St. Pölten (OTS) – Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG)
wurde nun vom
Ministerrat beschlossen. Besonders relevant ist die Frage, ob künftig
auch Einspeiser Netzentgelte bezahlen müssen. Für Besitzer*innen
kleiner Photovoltaikanlagen bringt der aktuelle Gesetzesentwurf nun
eine wichtige Klarheit: Einspeisungen bis 7 kW bleiben von Netzkosten
befreit.
Für die Caritas der Diözese St. Pölten und Robin Powerhood ist
diese Ausnahme ein starkes Signal – denn sie stellt sicher, dass die
Caritas-Stromspende, bei der Haushalte und Unternehmen ihren PV-
Überschuss an Menschen in Energiearmut spenden können, auch weiterhin
bis zu dieser Grenze von 7 kW kostenlos bleibt.
Zwtl.: Caritas: „Diese Ausnahme stärkt die Stromspende und damit
Menschen in Not“
„Dass Stromspenden bis 7 kW weiterhin ohne zusätzliche Netzkosten
möglich bleiben, ist eine gute Nachricht für alle, die mit ihrem
Sonnenstrom Gutes tun wollen“, betont Christoph Riedl,
Generalsekretär der Caritas St. Pölten. „Gerade in Zeiten hoher
Energiepreise sehen wir täglich in unseren Sozialberatungsstellen,
wie Familien, Alleinerziehende und Mindestpensionist*innen unter
Druck geraten. Jede gespendete Kilowattstunde bedeutet für sie
Entlastung und Sicherheit.“ Riedl weiter: „Mit dieser Ausnahme
bestätigt das neue Gesetz, dass solidarische Modelle wie die
Stromspende unerlässlich sind – und politisch gewollt. Das freut uns,
und es motiviert uns, das Projekt weiter auszubauen.“
Zwtl.: Stromspende bleibt einfach – und wird mit dem ELWG sogar
gestärkt
Die Caritas-Stromspende ist eine Kooperation mit Robin Powerhood
und ermöglicht seit Juni 2025, überschüssigen Sonnenstrom direkt an
armutsbetroffene Haushalte oder soziale Einrichtungen der Caritas,
wie etwa das Mutter-Kind-Haus oder Einrichtungen für Menschen mit
Behinderungen zu spenden. Im vergangenen Jahr wurden Robin Powerhood
weit bereits Stromspenden in Höhe von 300.000 kWh von Robin Powerhood
für mildtätige Zwecke verteilt. Das entspricht rund 150.000 warme
Mahlzeiten für 4 Personen.
„Viele Menschen wollen helfen – und die Stromspende ist dafür
einer der niedrigschwelligsten Wege überhaupt“, erklärt Valentin
Neuhauser, Geschäftsführer bei Robin Powerhood. „Die Regelung im
neuen ElWG Entwurf unterstützt dieses Engagement. Wenn kleine Anlagen
weiterhin kostenfrei einspeisen dürfen, bleibt Stromspenden attraktiv
und schafft eine Energiegemeinschaft, von der jene profitieren, die
es am schwersten haben. Für jene, die mehr spenden wollen, erarbeiten
wir gerade ein Modell, bei dem wir die Einspeisekosten ersetzen
können. Aktuell betrifft dies jedoch nur rund 10 Prozent unserer
Spender*innen“
Zwtl.: Energiearmut wächst – Stromspenden helfen sofort
Bereits jeder zwanzigste Haushalt in Österreich leidet laut
Statistik Austria unter Energiearmut – Menschen, die ihre Wohnungen
nicht ausreichend heizen oder kühlen können oder auf grundlegende
Geräte verzichten müssen.
Die Stromspende hilft hier unmittelbar: Einmal registriert,
fließt der Überschussstrom direkt zu Haushalten in Not oder sozialen
Einrichtungen der Caritas wie dem Mutter-Kind-Haus oder Wohnhäusern
für Menschen mit Behinderungen.
Zwtl.: Gemeinsam gegen Energiearmut
„Die Ausnahme im ElWG macht klar: Stromspenden sollen weiterhin
möglich bleiben – einfach, kostenlos und wirkungsvoll“, fasst
Christoph Riedl zusammen. „Wir laden alle Besitzer*innen von PV-
Anlagen ein, Teil einer Energiegemeinschaft der Nächstenliebe zu
werden.“
Alle Informationen sowie das Spendenformular finden sich unter:
www.caritas-stpoelten.at/stromspende





