St. Pölten (OTS) – Der adaptierte Leopoldsaal als Ausweichquartier
des Landtagssaales
wurde heute, Freitag, von Landtagspräsident Karl Wilfing gemeinsam
mit dem Zweiten Präsidenten Gottfried Waldhäusl und der Dritten
Präsidentin Elvira Schmidt sowie Grünen-Klubobfrau Helga Krismer-
Huber und Neos-Fraktionsvorsitzender Indra Collini im Landhaus in St.
Pölten präsentiert. Landtagspräsident Karl Wilfing berichtete: „Der
derzeitige Sitzungssaal ist nicht barrierefrei ausgelegt. Wenn wir in
allen öffentlichen Gebäuden gesetzlich Barrierefreiheit verlangen,
muss das auch für den Landtagssaal als Herzstück der
parlamentarischen Demokratie in Niederösterreich gelten. Daher wird
der Landtagssaal von 1. Jänner 2026 bis zur September-Sitzung 2027
umgebaut, bis dahin wird der Leopoldsaal als Ausweichquartier
genutzt. Das Ausweichquartier bleibt im Haus, das spart Kosten von
mehr als einer halben Million Euro und wir können auch weiterhin
Veranstaltungen durchführen.“
Im Zuge des Umbaus wird im Landtagssitzungssaal auch die Technik
modernisiert, Wilfing dazu: „Wenn wir schon Barrierefreiheit
herstellen, müssen wir den Saal auch auf den aktuellen Stand der
Technik bringen. Der Landtagssaal ist die Visitenkarte der Demokratie
in Niederösterreich und ich stehe dafür, dass diese auch modern
ausgestattet sein soll.“ Die Klimatechnik und auch die Technik etwa
beim Streamen werden an den heutigen Standard angepasst. Im
Ausweichquartier finden während der Sitzungen rund 75 Personen Platz
sowie 20 Zuschauer.
Der Zweite Präsident Gottfried Waldhäusl berichtete zu den
geschätzten Kosten von rund 11,2 Millionen Euro und zu den
Einsparungen: „Demokratie kostet Geld, das ist das Herzstück der
Demokratie von Niederösterreich. Es war von Anfang der Auftrag an die
Regierung – und damit an die Verwaltung –, so günstig wie möglich zu
bauen.“
Die Dritte Präsidentin Elvira Schmidt erklärte, dass die SPÖ es
gerne gehabt hätte, dass der Saal günstiger umgebaut wird: „Wir haben
als Sozialdemokratie den Mehrheitsbeschluss zur Kenntnis genommen und
ich bin sehr stolz darauf, dass schon sehr viele Einsparungen
getroffen worden sind, Einsparungen, die nichts von der Qualität
zurückstellen, sondern Einsparungen, die für das Haus gut sind.“
Grünen-Klubobfrau Helga Krismer-Huber sagte: „Demokratie ist im
Moment sehr unter Druck. Daher ist es ein gutes Zeichen, dass man
sich in Zeiten von knappen Budgets traut, ein Demokratieprojekt zu
machen und einen Landtag nicht verwahrlosen zu lassen, sondern ein
Gebäude in Schuss zu halten. Denn damit schafft man neuen Raum für
Demokratie in Niederösterreich.“
Neos-Fraktionsvorsitzende Indra Collini betonte, dass es bei
diesem Bauprojekt Transparenz gebe: „Auf der Homepage des Landes wird
laufend der Baufortschritt des Saales veröffentlicht, ebenso die
Transparenz bei den Kosten. Wir haben regelmäßig Nutzerbeiräte und
alle Informationen aus diesen Beiräten etwa über Ausschreibungen und
Vergaben werden veröffentlicht.“
Christoph Reiter-Havlicek, Leiter der Abteilung Gebäude- und
Liegenschaftsmanagement des Landes Niederösterreich, berichtete, dass
man durch den Einsatz der eigenen Mitarbeiter beim Umbau des
Leopoldsaales externe Kosten sparen konnte: „Derzeit wird im
Landtagssitzungssaal alles abgebaut, was wir für das Ausweichquartier
brauchen, und ab Februar beginnen die tatsächlichen Bauarbeiten im
Landtagssitzungssaal.“ Teile des Inventars des alten
Landtagssitzungssaales – beispielsweise die Bildschirme – werden im
Ausweichquartier verwendet. Das Ausweichquartier im Leopoldsaal wird
ab Jänner 2026 in Betrieb sein.
Weitere Informationen: Christoph Fuchs, Pressesprecher Landtag
von Niederösterreich, Tel: +43 2742-9005-12322, E-Mail: c.fuchs@
noel.gv.at





