STIHL 100 Jahre: Doppelstrategie Akku und Benzin im Fokus

Redaktion

Am 12.01.2026 blickt Österreich auf eine Industrie-Ikone, die seit einem Jahrhundert Arbeit in Wald, Stadt und Garten prägt. Zum runden Jubiläum stellt STIHL die Weichen in Richtung Zukunft – mit einer Doppelstrategie aus Akkutechnologie und weiterentwickelten Benzinprodukten. Für heimische Forstbetriebe, Kommunen und private Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer ist das mehr als eine Firmenmeldung: Es geht um Alltagstauglichkeit, um Service bei Fachhändlerinnen und Fachhändlern, um Nachhaltigkeit und um leises Arbeiten in dicht besiedelten Räumen. Der Hersteller betont seine Wurzeln und formuliert zugleich ein klares Ziel: eine Spitzenposition im globalen Akku-Markt, ohne die bewährten Benzingeräte aufzugeben. Im Jubiläumsjahr setzt das Unternehmen Akzente, die auch hierzulande spürbar sind – von innovativen Akku-Entwicklungen bis zur limitierten Centennial Edition einer legendären Motorsäge. Wir ordnen die Fakten ein, erklären zentrale Fachbegriffe und zeigen, welche Auswirkungen das auf Anwenderinnen und Anwender in Österreich hat.

STIHL 100 Jahre: Doppelstrategie Akku und Benzin

Vor 100 Jahren als Ein-Mann-Betrieb in einer Stuttgarter Werkstatt gestartet, ist der Hersteller heute global aufgestellt – mit Produktion, Vertrieb und einem großen Netzwerk an Fachhändlerinnen und Fachhändlern. Der Anspruch bleibt: Menschen die Arbeit mit und in der Natur erleichtern. Zum Jubiläum betont das Unternehmen seinen Kurs, die doppelte Technologieführerschaft auszubauen: Akkutechnologie mit hohem Potenzial und moderne Benzintechnik, die weiterentwickelt und nachhaltiger gestaltet wird. Die offizielle Ankündigung aus Vösendorf macht klar, dass beides zusammengedacht werden soll, nicht als Entweder-oder, sondern als Sowohl-als-auch, passend für unterschiedliche Einsatzszenarien in Forstwirtschaft, Landschaftspflege, Bau und private Gärten.

In West­europa – also auch in Österreich – ist der Trend zu akkubetriebenen Geräten besonders sichtbar. Laut der Unternehmensangaben liegt der Anteil der Akku-Produkte am Absatz in Ländern wie Österreich oder Deutschland bereits bei mehr als 60 Prozent. Global ist jedes vierte verkaufte Produkt batterie­betrieben. Um die Kapazitäten auszubauen, wurde der achte Produktionsstandort im rumänischen Oradea eingeweiht, mit klarem Fokus auf Akku-Geräte für den europäischen Markt. Gleichzeitig unterstreicht der Vorstandsvorsitzende Michael Traub die Kontinuität: Seit 1971 ist die Marke die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt – eine Position, die mit Qualitätsprodukten, unabhängig von der Antriebsart, gehalten werden soll.

Die Feierlichkeiten sind nicht nur Rückschau. Dr. Nikolas Stihl fasst den Geist dahinter zusammen: „Wer 100 Jahre alt wird, lebt nicht von Tradition allein … Unser Jubiläum ist … ein Moment, uns bewusst zu machen, welche Stärke aus der Verbindung von Herkunft, Ingenieurskunst und dem Mut zur Erneuerung entsteht.“ Mit dem Motto „In der Natur zuhause. Seit 1926“ verweist der Hersteller auf seine Wurzeln – und will zugleich zeigen, dass Innovation und Naturverträglichkeit zusammengehen können.

Die zentrale Ankündigung des Jubiläums ist über die OTS-Aussendung abrufbar. Vertiefende Unternehmensinfos liefert die Corporate-Seite corporate.stihl.de, während die Jubiläumsplattform 100.stihl.de Geschichten aus einem Jahrhundert Technik und Anwendung sammelt.

Historischer Kontext: Vom Werkstattprojekt zur globalen Gruppe

Die Geschichte beginnt 1926 mit einem klaren Ziel: Produkte zu entwickeln, die Forstarbeiterinnen und Forstarbeitern die schwere Arbeit im Wald erleichtern. Aus dieser Pionierphase entwickelte sich eine Linie von Geräten, die über die Jahrzehnte Standards setzten – in der Forstwirtschaft, in der Landschaftspflege, auf Baustellen und in privaten Gärten. Der Weg vom Ein-Mann-Betrieb zu einer global agierenden Unternehmensgruppe verlief über viele Etappen: technischer Fortschritt, Professionalisierung der Produktion, Aufbau von Vertriebsgesellschaften, Kooperation mit Importeuren und die enge Zusammenarbeit mit einem weltweiten Netz von Fachhändlerinnen und Fachhändlern.

Wesentlich blieb dabei die Verbindung von Ingenieurskunst und Praxistauglichkeit. Die laut Quelle seit 1971 bestehende Marktführerschaft bei Motorsägen ist Ausdruck einer langfristigen Strategie: kontinuierliche Entwicklung, robustes Servicenetz und ein konsequenter Fokus auf die Bedürfnisse professioneller und privater Anwenderinnen und Anwender. Heute umfasst das Netzwerk Produktionsgesellschaften in acht Ländern, 44 eigene Vertriebs- und Marketinggesellschaften, etwa 120 Importeure und mehr als 52.000 Fachhändlerinnen und -händler weltweit. 2024 arbeiteten 19.732 Menschen für den Hersteller, der Umsatz lag bei 5,33 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind keine Momentaufnahme, sondern markieren Meilensteine eines Systems, das auf Skalierbarkeit, Qualität und Nähe zum Markt setzt.

Fachbegriff erklärt: Akkutechnologie

Unter Akkutechnologie versteht man Energiespeicher- und Antriebssysteme, die elektrische Energie in wiederaufladbaren Batterien speichern und bei Bedarf in mechanische Leistung umsetzen. Für Motorsägen, Freischneider oder Heckenscheren bedeutet das: Strom wird im Akku bereitgestellt, ein Elektromotor wandelt ihn direkt in Drehmoment um. Vorteile sind oft geringere Lärmemissionen, weniger Vibrationen und lokales Arbeiten ohne direkte Abgase. Für Anwenderinnen und Anwender zählen außerdem einfache Startprozesse und reduzierter Wartungsbedarf. Grenzen ergeben sich durch Kapazität, Ladezeiten und Temperaturverhalten. Moderne Systeme optimieren dies durch Zellchemie, Batteriemanagement und effiziente Motorsteuerungen.

Fachbegriff erklärt: Doppelte Technologieführerschaft

Mit doppelter Technologieführerschaft ist eine strategische Position gemeint, bei der ein Anbieter in zwei wesentlichen Technologiepfaden gleichzeitig führend sein will. Im hier beschriebenen Fall betrifft das batterieelektrische Geräte und Benzinprodukte. Der Ansatz ist bewusst: Akku-Systeme sind in urbanen Räumen und bei sensiblen Lärmsituationen im Vorteil, während leistungsstarke Benzintechnik in bestimmten Anwendungen, Laufzeit- und Leistungsfenstern weiterhin relevant bleibt. Führung bedeutet dabei nicht nur Marktanteile, sondern auch Innovationskraft, Zuverlässigkeit im Feld, Servicequalität und die Fähigkeit, Produkte kontinuierlich an neue Normen und Kundenanforderungen anzupassen.

Fachbegriff erklärt: Elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzung

Elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzung bezeichnet ein System, das die Menge und den Zeitpunkt der Kraftstoffzufuhr durch Sensorik und Software regelt. Anders als bei rein mechanischen Vergasersystemen misst die Elektronik Parameter wie Temperatur, Drehzahl oder Luftdruck und optimiert die Einspritzung in Echtzeit. Das erhöht die Effizienz, verbessert den Kaltstart, stabilisiert die Leistung unter wechselnden Bedingungen und kann Emissionen mindern. In Motorsägen wie der bekannten MS 500i-Plattform erlaubt das System sehr dynamische Gasannahme und präzise Gemischbildung – vorteilhaft bei wechselnden Holzstärken, Höhenlagen und Einsatzprofilen.

Fachbegriff erklärt: Biogener synthetischer Kraftstoff

Biogener synthetischer Kraftstoff ist ein flüssiger Energieträger, der aus biogenen Ausgangsstoffen gewonnen und chemisch so aufbereitet wird, dass er definierte Eigenschaften und hohe Reinheit aufweist. Er unterscheidet sich von herkömmlichem fossilem Benzin durch seinen Ursprung und oft durch geringere Schadstoffanteile. Wird ein solcher Kraftstoff passgenau für Kleinmotoren formuliert, können Verbrennungsrückstände im Motor reduziert und Abgaswerte verbessert werden. Der Ansatz ist kein Widerspruch zur Elektrifizierung, sondern eine Ergänzung, um bestehende Verbrenner-Anwendungen sauberer zu betreiben, etwa dort, wo Akku-Lösungen die geforderte Dauerausdauer noch nicht erreichen.

Fachbegriff erklärt: Lifecycle-Emissionen

Lifecycle-Emissionen umfassen alle Treibhausgas- und Schadstoffemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts: von Rohstoffgewinnung und Produktion über Transport, Nutzung und Wartung bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung. Für Geräte in Forst und Garten zählt daher nicht nur, was am Auspuff oder am Einsatzort entsteht, sondern auch, welche Emissionen bei der Akku- oder Kraftstoffherstellung, bei Ersatzteilen, Logistik und am Lebensende anfallen. Ein systemischer Blick hilft, Maßnahmen mit echter Wirkung zu priorisieren: Effiziente Motoren, langlebige Komponenten, reparaturfreundliche Konstruktionen, saubere Kraftstoffe und erneuerbarer Strom senken die Summe der Emissionen.

Fachbegriff erklärt: Total Cost of Ownership (TCO)

Unter Total Cost of Ownership versteht man sämtliche Kosten, die über die Nutzungsdauer eines Geräts anfallen. Dazu gehören nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Betriebskosten wie Energie oder Kraftstoff, Verschleißteile, Wartung, Reparaturen, Transport, Schulung und Ausfallzeiten. Bei der Wahl zwischen Akku- und Benzingeräten ist die TCO-Betrachtung zentral: Akku-Systeme können in bestimmten Einsatzprofilen durch geringere Wartung und Energiepreise Vorteile haben, während Benzingeräte in langen Dauereinsätzen mit schnellem „Tanken“ punkten. Für Kommunen, Betriebe und Privathaushalte in Österreich ist eine nüchterne TCO-Rechnung oft entscheidend für Beschaffungsentscheidungen.

Produkte, Zahlen und Jubiläumsakzente

Zum Jubiläum kündigt der Hersteller mehrere Akzente an. Sichtbar ist die MS 500i Centennial Edition im eleganten schwarzen 100-Jahre-Design – eine Hommage an die bekannte MS 500i, die weltweit erste in Serie gebaute Benzin-Motorsäge mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung. Die limitierte Edition wird bei ausgewählten Fachhändlerinnen und Fachhändlern erhältlich sein. Parallel zeigt MotoMix 100, ein synthetischer, biogener Kraftstoff, in welche Richtung die Reduktion von CO₂-Emissionen bei Verbrennerprodukten gehen kann. Im Akku-Bereich sollen zukunftsweisende Neuheiten die bereits hohe Nachfrage in Österreich und Deutschland weiter unterstützen.

Zahlen & Fakten analysiert

  • Absatzmix: Laut Quelle ist global jedes vierte Produkt batterie­betrieben. Das entspricht 25 Prozent und zeigt, dass die Elektrifizierung bereits fest verankert ist.
  • Westeuropa-Trend: In Ländern wie Österreich und Deutschland liegt der Absatz von Akku-Produkten bei über 60 Prozent. Das ist ein starkes Signal für urbane und kommunale Anwendungsfälle sowie für lärmsensible Zonen.
  • Produktion: Mit Oradea kommt der achte Produktionsstandort hinzu, fokussiert auf Akku-Geräte für Europa. Kürzere Wege und Kapazitätserweiterungen können Verfügbarkeit und Modellvielfalt fördern.
  • Marktposition: Seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit – ein Langzeitindikator für Markenstärke, Servicenetz und Produktportfolio.
  • Organisation: 44 Vertriebs- und Marketinggesellschaften, rund 120 Importeure, über 52.000 Fachhändlerinnen und -händler – das spricht für eine tiefe Marktdurchdringung und lokale Nähe, auch in Österreich.
  • Unternehmensgröße: 19.732 Beschäftigte und 5,33 Milliarden Euro Umsatz (2024) zeigen Stabilität und Investitionskraft.

Die Kombination aus hohem Akku-Anteil in Westeuropa und langfristiger Marktführerschaft bei Motorsägen erklärt, warum der Hersteller beide Technologien konsequent weiterverfolgt. Für Anwenderinnen und Anwender bedeutet das planbare Produktpflege, Ersatzteilverfügbarkeit und Weiterentwicklung auf zwei Pfaden. Für Fachbetriebe und Kommunen in Österreich eröffnet die Entwicklung Spielräume, Geräteparks je nach Einsatzprofil zu mischen und zu optimieren.

Vergleich: Österreichs Bundesländer, Deutschland und die Schweiz

Österreichs Vielfalt – von alpinen Regionen in Tirol und Vorarlberg bis zu flacheren Landschaften im Burgenland – prägt die Anforderungen an Geräteparks. In steilen Lagen zählen Leistungsgewicht, Ergonomie und Zuverlässigkeit bei wechselnden Wetterbedingungen. In dicht besiedelten Räumen wie Wien oder Teilen von Salzburg und Graz sind Lärm- und Emissionsaspekte besonders wichtig, etwa bei der Pflege von Parks, Friedhöfen oder innerstädtischen Grünflächen. Hier spielen Akku-Systeme ihre Stärken aus: leiser, lokal emissionsfrei und oft vibrationsarm.

Deutschland verzeichnet in vielen Kommunen eine wachsende Nachfrage nach leisen und abgasarmen Geräten, insbesondere in urbanen Räumen. Das deckt sich mit dem in der Quelle genannten hohen Akku-Anteil. Kommunale Grünflächenämter und Dienstleister setzen zunehmend auf Akkusysteme für regelmäßige Pflegezyklen, während auf Baustellen oder in ländlichen Regionen weiterhin schlagkräftige Benzingeräte genutzt werden, wenn lange Laufzeiten und konstante Spitzenleistung gefragt sind.

In der Schweiz wirken topografisch ähnliche Anforderungen wie in Westösterreich. Gleichzeitig sind dort – ebenso wie in vielen österreichischen Gemeinden – klare Ruhezeiten und Lärmsensibilität prägende Faktoren. Das begünstigt die Nutzung akkubetriebener Geräte in Siedlungsnähe. In Forstrevieren, die fernab von Stromquellen liegen, behalten robuste Benzingeräte mit sauberem Kraftstoffmix Bedeutung. Der Vergleich zeigt: Die Wahl der Technik variiert nach Terrain, Einsatzort und Regelwerk. Der Ansatz, beide Technologien zu stärken, passt damit zu den differenzierten Bedürfnissen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Bürger-Impact: Was das für Österreich konkret bedeutet

Für private Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer in Österreich heißt der Kurs: mehr Auswahl bei Akku-Geräten, die leiser arbeiten und einfacher zu warten sind. Das ist ideal für Reihenhaussiedlungen oder Wohnanlagen, wo Rücksicht auf Nachbarinnen und Nachbarn zählt. Für Forstarbeiterinnen und Forstarbeiter sowie Landschaftspflegerinnen und -pfleger bleiben leistungsfähige Benzingeräte verfügbar – ergänzt durch biogene Kraftstoffe, die Emissionen mindern können. Wer regelmäßig, lang andauernd und fernab von Strom arbeitet, profitiert von schneller Betankung und hoher Dauerleistung. Wer in Siedlungsnähe arbeitet, schätzt die Ruhe und das direkte Drehmoment moderner Akkus.

Für Gemeinden und städtische Betriebe eröffnen sich Optionen für gemischte Flotten: Akkus für Parks, Schulen und Spitäler; Benzin dort, wo Leistungsspitzen und lange Einsätze dominieren. In der Beschaffung wird die TCO-Betrachtung entscheidend: niedrigere Wartung und Energiepreise auf der einen Seite, flexible Einsatzdauer und schnelle Betankung auf der anderen. Für das Handwerk – etwa Garten- und Landschaftsbau – zählt die Planbarkeit: Service, Ersatzteile und Schulung bei österreichischen Fachhändlerinnen und Fachhändlern sichern die Einsatzbereitschaft über Saisons hinweg. Die limitierte Jubiläumssäge ist darüber hinaus ein Signal an Profis, dass Innovation und Tradition zusammengehören – nicht als Nostalgie, sondern als Weiterentwicklung eines bewährten Werkzeugs.

Produktfokus: MS 500i Centennial Edition und MotoMix 100

Die MS 500i Centennial Edition würdigt die technische Linie der MS 500i-Plattform mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung. Das Design zum 100-Jahr-Jubiläum ist nicht nur Blickfang, es steht für die Verbindung aus Ingenieurskunst und Praxisnutzen: dynamische Gasannahme, stabile Leistung unter wechselnden Bedingungen, präzise Gemischbildung. Für Sammlerinnen und Sammler sowie Profis, die zuverlässig arbeiten müssen, verbindet die limitierte Auflage Symbolik mit Funktion.

MotoMix 100 – ein synthetischer, biogener Kraftstoff – zeigt, wie Verbrennerprodukte sauberer betrieben werden können. Für Einsätze abseits von Stromversorgung, bei denen Akku-Systeme noch an Grenzen stoßen, kann ein hochwertiger Kraftstoff Emissionen mindern und Motoren sauber halten. Das ergänzt die Elektrifizierung sinnvoll: weniger Rückstände im Motor, potenziell geringere Geruchsbelastung und planbare Performance. Im Zusammenspiel mit fachgerechter Wartung und passender Ölauswahl lässt sich so die Umweltbilanz im Einsatz verbessern.

Expertenstimmen aus der Quelle

Dr. Nikolas Stihl betont: „Ein Unternehmen bleibt nur dann über ein Jahrhundert erfolgreich, wenn es seine Wurzeln kennt und zugleich erkennt, wann ein neues Kapitel beginnt.“ Diese Haltung prägt das Jubiläumsmotto „In der Natur zuhause. Seit 1926“ und verweist auf Werte, die über Jahrzehnte tragen.

Michael Traub, Vorstandsvorsitzender, unterstreicht: „Wir sind seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke auf dem Weltmarkt und auf diesem Erfolg wollen wir weiter aufbauen. STIHL steht für Qualitätsprodukte – egal mit welcher Antriebsart.“ Damit wird der Dualansatz – Akku und Benzin – als strategischer Kern definiert.

Hintergründe: Warum zwei Technologien parallel?

In der Praxis sind die Einsatzprofile vielfältig. Akku-Systeme eignen sich besonders für städtische Grünpflege, Hausgärten, Dachbegrünungen und Innenhöfe. Sie starten schnell, sind leiser und emittieren lokal keine Abgase. Für professionelle Forsteinsätze mit hoher Dauerlast, lange Fäll- und Aufräumarbeiten im Gebirge oder bei kontinuierlichem Tagesbetrieb behalten Benziner Relevanz. Die parallele Weiterentwicklung beider Pfade ist daher kein Kompromiss, sondern eine Nutzung der jeweiligen Stärken. Für Österreichs Betriebe und Gemeinden bedeutet dies Investitionssicherheit: Keine Technik wird vorschnell obsolet, beide werden gepflegt und verbessert.

Zukunftsperspektive: Was bis 2030 zu erwarten ist

Aus den vorliegenden Hinweisen lässt sich eine klare Tendenz ableiten: Der Anteil akkubetriebener Geräte wird in West­europa weiter steigen. Treiber sind Lärm- und Emissionsanforderungen, zunehmende städtische Verdichtung und Fortschritte bei Zellchemie, Energiemanagement und Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig werden Verbrenner dort bestehen, wo Zuverlässigkeit, lange Dauereinsätze und schnelle „Energiezufuhr“ entscheidend sind. Synthetische, biogene Kraftstoffe wie MotoMix 100 können Übergangslösungen sauberer machen und die Umweltbilanz verbessern. Für Anwenderinnen und Anwender in Österreich heißt das: Wer heute in Akkusysteme investiert, wird ein wachsendes Ökosystem an Geräten und Energiespeichern vorfinden; wer auf Benziner setzt, kann mit Verbesserungen bei Effizienz, Emissionen und Wartung rechnen.

Das Produktionsnetz mit einem Fokusstandort für Akku-Geräte in Oradea stärkt europäische Lieferketten. Stabilere Verfügbarkeiten und eine breitere Modellpalette sind realistische Erwartungen. Für die Marke selbst bleibt die Pflege des Servicenetzes zentral. Denn erst die Kombination aus Hardware, Ersatzteilversorgung und kompetenter Beratung bei österreichischen Fachhändlerinnen und Fachhändlern macht die Technik im Alltag leistungsfähig.

Service, Beschaffung und Praxis in Österreich

Für Kommunen und Betriebe ist die Beschaffung ein Balanceakt zwischen Budget, Anforderungen und Nachhaltigkeit. Eine strukturierte TCO-Rechnung hilft, die beste Lösung zu finden. Relevante Fragen lauten: Wie lang sind typische Einsatzzeiten? Gibt es Ladeinfrastruktur vor Ort? Welche Lärm- und Emissionsanforderungen gelten? Wie wichtig ist Mobilität fernab von Stromquellen? Antworten darauf münden oft in gemischte Flotten, die beide Technologien sinnvoll kombinieren.

Private Haushalte profitieren von der breiten Auswahl: Akku-Heckenscheren für präzise Schnittarbeiten, leise Rasenpflege in dicht besiedelten Gebieten, robuste Motorsägen für Holzarbeiten am Haus – und bei Bedarf Benzinmodelle, wenn Ausdauer und Leistung im Vordergrund stehen. Die Verfügbarkeit über das dichte Fachhändlernetz erleichtert Beratung, Probeläufe, Wartung und Reparaturen. Zusätzlich schaffen Jubiläumsaktionen Aufmerksamkeit, die Interessierte zu fundierten Entscheidungen führen können – fernab von Schnellkäufen.

Weiterführende Informationen und Quellen

Fazit: Tradition, Technik und Alltagstauglichkeit

Ein Jahrhundert nach der Gründung setzt der Hersteller auf zwei Pfeiler: starke Akkutechnologie und weiterentwickelte Benzinprodukte. Für Österreich bedeutet das: mehr Auswahl, planbare Servicequalität und Lösungen für sehr unterschiedliche Einsatzprofile – vom Stadtpark bis zur Almlage. Die im Jubiläumsjahr angekündigten Produkte wie die MS 500i Centennial Edition und der biogene Kraftstoff MotoMix 100 stehen symbolisch für den Anspruch, Innovation und Praxis zu verbinden. Zahlen wie über 60 Prozent Akku-Anteil in Westeuropa und ein Viertel weltweit akkubetriebener Produkte untermauern die Richtung. Gleichzeitig bleibt die Erfahrung aus Jahrzehnten Benzintechnik erhalten.

Wer sich informieren möchte, findet Details in der OTS-Quelle sowie auf corporate.stihl.de und der Jubiläumsseite 100.stihl.de. Welche Lösung passt zu Ihrem Einsatz? Akku für leise, emissionsarme Pflege oder Benzin für lange, harte Einsätze – oder eine kluge Kombination beider Welten. Prüfen Sie Anforderungen, TCO und Service – und nutzen Sie Beratung bei österreichischen Fachhändlerinnen und Fachhändlern.