SPÖ-Wieninger: „Gewöhnen wir uns nicht an diesen Krieg. Humanitäre Hilfe für die Ukraine ist eine Frage der Solidarität und des Gewissens“

Wien (OTS) – Die Ukraine erlebt aktuell den kältesten Winter seit
vielen Jahren
mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Gleichzeitig verübt
Russland massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Allein in
Kiew sind eine halbe Million Menschen ohne Strom, ohne Elektrizität,
ohne Heizung. SPÖ-Menschenrechts- und Europasprecherin Pia Maria
Wieninger reiste mit einer Delegation in die Ukraine und machte sich
selbst ein Bild von der Lage. „Wenn gezielt zivile Infrastruktur
angegriffen, wenn ukrainische Kinder verschleppt werden, Frauen
vergewaltigt und Kälte als Waffe gegen die Bevölkerung eingesetzt
wird, ist das ein klarer Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht. Die
Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, zeigte sich
Wieninger erschüttert von den Eindrücken. ****

In Kiew sprach Pia Maria Wieninger mit Abgeordneten des
ukrainischen Parlaments, besuchte ein Kraftwerk, das wiederholt
gezielten Angriffen ausgesetzt war und ein Wärmezelt des Roten
Kreuzes, in dem Menschen Schutz und Versorgung finden. Wieningers
Appell ist klar: „Gewöhnen wir uns nicht an diesen Krieg, der
unzählige Menschen getötet hat. Bleiben wir solidarisch. Unterstützen
wir die Ukraine politisch, humanitär und wirtschaftlich. Alle
diplomatischen Anstrengungen müssen darauf abzielen, einen
nachhaltigen und gerechten Frieden in der Ukraine zu erreichen.“

Besonders beeindruckt zeigt sich Wieninger von der
Entschlossenheit und dem Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung.
Trotz permanenter Bedrohung halten die Menschen ihr Land am Laufen.
Krieg bedeute in der Ukraine nicht Schlagzeile, sondern Alltag:
Kraftwerksmitarbeiter die mutig ihre Arbeit verrichten, obwohl sie
wissen, dass gezielt Kraftwerke angegriffen werden. Frauen, die die
Infrastruktur aufrechterhalten, während ihre Männer und Söhne im
Krieg verletzt oder getötet werden, Lehrer:innen, die in eiskalten
Kellern weiter Kinder unterrichten.

Harte Kritik übt Wieninger an den wiederholten Äußerungen der
FPÖ: „Mir fehlt jedes Verständnis dafür, wenn hierzulange FPÖ-
Abgeordnete aus ihren gut geheizten Häusern gegen die Unterstützung
für die Ukraine hetzen. Dieser Krieg ist kein ferner Konflikt. Er
betrifft die europäische Friedensordnung. Er betrifft die Frage, ob
Recht vor Gewalt gilt. Humanitäre Hilfe aus Österreich liegt nicht
zuletzt im Interesse unserer eigenen Bevölkerung. Je schwächer die
Ukraine wird, umso näher kommt der Krieg zu uns.“ (Schluss) mf/ff