Angst vor Blackouts gesunken – Vorsorgemaßnahmen der österreichischen Haushalte mit Aufholbedarf

Wien (OTS) – Die Blackout Gefahr wird von den Österreicher:innen laut
einer Studie
der Beratungs- und Prüfungsorganisation EY Österreich heuer wieder
als etwas niedriger eingeschätzt als in den Vorjahren: Während im
letzten Jahr die Wahrscheinlichkeit für einen großflächigen
Stromausfall innerhalb der nächsten zwei Jahre von Bürger:innen auf
durchschnittlich 33 Prozent eingeschätzt wurde, liegt das erwartete
Risiko heuer bei 29 Prozent.

Parallel dazu ist die Anzahl der Menschen, die tatsächlich sicher
von einem großflächigen Stromausfall in den nächsten zwei Jahren
ausgehen, deutlich gesunken: Waren es 2024 noch acht Prozent, die
meinten, ein großflächiger Stromausfall in den nächsten zwei Jahren
wäre zu 76 bis 100 Prozent wahrscheinlich, so sind es dieses Jahr nur
mehr halb so viel Menschen, nämlich vier Prozent.

Die Blackout-Vorsorge scheint ein Thema zu sein, das in den
letzten Jahren immer unwichtiger wurde: Acht von zehn
Österreicher:innen sorgen zwar, wie schon in den Vorjahren,
insbesondere mit einfachen Haushaltsmaßnahmen vor, aber die Maßnahmen
sind für den Ernstfall nicht ausreichend. Außerdem ist ein Fünftel
der Haushalte nicht einmal rudimentär vorbereitet.

„Wir sehen hier einen klaren Trend über die letzten Jahre hinweg:
Die empfundene Bedrohung eines breitflächigen Stromausfalls nimmt in
der österreichischen Bevölkerung langsam, aber sicher weiter ab –
obwohl sich beeinflussende Faktoren von geopolitischen Spannungen
über Cybercrime bis hin zu Netzinstabilitäten nicht verändert haben.
Mit der Zunahme von Extremwetterereignissen steigt auch die Gefahr,
dass kritische Teile der staatlichen Infrastruktur wie beispielsweise
die Stromversorgung für eine Zeit ausfallen. Es ist wichtig, dass
sowohl private Haushalte als auch Betriebe sich auf den Ernstfall
vorbereiten und entsprechende, umfassende Vorsorgemaßnahmen
treffen.“, so Christina Khinast-Sittenthaler, Leiterin des
Energiesektors bei EY Österreich.

Das sind Ergebnisse des EY Blackout Readiness Index für das
wieder 1.000 Österreicher:innen zwischen 18 bis 65 Jahren befragt
wurden. Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zum Download
zur Verfügung.