Wohnen

E-Mobilitätstage: Elektromobilität stärkt Österreichs Wirtschaft und Unabhängigkeit

Wien (OTS) – Bei den E-Mobilitätstagen von Oesterreichs Energie und
dem
Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) wurde deutlich: Die
Elektromobilität ist im Alltag angekommen und gewinnt als
Wirtschaftsfaktor zunehmend an Bedeutung. Für den weiteren Hochlauf
braucht es aber klare politische Ziele, verlässliche
Rahmenbedingungen und die konsequente Integration in das Stromsystem.

An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei. Darüber waren sich
die Vertreter:innen aus Politik, Energiewirtschaft und Unternehmen
bei den E-Mobilitätstagen am 20. und 21. Oktober einig. Die
Technologien sind marktreif, Unternehmen investieren und die
Ladeinfrastruktur wächst. Damit rücken nun die wirtschaftlichen und
strategischen Chancen der Elektrifizierung in den Mittelpunkt.

„Die E-Mobilität ist gekommen, um zu bleiben. Während in den
vergangenen Jahren beim Umstieg auf E-Mobilität ökologische Aspekte
im Vordergrund standen, geht es jetzt immer stärker um den
wirtschaftlichen Fokus“, erklärte Peter Hanke, Bundesminister für
Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Im Zuge der
Podiumsdiskussion betonte Hanke insbesondere die wirtschaftlichen
Chancen durch neue Geschäftsmodelle und sicherte der E-
Mobilitätsbranche seine Unterstützung zu. Zugleich müsse gemeinsam
daran gearbeitet werden, Vorbehalte weiter abzubauen und den Menschen
die Vorteile elektrischer Mobilität näher zu bringen.

Zwtl.: 2026: 63.000 zusätzliche E-Autos auf Österreichs Straßen

Bis Ende September 2026 wurden in Österreich mehr als 63.000
batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Mit 26,2 Prozent der
Neuzulassungen überholten reine Elektroautos erstmals die gesamten
Zulassungen von Benzin- und Dieselfahrzeugen. Insgesamt stehen diesen
Fahrzeugen mittlerweile rund 40.000 öffentliche Ladepunkte in ganz
Österreich zur Verfügung, hinzu kommen private und betriebliche
Lademöglichkeiten. Auch im öffentlichen Verkehr und in der Logistik
schreitet die Elektrifizierung voran: In Vorarlberg ist bereits jeder
dritte Regionalbus elektrisch unterwegs.

„Elektromobilität ist keine Nischentechnologie mehr. Nachfrage
und Ladenetz wachsen und immer mehr Unternehmen elektrifizieren ihre
Flotten. Die Elektromobilität ist in Österreich endgültig im Alltag
angekommen“, sagte Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverband
Elektromobilität Österreich (BEÖ). Gerade im professionellen
Transport würden wirtschaftliche und strategische Überlegungen zu
einer zusätzlichen Triebkraft, so Reinhardt.

Zwtl.: Heimischen Strom nutzen und Flexibilität erschließen

Für Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie,
ist die Elektromobilität auch eine Frage der wirtschaftlichen
Resilienz: „E-Mobilität stärkt unsere Versorgungssicherheit, weil wir
den Strom dafür zu einem großen Teil im eigenen Land erzeugen können.
Gleichzeitig macht sie uns unabhängiger von Ölimporten und
Preissprüngen an der Zapfsäule. Unsere Unternehmen investieren
derzeit intensiv in die nötige Infrastruktur. Damit diese
Investitionen wirken, braucht es nun die passenden
Rahmenbedingungen.“

Wie wirksam diese Investitionen sind, hängt wesentlich davon ab,
wie gut Ladeinfrastruktur und Stromsystem zusammenspielen. Neben dem
Ausbau erneuerbarer Erzeugung und leistungsfähiger Netze kommt es
auch auf eine intelligente Steuerung an. Wer in Zeiten hoher
erneuerbarer Erzeugung lädt, kann günstige Stromangebote nutzen und
Lastspitzen vermeiden – volle Fahrzeugbatterien wiederum können
künftig durch bidirektionales Laden Strom ins Netz zurückspeisen,
wenn dieser gebraucht wird.

Zwtl.: EEG-V: Klare Ziele statt neuer Unsicherheit

Eine zentrale Rolle im Hinblick auf die Zukunft der E-Mobilität
spielt das geplante Erneuerbare-Energien-Gesetz Verkehr (EEG-V). Der
Entwurf sieht einen Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr von 35
Prozent bis 2030 und mindestens 65 Prozent ab 2035 vor. Strom für die
Elektromobilität soll durch entsprechende Anrechnungsregeln dabei
stärker berücksichtigt werden.

Oesterreichs Energie und BEÖ sprechen sich in diesem Zusammenhang
für ambitionierte, praxistaugliche und langfristig verlässliche
Rahmenbedingungen aus. In der aktuellen Debatte über mögliche
Mehrkosten müssen auch die Vorteile der Elektrifizierung ausgewogen
und in vollem Umfang berücksichtigt werden: höhere Energieeffizienz,
geringere Abhängigkeit von fossilen Importen und zusätzliche
heimische Wertschöpfung.

Für Oesterreichs Energie und BEÖ steht fest: Die Elektromobilität
ist ein zentraler Baustein für eine unabhängige, wettbewerbsfähige
und klimafreundliche Energie- und Mobilitätszukunft. Entscheidend ist
jetzt, den eingeschlagenen Weg mit klaren Zielen und verlässlichen
Rahmenbedingungen fortzusetzen.

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