Bengasi/Wien (OTS) – Die Odyssee der Tiere des Tiertransport-Schiffes
Spiridon II geht
weiter: Ein aktuelles Satellitenbild deutet darauf hin, dass
zumindest ein Teil der ursprünglich rund 3.000 Rinder in Libyen
entladen wurde. Während Ziel und Zustand der Tiere weiterhin unklar
sind, hat das Schiff den Hafen bereits wieder verlassen – mit Ägypten
als neue angegebene Destination.
Zwtl.: Satellitenbild vom Sonntag dokumentiert Entladung in Bengasi
Ein durch The Marker recherchiertes Satellitenbild zeigt das
Tiertransport-Schiff Spiridon II am Sonntagvormittag (23.11.) im
Hafen der libyschen Stadt Bengasi. Auf der Aufnahme ist ein
provisorischer Gang aus Containern erkennbar, der das Schiff mit dem
Kai verbindet. Die Aufnahme zeigt auch mehrere LKW mit offenen
Ladeflächen – solche Fahrzeuge werden in Ländern wie Libyen häufig
auch für den Transport von Tieren eingesetzt.
Das Bild deutet auf eine Entladung hin. Wohin die Rinder gebracht
wurden, ist derzeit unklar. Ein Team der Animal Welfare Foundation
ist vor Ort, um die Entwicklungen zu dokumentieren.
Zwtl.: Spiridon II hat Bengasi verlassen – Kaum offizielle
Informationen
Die Spiridon II, die zuvor tagelang ohne Ortungssignal unterwegs
war, hat den Hafen von Bengasi am Montagmorgen (24.11.) wieder
verlassen. Laut aktueller Trackingdaten befindet sich das Schiff nun
auf dem Weg nach Alexandria, Ägypten. Ob es tatsächlich nach
Alexandria fährt und ob sich noch Tiere an Bord befinden, ist unklar.
Der Zustand der Tiere sowie mögliche Zielorte der entladenen Rinder
sind derzeit nicht bekannt.
Tobias Giesinger von der Recherche-Plattform The Marker : „Kein
Land wollte die Tiere annehmen – und keine Behörde wollte Auskunft
geben. Für uns als Journalist:innen gestaltet sich diese Recherche
extrem mühsam.“
Zwtl.: Hintergrund: Wochenlanger Skandal um Tiertransport
Zuvor hatte die Spiridon II über einen Monat lang vor der
türkischen Küste gelegen, nachdem die Einfuhr von rund 3.000 Rindern
wegen Dokumentationsmängeln verweigert worden war. Während dieser
Zeit kam es laut offiziellen Informationen zu dutzenden Todesfällen
an Bord.





