Wien/Brüssel (OTS) – Die heimische Rohstoffbranche konnte bei den
Sustainable Development
Awards 2025 des europäischen Gesteinsverbands Aggregates Europe in
Brüssel gleich vier Auszeichnungen erzielen. Insgesamt wurden 66
Projekte aus 16 Ländern eingereicht – Österreich war mit sechs
Projekten vertreten.
Zwtl.: Internationale Jury
Bei der Verleihung der Sustainable Development Awards in Brüssel
wurden die besten Projekte europäischer Rohstoffunternehmen
ausgezeichnet. Eine internationale Jury bewertete die Einreichungen
in den Kategorien Umwelt, Wirtschaft, Gesundheit und Sicherheit sowie
Kommunikation.
Die heimische Rohstoffbranche hat in diesem Jahr auf europäischer
Bühne eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.
Gleich vier Auszeichnungen würdigen das Engagement und die hohe
Qualität, mit der Österreichs Unternehmen zur regionalen Versorgung
mit mineralischen Rohstoffen beitragen.
Zwtl.: Ausgezeichnete Projekte
Auf europäischer Ebene punkten konnte das Kommunikationsprojekt „
BürgerBeirat Gartenau – Umweltmediation: Erfolgsrezept Dialog “ der
Leube Zement GmbH mit Sitz in Salzburg. Aus der Idee, ein Umweltthema
gemeinsam mit Anrainern auf Augenhöhe zu bearbeiten, entwickelte sich
im Laufe von fast drei Jahrzehnten eine beispielhafte Plattform des
Vertrauens. Der „ BürgerBeirat Gartenau “, bestehend aus Vertreter*
innen der Anrainer und des Unternehmens, gilt heute als
Musterbeispiel für gelungene Dialogarbeit. Dafür gab es eine Special
Mention bei den Sustainable Development Awards.
Ebenfalls aus Salzburg stammt das in der Kategorie Umwelt
prämierte Projekt „ Saxicola rubetra – Ein neuer Lebensraum für das
Braunkehlchen “ der Lungauer Sand- und Kieswerk Lassacher GmbH & Co
KG. Das Unternehmen erwarb gezielt Flächen zur Habitatentwicklung und
unterstützte die Mur-Renaturierung frühzeitig und aktiv. Zentrale
Maßnahmen schaffen optimale Brutstrukturen für das Braunkehlchen. Das
große Engagement für Regionalität und Biodiversität wurde mit einer
Special Mention gewürdigt.
Zwtl.: Doppelte Freude bei Forum Rohstoffe
Gleich zweimal ausgezeichnet wurde das Forum mineralische
Rohstoffe. Geschäftsführerin Petra Gradischnig erhielt eine Ehrung
für ihre herausragenden fachlichen Leistungen in der europäischen
Zuschlagstoffindustrie sowie für ihr Engagement bei Aggregates
Europe, insbesondere als Leiterin der Task Force Biodiversität.
Zusätzlich wurde das Naturschutzprojekt „ Österreichs
Rohstoffbetriebe als Trittsteinbiotope für bedrohte Tier- und
Pflanzenarten “, das Forum Rohstoffe gemeinsam mit BirdLife
Österreich umsetzt, in der Kategorie „Beste Initiative eines
Verbands“ mit einer Special Mention ausgezeichnet.
Zwtl.: Über die Awards
Die „Sustainable Development Awards 2025“ des Europäischen
Gesteinsverbands Aggregates Europe wurden am 26. November im
Konzertsaal „La Madeleine“ in Brüssel verliehen. Von den 66
eingereichten Projekten aus 16 Ländern erhielten neun Unternehmen
eine Trophäe, neun weitere wurden mit einer „Special Mention“ für
herausragende Leistungen in den Bereichen Umwelt, sozialer
Fortschritt, wirtschaftlicher Beitrag, Kommunikation und
Biodiversität geehrt.
Zwtl.: Sechs Projekte aus Österreich
Insgesamt sechs Projekte wurden aus Österreich eingereicht. Fünf
davon waren Preisträger des Nachhaltigkeitspreises des Forums
mineralische Rohstoffe, der im Mai 2025 in Wien verliehen wurde:
Leube Zement GmbH, Lungauer Sand- und Kieswerk Lassacher GmbH & Co
KG, Omya GmbH, Rhomberg Bau GmbH und Rögner Sand & Kies GmbH. Die
sechste Einreichung – ein bundesweites Naturschutzprojekt in
Rohstoffbetrieben – kam direkt vom Forum mineralische Rohstoffe. Mehr
Infos unter: https://www.forumrohstoffe.at/nachhaltigkeitspreis2025/
Zwtl.: Hochkarätige Besetzung
An der Veranstaltung „Sustainable Development Awards 2025“ nahmen
mehr als 200 Personen teil, darunter hochrangige Hauptredner und der
Präsident von Aggregates Europe Antonis Antoniou Latouros. Er
eröffnete die Zeremonie mit den Worten: „Nach Wasser sind
mineralische Baurohstoffe das am meisten gebrauchte Material auf dem
Planeten. Sie sind nicht nur unverzichtbar, sondern auch von
strategischer Bedeutung. Sie sind die Bausteine unserer Häuser,
unserer Gemeinden und unserer Zukunft.“
Zwtl.: Rohstoffbranche ist Teil der Lösung
Weiters betonte Latouros, dass sich die Rohstoffbranche im Wandel
befindet. „Unternehmer sind nicht mehr nur diejenigen, die Rohstoffe
aus der Erde entnehmen. Sie sind Innovatoren im Bereich Low-Carbon-
Technologien, Partner in lokalen Gemeinschaften und Verfechter der
Kreislaufwirtschaft. In jedem Winkel Europas sehen wir Steinbrüche,
die Ökosysteme wiederherstellen, Anlagen, die erneuerbare Energie
produzieren, Betriebe, die Bau- und Abbruchabfälle recyceln, und
Unternehmen, die Menschen in ihrer Umgebung ausbilden und fördern.“
Die Jurymitglieder
Für die Bewertung der Nachhaltigkeitskriterien wurde eine
unabhängige Jury aus fünf Expertinnen und Experten eingesetzt.
Mitglieder waren:
–
Stavros Hadjiyannis, Bürgermeister von Nicosia (Zypern)
–
Julie Hollis, Generalsekretärin EuroGeoSurveys
–
Klára Řehounková, University of South Bohemia
–
Michael Tost, Montanuniversität Leoben
–
Guy Woodford, Journalist für Aggregates Business Europe
Zwtl.: Die Rohstoffbranche im Überblick
Europaweit arbeiten in der mineralischen Rohstoffbranche rund
15.000 Unternehmen an 26.000 Standorten und beschäftigen etwa 190.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam mehr als 3 Milliarden
Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr gewinnen. Damit ist die
mineralische Rohstoffgewinnung die größte nicht-energetische
Rohstoffindustrie Europas.
In Österreich werden jährlich rund 100 Millionen Tonnen
qualitativ hochwertiger Baurohstoffe wie Sand, Kies und Schotter
benötigt. Sie bilden die Grundlage für den Bau und Erhalt von
Gebäuden, Verkehrswegen, Kanalisationen, Denkmälern,
Schieneninfrastruktur, Sportstätten sowie für zahlreiche Anwendungen
in der Landwirtschaft.
Statistisch gesehen werden in jeder zweiten Gemeinde Österreichs
mineralische Rohstoffe gewonnen – insgesamt in rund 950 Sand- und
Kiesgruben sowie 350 Steinbrüchen. Diese regionale Produktion
gewährleistet kurze Transportwege und eine verlässliche Versorgung
der Bevölkerung und Wirtschaft.
Zwtl.: Über das Forum mineralische Rohstoffe:
Das Forum mineralische Rohstoffe ist eine freiwillige Plattform (
Arbeitsgemeinschaft) in der Wirtschaftskammer Österreich, die die
Interessen von derzeit 111 mineralische Rohstoffe gewinnenden
Unternehmen vertritt. Trägerorganisationen sind der Fachverband
Steine-Keramik und die Bundes- und Landesinnungen der
Bauhilfsgewerbe. Vertreten werden 42 industrielle und 69 gewerbliche
Unternehmen, die v.a. Baurohstoffe (Sand, Kies, Naturstein) gewinnen,
aufbereiten und verarbeiten.





