Voglauer/Grüne: Giftspritzerei mit Ewigkeitschemikalien muss endlich ein Ende finden

Wien (OTS) – „Dass die EU-Chemiebehörde ECHA nun eine Empfehlung zum
weitestgehenden Verbot von PFAS-Ewigkeitschemikalien ausgesprochen
hat, ist ein längst überfälliger und enorm wichtiger Schritt“, meint
Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

„Der nächste Schritt muss ein raschestmögliches Verbot von PFAS-
Pestiziden in Europa sein. Hier könnte Österreich eine Vorreiterrolle
einnehmen“, erklärt Voglauer weiter, „denn ein Verbot von PFAS-
Pestiziden wäre ohne großen Aufwand von der Bundesregierung umsetzbar
und würde eine der größten Eintragsquellen dieser Gifte in unsere
Böden, unser Wasser und unsere Lebensmittel auf einen Schlag beenden.
Das muss wichtiger sein, als die Gewinninteressen der
Agrarchemielobby.“

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts
Integral sind 91 Prozent der Österreicher:innen für ein Verbot dieser
Ewigkeitschemikalien. Andere EU-Staaten setzen bereits solche Verbote
um oder bereiten sie vor. „Gesundheitsministerin Schumann und Umwelt-
und Landwirtschaftsminister Totschnig dürfen das Thema nicht noch
weiter auf die lange Bank schieben. Die heimischen Bio-Bäuer:innen
können jederzeit den Beweis antreten, dass Landwirtschaft auch ohne
solche Gifte bestens funktioniert“, so Voglauer.

Die Landwirtschaftssprecherin der Grünen hält fest: „Dass diese
PFAS-haltigen Gifte in Spritzmitteln eingesetzt werden dürfen und wir
gleichzeitig in Österreich noch immer keinerlei Transparenz darüber
haben wo und wieviel davon verwendet wird, ist einer der größten
Umwelt- und Gesundheitsskandale der letzten Jahrzehnte. Darum fordern
wir Grüne neben dem Verbot dieser Ewigkeitschemikalien auch eine
öffentlich zugängliche Transparenzdatenbank über die gesamte
Spritzmittelverwendung in Österreich. Wir alle haben ein Recht zu
wissen, wieviel von welchen Giften wo in unserer Umgebung verspritzt
wird.“

„Derzeit liegt auch eine Bürger:inneninitiative im Parlament auf,
die ein Verbot von PFAS-Pestiziden fordert und mit wenigen Klicks auf
der Parlamentswebsite unterstützt werden kann, um der Bundesregierung
damit ein unmissverständliches Zeichen zu senden“, so Voglauer. Für
sie ist klar: „Auch unsere Kinder und Enkelkinder haben sich saubere
Quellen, gesunde Böden und gesunde Lebensmittel verdient. Es ist
höchst an der Zeit die PFAS-Flut zu stoppen, bevor es zu spät ist.“