Hamburg (OTS) – Die deutsche Bauwirtschaft steht unter Druck.
Steigende
Materialkosten, Fachkräftemangel und immer komplexere
Projektanforderungen zwingen Unternehmen, jeden Prozess auf Effizienz
zu prüfen. Ein Bereich rückt dabei zunehmend in den Fokus: die
Baustellenlogistik. Denn wenn Material fehlt, steht die gesamte
Produktion still – mit teuren Folgen.
Genau hier setzt spezialisierte Expresslogistik an. „Die
Komplexität der Baustellen-Zustellung wird häufig unterschätzt“,
erklärt Timm Trede, CEO der digitalen Spedition zipmend . „Unsere
Fahrer berichten von Situationen, in denen die Entladung nicht
erfolgen kann, weil der einzige Kran für Stunden mit anderen Arbeiten
belegt ist. Oder es gehen Ersatzteile nach der Lieferung verloren,
weil diese unter neuem Schutt begraben und vergessen werden.“
Fachleute bezeichnen die Zustellung auf der Baustelle als größte
Herausforderung der gesamten Lieferkette. In der Branche kursiert der
Begriff „Last-Mile-Ignoranz“ – die falsche Annahme, dass der Fahrer
das Material schon irgendwie an den Verbauort bringen wird. Das
bestätigt Trede: „Baustellen befinden sich oft auf unübersichtlichem
Gelände, ohne feste Warenannahme, manchmal ohne befestigte Zufahrt.“
Moderne Baulogistik-Dienstleister haben diese Problemfelder
erkannt. Bei zipmend etwa werden Lieferungen auf die spezifischen
Bedingungen der jeweiligen Baustelle abgestimmt. „Wir klären vorab,
wo genau die Anlieferung erfolgen soll, ob ein telefonisches Avis
gewünscht ist, und welche Fahrzeugtypen überhaupt auf das Gelände
können“, sagt Trede. „Manchmal braucht es ein Fahrzeug mit Hebebühne.
Manchmal müssen wir einen engen Feldweg befahren, um überhaupt zum
Einsatzort zu gelangen.“
In einer Branche, in der Materialkosten und Transportlogistik
einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen, wird jede
Optimierung zum Wettbewerbsvorteil. Und in einer Zeit, in der
Bauprojekte immer komplexer werden, ist zuverlässige Expresslogistik
längst kein Luxus mehr – sondern Notwendigkeit.





