Wien (OTS) – Mit einem Fördervolumen von 168 Mio. Euro unterstützte
das
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) im Jahr 2025 die
Gemeinden bei der erstklassigen Trinkwasserversorgung sowie bei der
Abwasserentsorgung.
Diese Förderung der Siedlungswasserwirtschaft hat auch im vergangenen
Jahr einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der
kommunalen Wasserinfrastruktur geleistet und damit zur
Versorgungssicherheit und Krisensicherheit beigetragen. Zudem wurden
Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel vorangetrieben.
Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig bekräftigt: „Mit der
gezielten Förderung der Siedlungswasserwirtschaft investieren wir
nachhaltig in die Lebensqualität der Bevölkerung und in den Schutz
unserer Umwelt. Die Jahresbilanz mit mehr als 2.000 geförderten
Projekten zeigt deutlich, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden
wichtige Zukunftsprojekte umsetzen und die Versorgungssicherheit mit
Trinkwasser für kommende Generationen stärken.“
Vielfältige Projekte in der Siedlungswasserwirtschaft 2025
Im Jahr 2025 wurden im Rahmen der Kommission Wasserwirtschaft 2.190
Projekte im Bereich der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
mit einem Fördervolumen von 168 Mio. Euro genehmigt.
Bei der Trinkwasserversorgung hat die langfristige und nachhaltige
Sicherstellung oberste Priorität. Neben dem Anschluss an die
öffentliche Wasserversorgung spielen auch die Erschließung neuer
Quellen und die Errichtung von Trinkwasserspeichern eine wichtige
Rolle. Zusätzlich wird beispielsweise durch in den Ausbau von PV-
Anlagen und Maßnahmen für die Blackout-Vorsorge in die
Betriebssicherheit investiert.
Ein Beispiel findet sich in der Marktgemeinde Unterweißenbach in
Oberösterreich, die zur Sicherung der Trinkwasserversorgung 2025
einen neuen Brunnen errichtet hat. Zusätzlich wurde die Ortschaft
Mötlas an die zentrale Wasserversorgungsanlage angeschlossen. Die
Maßnahmen kosten rund 2,3 Mio. Euro und werden vom BMLUK mit rund
500.000 Euro gefördert.
Auch in die Abwasserentsorgung wurden verschiedene Investitionen
getätigt. Neben der Errichtung neuer Kanäle, wurde in den Erhalt von
bestehender Infrastruktur investiert. Weiters wurden Anpassungen bei
der Abwasserreinigung und damit Verbesserungen des Umweltschutzes
gefördert. Darüber hinaus wurde eine naturnahe
Niederschlagswasserbewirtschaftung zur Anpassung an den Klimawandel
unterstützt.
In Tirol wurde beispielsweise die Verbandskläranlage des
Abwasserverbandes Untere Schranne erweitert und an den Stand der
Technik angepasst. Zusätzlich wurden bestehende Anlagenteilen der
Kläranlage saniert. Die Maßnahmen kosten in Summe 5 Mio. Euro und
werden vom BMLUK mit 1,1 Mio. Euro Förderung unterstützt.
Im Zuge der Umgestaltung der Marktgemeinde Grimmenstein in
Niederösterreich werden befestigte Flächen rückgebaut und begrünt.
Die Ableitung der anfallenden Niederschlagswässer in den Untergrund
erfolgt zukünftig über Versickerungsmulden und Schwammstadtkörper.
Die Maßnahmen zur Niederschlagswasserbewirtschaftung erfordern in
Summe 170.000 Euro und werden mit 17.000 Euro Förderung vom BMLUK
unterstützt.
Neben diesen wichtigen Projekten spielt die Förderung auch in der
Bewältigung von Naturkatastrophen eine wichtige Rolle. Besonders das
Hochwasser im September 2024 hat enorme Schäden angerichtet. Im Jahr
2025 wurden 220 Projekte mit einem Förderbarwert von 15,2 Mio. Euro
gefördert, bei welchen eine Sanierung der Infrastruktur nach einer
Naturkatastrophe notwendig war.
126 Mio. Euro für Trink- und Abwasserprojekte 2026
Auch 2026 werden die österreichischen Gemeinden durch das BMLUK bei
der Daseinsvorsorge unterstützt. In Summe können rund 126 Mio. Euro
für Projekte zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
zugesagt werden. Totschnig: „Das Umweltministerium leistet einen
wesentlichen Beitrag zur Sicherung einer hochwertigen,
flächendeckenden Infrastruktur, stärkt die kommunale
Handlungsfähigkeit und trägt nachhaltig zum Schutz der Umwelt und der
Lebensqualität in allen Regionen Österreichs bei.“





