Wien (OTS) – Julia Lessacher wurde am 26. Februar von Bürgermeister
Michael Ludwig
als neue Bezirksvorsteherin von Mariahilf angelobt. Sie folgt auf
Markus Rumelhart, der das Amt elf Jahre lang innehatte und aus
gesundheitlichen Gründen als Bezirksvorsteher zurückgetreten ist.
Lessacher war bereits seit 2005 als Bezirksrätin tätig, ab 2020 war
sie stellvertretende Bezirksvorsteher*in und Vorsitzende der
Bezirksvertretung sowie der Kommission für Planung, Entwicklung und
Gestaltung. Julia Lessacher ist Mutter eines Sohnes und war beruflich
zuletzt im Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband (SWV) für
Kommunikation und Werbung zuständig. In einem Hintergrundgespräch
präsentierte die neue Bezirksvorsteherin ihre Schwerpunkte und
Anliegen für den 6. Bezirk.
„Es ist ein Weiterarbeiten an laufenden Dingen – mit neuen
Schwerpunktsetzungen“, so Lessacher. Eines ihrer Hauptanliegen ist
die Verbesserung der Situation rund um die U-Bahn-Station
Gumpendorfer Straße. Im Fritz-Imhoff-Park soll eine Nachtsperre
umgesetzt werden, „um dadurch eine Erleichterung für die Anrainer*
innen zu bringen“, so Lessacher. Außerdem werden im Park eine
missbräuchlich verwendete Pergola und eine Tisch-Bank-Kombination
abgebrochen. Der dortige Bereich soll stattdessen als Bewegungsraum
für Kinder zur Verfügung gestellt werden. In einem nächsten Schritt
wünscht sich die neue Bezirksvorsteherin ein Maßnahmenpaket der
Stadt, um die Situation in Hinblick auf Lärmbelästigung und
Verschmutzung rund um die U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße zu
verbessern. Gespräche der zuständigen Stellen – der Sucht- und
Drogenkoordination, der Landespolizeidirektion Wien und der Gruppe
Sofortmaßnahmen – laufen.
Die Gumpendorfer Straße sei „weiterhin ein Kernprojekt“ im Bezirk.
Derzeit sind kleinere Einzelmaßnahmen geplant. Ein erster Schritt:
Die Buslinie 57A soll Vorrang gegenüber dem Individualverkehr
bekommen. Eine neue Haltestelle ist bei der Gfrornergasse geplant. Wo
Platz entsteht – etwa durch Gehsteig-Vorziehungen –, soll begrünt
werden, um Mikrofreiräume zu erhalten. „Wir versuchen, Grün- und
Freiräume zu schaffen – und zwar so, dass es den größeren Umbau, der
geplant ist, nicht beeinflusst“, erklärt Lessacher. Auch die
Buslinien 13A und 14A sollen Vorrang bekommen.
Die Begrünung und Oberflächengestaltung, die im Rahmen von „Raus aus
Gas“ geplant wurde, wird fortgesetzt. Im Sommer wird die
Windmühlgasse neu gestaltet, Theobald- und Fillgradergasse sollen
folgen.
Auch das Klimateam-Projekt „Klima-Himmel“ zur Beschattung und Kühlung
vor der Volksschule Corneliusgasse ist Lessacher ein großes Anliegen,
genauso wie eine neue WC-Anlage auf der Mariahilfer Straße.
Außerdem möchte die neue Bezirksvorsteherin mit ihrem Team „neue
Formate entwickeln, wie wir mit Bürger*innen in Austausch gehen“ und
die gute Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen in der
Bezirksvertretung fortsetzen. (Schluss) mag





