Wien (OTS) – Anlässlich der heutigen Präsentation des Entwurfs für
das
Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) warnt Greenpeace davor, dass
damit die Energiewende ausgebremst wird. Für die
Umweltschutzorganisation ist die Grenze für die Befreiung von den
Einspeisegebühren mit 7 Kwp deutlich zu niedrig angesetzt und muss
auf 20 Kwp angehoben werden. Die Regierung muss das Gesetz vor der
Abstimmung im Nationalrat dringend überarbeiten, fordert Greenpeace.
Die Umweltschutzorganisation fordert, dass fossile Stromerzeuger
einen größeren Anteil der Netzgebühren übernehmen.
Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in
Österreich: „Mit dem vorgelegten ElWG-Entwurf bremst die
Bundesregierung die Energiewende aus und riskiert mittelfristig sogar
steigende Strompreise. Die geplanten Ausnahmen für die kleinsten PV-
Anlagen reichen bei Weitem nicht aus. Damit werden zehntausende
Menschen bestraft, die schon heute einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz leisten. Für die Energiewende sollten nicht diejenigen
zahlen, die sie vorantreiben, sondern diejenigen, die noch immer auf
fossiles Öl und Gas setzen.”
Der Regierungsentwurf sieht vor, nur die PV-Anlagen von der
Einspeisegebühr zu befreien, die weniger als 7 Kwp einspeisen. In
Österreich gibt es jedoch über 150.000 kleine PV-Anlagen, die
zwischen 10 und 50 Kwp produzieren und somit potenziell von den
Gebühren betroffen sind. Um private PV-Erzeuger zu schützen, fordert
Greenpeace eine Befreiung von den Einspeisegebühren für alle PV-
Anlagen bis 20 Kwp. Durch die zusätzlich deutlich erhöhten
Netzzutrittsentgelte werden die Kosten für Menschen, die selbst in
erneuerbare Energien investieren, noch weiter erhöht und
Investitionen ausgebremst.
Greenpeace-Stellungnahme zum ElWG:
https://act.gp/Stellungnahme_ElWG





