Landesjägermeister Christoph Metzker auf Antrittsbesuch im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) – Die Novellierung des Waffengesetzes und Maßnahmen für
klimafitte und
wildgerechte Lebensräume waren zentrale Themen eines Arbeitsbesuchs
von Landesjägermeister Christoph Metzker bei Bundeskanzler Christian
Stocker. Die Bundesregierung plant eine Anpassung des Waffengesetzes,
um den Zugang zu Waffen zu erschweren. Jägerinnen und Jäger gelten
aufgrund ihrer fundierten Ausbildung und der strengen gesetzlichen
Voraussetzungen für den Erwerb einer Jagdkarte als besonders
verantwortungsvolle Waffenbesitzer und sind daher nicht die
angedachte Zielgruppe der Verschärfungen. Bundeskanzler Christian
Stocker und Landesjägermeister Christoph Metzker hoben zudem die
vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit der Bundesregierung
mit der Jagd als wichtigem strategischem Partner hervor. Gemeinsam
will man optimale Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Maßnahmen
für die Entwicklung und Erhaltung resilienter Lebensräume schaffen,
um die Kraft der rund 155.000 land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe sowie 132.000 Jägerinnen und Jäger in Österreich bestmöglich
nutzen zu können.

Stocker: Anpassungen mit Bedacht für mehr Sicherheit

Die Bundesregierung setzt mit der geplanten Novelle des
Waffengesetzes ein klares Zeichen für mehr Sicherheit in Österreich,
wie Bundeskanzler Christian Stocker beim Gespräch betonte: „Mit der
geplanten Verschärfung und Modernisierung des Waffengesetzes
verfolgen wir das Ziel, ein wirksames und ausgewogenes Waffenrecht zu
schaffen, das den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen
gerecht wird. Der Zugang zu Schusswaffen soll künftig noch gezielter
auf verlässlich geeignete Personen beschränkt werden – dafür werden
die rechtlichen Rahmenbedingungen für Erwerb und Besitz entsprechend
angepasst.“

Teil dessen sind auch die Jägerinnen und Jäger, die bereits jetzt
strengen Regelungen unterliegen und beim Erwerb einer Jagdkarte
zahlreiche Voraussetzungen erfüllen müssen. Dazu zählen etwa die
positive Absolvierung einer mündlichen und praktischen Jagdprüfung
insbesondere im Bereich Waffenhandhabung sowie die Erfüllung der
gesetzlichen, körperlichen und geistigen Voraussetzungen.

Metzker: Zusammenarbeit ist Gebot der Stunde

Ein weiteres Thema des Antrittsbesuchs war die Hitzeperiode
Anfang Juli, die einmal mehr die Notwendigkeit gezeigt hat, gemeinsam
klimafitte Lebensräume zu schaffen. Das ist Voraussetzung dafür, dass
Ökosysteme ihre Funktionen und Aufgaben erfüllen können. „Im Zuge des
Schwerpunkts ‚Zukunft.Lebensraum‘ haben wir mit 37 Expertinnen und
Experten Maßnahmen diskutiert, die zu vielfältigen Lebensräumen
beitragen. Dabei hat sich gezeigt, dass es eine überregionale
Strategie braucht, die lokal und regional gemeinsam von den
unterschiedlichen Nutzergruppen umgesetzt wird. Nur mit einheitlichen
Zielen und einer engen Kooperation wird es gelingen, die
Herausforderungen durch den Klimawandel zu bewältigen“, so Christoph
Metzker.

Er nennt als Beispiel Aufforstungsprojekte: „Arbeiten Jagd, Land-
und Forstwirtschaft von Beginn an zusammen und verfolgen sie
dieselben Ziele, können gemeinsam Maßnahmen abgestimmt und entwickelt
werden, um einen resilienten und vielfältigen Wald zu schaffen. Die
Jägerinnen und Jäger können etwa das Wild durch eine Kombination aus
Intervallbejagung, Ruhezonen und kleinflächiger Schwerpunktbejagung
von den Aufforstungsflächen in weniger wildschadensanfällige Gebiete
lenken. Die Forstwirtschaft kann ausreichend alternative natürliche
Äsung fördern. Das sind wichtige Beiträge für vielfältige und
strukturreiche Wälder sowie zur Reduktion des Risikos für
Wildschäden, die im Regierungsprogramm festgeschrieben ist. Es gibt
aber eine Fülle an Maßnahmen, die man ganzheitlich aufeinander
abstimmen muss, um erfolgreich zu sein.“ Der Schwerpunkt
„Zukunft.Lebensraum“ des NÖ Jagdverbands hat jedenfalls eine hohe
Bereitschaft zur Kooperation und einen großen „Mut zu Wild“ gezeigt.