDAR-Daten, die zusammen mit GNSS- und IMU-Informationen gespeichert werden. Nach der Landung beginnt die Verarbeitung: Daten werden gesichert, Korrekturen angewandt, Punktwolken erzeugt und qualitätsgesichert. Erst dann folgen Ableitungen wie digitale Geländemodelle, Profile, Volumina oder Klassifizierungen, die Vegetation vom Boden unterscheiden. Abschließend werden die Ergebnisse dokumentiert und im gewünschten Format übergeben, damit Planungsbüros, Gemeinden und Unternehmen direkt weiterarbeiten können.

Zukunftsperspektive: Wohin steuert Österreichs Vermessung?

Mit der Verfügbarkeit von kombinierten Drohnen- und LiDAR-Systemen auf professionellem Niveau dürfte die Nachfrage nach hochaufgelösten, verlässlich georeferenzierten 3D-Daten weiter steigen. Österreich steht vor großen Aufgaben: Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Energiewende, Digitalisierung von Beständen, Klimaanpassung in Gemeinden. In all diesen Feldern zahlt sich eine präzise Datengrundlage aus. Trends, die absehbar sind: mehr regelmäßige Monitoringflüge über Baustellen und kritischen Abschnitten, verstärkte Integration von Punktwolken in BIM-Prozesse, engere Verzahnung mit Kataster- und GIS-Systemen sowie automatisierte Auswertungen, die Modelle fast in Echtzeit aktualisieren. Gleichzeitig bleibt Qualitätssicherung zentral: kalibrierte Sensoren, dokumentierte Prozesse und nachvollziehbare Georeferenzierung sind die Basis, auf der sich Planungs- und Investitionsentscheidungen verantwortungsvoll treffen lassen. Für heimische Anbieterinnen und Anbieter ist das eine Chance: Nähe zu Kundinnen und Kunden, Kenntnis regionaler Besonderheiten und der Zugriff auf österreichische Spitzentechnologie wie den RIEGL VUX-120-23 bilden ein starkes Fundament.

Weiterführende Informationen und Quellen

Die vorliegende Meldung basiert auf der Presseinformation von Vermessung Schmid ZT GmbH, veröffentlicht über OTS. Für Details zur Produkt-Spezifikation des Scanners sowie zu Workflows und Referenzprojekten verweisen wir auf die Hersteller- und Fachseiten.

Fazit: Ein Schritt mit Breitenwirkung

Mit dem Schritt von Vermessung Schmid, die DJI Matrice 400 und den RIEGL VUX-120-23 produktiv einzusetzen, wird LiDAR aus der Luft in Österreich noch praktischer nutzbar. Für Gemeinden, Bau- und Forstbetriebe und Infrastrukturbetreiberinnen und -betreiber bedeutet das: schnellere, sicherere und belastbare Datengrundlagen für Projekte. Die Quelle hebt besonders die Genauigkeit der Georeferenzierung hervor, die durch RiLOC-F und lokale Basisstationen möglich wird. Wer investieren oder planen will, sollte die eigenen Anforderungen mit den offiziell publizierten Spezifikationen abgleichen und Pilotflächen in Betracht ziehen. Haben Sie ein Projekt, das vom Blick aus der Luft profitieren könnte? Prüfen Sie den Einsatz luftgestützter LiDAR-Vermessung und holen Sie Vergleichsangebote von qualifizierten Vermesserinnen und Vermessern ein. Weitere Details finden Sie in der verlinkten Quelle. So wird aus einer technischen Meldung ein konkreter Mehrwert für die Praxis im ganzen Land.