Illmitz (OTS) – Der Nationalpark Neusiedler See und Burgenland
Energie haben das
Laden von Sonnenstrom ins Elektroauto zeitunabhängig gemacht. Auf
rund 240m2 Carport schauen 110 PV-Module in den Himmel und
produzieren Strom, immer dann, wenn die Sonne scheint. „Unsere
burgenländische Energieunabhängigkeitsbewegung geht in großen
Schritten weiter! Auch unser Naturschatz, der Nationalpark
Neusiedlersee, macht sich jetzt mit der Sonne energieunabhängig. Auf
dem Parkplatz wird mit einem Carport Sonnenstrom geerntet, in einer
Batterie gespeichert und der Nationalpark sowie 8 neue öffentliche
Ladestationen versorgt. Einfach nach dem Prinzip: Sein E-Auto mit
Sonnenstrom made im Burgenland Tag und Nacht tanken“, freut sich
Burgenland Energie CEO Stephan Sharma.
Die 50 kWpeak-PV-Anlage und der 40 kWh-Speicher produzieren im
Jahr rund 60.000 Kilowattstunden Strom. „Deutlich mehr Energie, als
wir hier am Standort gesamtheitlich verbrauchen. Damit zeigen wir
hier im Nationalparkzentrum, wie wir uns das Miteinander von Mensch
und Natur vorstellen. Wir können unsere Energieproduktion und unsere
Mobilität mit der Natur gestalten und nicht gegen sie“, so Johannes
Ehrenfeldner, Direktor des Nationalparks Neusiedler See.
„Wir sehen an diesem Standort, dass es für den Einsatz und die
Nutzung von Photovoltaik keine Grenzen gibt. Photovoltaik kann
mittlerweile auch an Fassaden eingesetzt werden, als Zaun, auf der
Fläche, wie ein paar Kilometer entfernt im Agri-PV-Park Tadten
Wallern, oder – wie heute hier zu sehen – als Parkplatzüberdachung,
die bereits verbrauchte Fläche mehrfach nutzt“, so Landeshauptmann-
Stellvertreterin Anja Haider-Wallner. Es sei wichtig, dass man all
diese Formen möglichst umfangreich einsetze und nutze. „Wir brauchen
selbstverständlich die Akzeptanz der Menschen und der Unternehmen,
denn sie müssen diesen Weg der Energieunabhängigkeit und
Klimaneutralität wollen und mit den Verantwortlichen in der Politik
gemeinsam gehen. Es braucht solche Vorzeigeprojekte wie hier, die
sich dann skalieren lassen. Hier sieht man erstens, was möglich ist
und zweitens, wie einfach und multifunktional es gehen kann.“
Landesrätin Daniela Winkler unterstrich besonders die Tatsache,
wie sich Photovoltaik in den letzten Jahren mehr und mehr zur
Normalität entwickelt habe. „Vor 20 Jahren galt man noch als Pionier
oder Liebhaber, wenn man sich eine PV-Anlage geleistet hat. Heute ist
es die günstigste Energieform und was vor ein paar Jahren noch schwer
denkbar war, ist für unsere Kinder völlige Normalität. Die
Technologie ist so weit entwickelt, dass wir heute eine solche Anlage
mit Speicher, Energiemanagementsystem, Ladesäulen und Co. in fünf
Wochen errichtet haben. Wir erleben hier, wie in wenigen Jahren eine
Vision zur Normalität geworden ist und ich freue mich, dass wir Teil
dieser Veränderung sein dürfen.“
Maximilian Köllner, Bürgermeister von Illmitz betonte, die
Vorreiterrolle, die die Gemeinde und der Nationalpark mit dem
Nationalparkzentrum einnehmen. „Wir in Illmitz sind besonders stolz
auf unsere Natur, unsere Landschaft, den Seewinkel und das damit
einhergehende besondere Lebensgefühl der pannonischen Tiefebene.
Darum müssen wir uns aber auch kümmern, wir müssen daran arbeiten,
dass wir unsere Heimat so erhalten, wie wir sie lieben. Ein wichtiger
Schritt dafür ist, dass wir neue Möglichkeiten einsetzen. Und so wie
die Elektromobilität eine dieser neuen Möglichkeiten ist, so brauchen
wir dafür auch innovative Lademöglichkeiten. Es ist schön zu sehen,
dass wir hier in Illmitz zeigen, was geht, wie es geht und dass es
gemeinsam geht“, so der Bürgermeister, der auch auf die großen
Investitionen und Anstrengungen von Seiten der Gemeinde im Ausbau der
erneuerbaren Anlagen und des Einsatzes von PV-Anlagen in der Gemeinde
verwies.
Fotolink: https://burgenlandenergie.canto.de/b/T6VLG





