Wien (OTS) – Das neue Jahr brachte Österreich bereits einige
Kälterekorde: -25,7
Grad im oberösterreichischen Liebenau, -24,3 Grad im
niederösterreichischen Schwarzau im Freiwald oder -20,9 Grad im
Tiroler Tannheim.
Bei klirrend kaltem Wetter, niedrigem Wasserstand der Flüsse und
fehlender Stromproduktion aus Sonne und Wind gibt es einen
zuverlässigen Energieträger – Gas.
Für die Energiegewinnung hat Erneuerbare Energie aus Sonne oder
Wind den großen Nachteil, dass sie nicht immer ausreichend zur
Verfügung steht, wenn wir Energie brauchen – zum Beispiel zum Heizen
an dunklen, kalten Wintertagen. Gas ist gerade jetzt, bei winterlich
kalten Temperaturen, ein unverzichtbarer Partner für die zuverlässige
und saubere Energieversorgung in Österreich.
Im abgelaufenen Jahr 2025 haben Energieversorger in Österreich laut
dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Summe
7,2 Terawattstunden an Gas für die sichere Stromversorgung in
Österreich geliefert.
„Gas ist dringend notwendig“, sagt Michael Mock, Geschäftsführer des
Fachverbands Gas Wärme, „denn vor allem im Winterhalbjahr sorgt Gas
für eine zuverlässige Stromerzeugung. Zudem entlasten Gasheizungen
die Stromnetze und darüber hinaus ist Gas auch Garant für die
störungsfreie Fernwärmeversorgung.“
Kalte Dunkelflaute
Die Bedeutung der Gaskraftwerke für die Stromversorgung im Winter ist
enorm. Über das ganze Jahr hinweg deckt Gas im langjährigen Schnitt
rund 15 Prozent des Bedarfs an elektrischer Energie in Österreich. An
manchen Tagen liefert Gas sogar mehr als 40 Prozent der benötigten
Energie für die Stromproduktion.
Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Wasserkraftwerke und
Photovoltaikanlagen aufgrund geringer Wasserführung und anhaltender
Bewölkung vergleichsweise wenig Strom erzeugen, aber der
Stromverbrauch wegen der niedrigen Temperaturen sein Maximum
erreicht. Besonders kritisch wird es, wenn auch noch der Wind als
Energiequelle auslässt. Diese so genannte „kalte Dunkelflaute“
bereitet den Energieversorgern große Sorgen.
Gas ist perfektes Backup-System
Gas, verlustfrei in den geologischen Tiefenspeichern eingelagert, ist
ein perfektes Backup-System. Es steht bei Bedarf unmittelbar zur
Verfügung. Wird mehr Strom gebraucht, können zusätzliche
Gaskraftwerke kurzfristig ans Netz genommen werden.
Seit den 1970er Jahren hat sich die österreichische Gasinfrastruktur
als Garant für eine sichere Stromversorgung bewährt. Gas kann in
großem Ausmaß langfristig gespeichert werden und bietet als Biomethan
und Wasserstoff auch eine wertvolle erneuerbare Energiequelle. Zudem
entsteht bei der Verbrennung von Gas, im Gegensatz zu Holzöfen,
keinerlei Feinstaubbelastung.
Gasspeicher zu ca. 60 Prozent voll
In den neun großen österreichischen Gasspeichern können mehr als 100
Terawattstunden (TWh) Gas eingelagert werden. Das ist mehr als der
Jahresverbrauch aller Haushalte, der Gaskraftwerke und der Industrie
zusammen. Aktuell sind die österreichischen Gasspeicher mit knapp 62
TWh Gas befüllt. Das entspricht einem Füllstand von etwa 60 Prozent.
Über Gas
Gas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine
Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und
komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und
Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Gas
verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der
emissionsärmste fossile Energieträger. Mit Biomethan aus biogenen
Reststoffen, synthetischem Methan (SNG) aus erneuerbaren Stromquellen
und Wasserstoff bietet Gas auch grüne Alternativen.





