Linz (OTS) – Alle Jahre wieder – so auch mit seiner heutigen
Pressekonferenz in
Wien – inszeniert sich Landesrat Stefan Kaineder als Retter der oö.
Fernwärmekund:innen vor immens steigenden Kosten. SPÖ-
Landtagsabgeordneter und Energiesprecher Thomas Antlinger
widerspricht dieser Darstellung und kritisiert diese grüne PR-Show
vielmehr als ein Schlechtmachen dieser sinnvollen erneuerbaren
Heizform: „Was Kaineder stets gegenüber der Öffentlichkeit
verschweigt ist der Umstand, dass die Landesregierung auf Basis eines
fundierten Kostenmodells der TU Wien die Preisentwicklung für jede
Heizperiode errechnet und die Anträge der Versorger für Erhöhungen
genehmigen muss. Und eben diese errechneten Steigerungsmöglichkeiten
wurden in den letzten Jahren von den Versorgern wie Energie AG, eww
oder Linz AG bei weitem nicht beantragt und daher auch nicht
genehmigt“. Antlinger betont das hohe Gut des Kund:innenvertrauens,
welches der Landesrat damit gefährdet und kündigt eine schriftliche
Anfrage über die tatsächliche Preisermittlung der letzten 6 Jahre an:
„Fernwärme ermöglicht eine effiziente Nutzung von erneuerbaren
Energien und sorgt für eine verlässliche, wartungsarme
Wärmeversorgung. Wenn Kaineder diese Heizform ständig schlechtredet
und als preislich unvorhersehbar darstellt, schreckt er mögliche
Kund:innen regelrecht ab. So wird ein weiterer Ausbau ohne Not zu
einem schwierigen Unterfangen“.
SPÖ will Preisermittlung der letzten Jahre transparent machen und
so Panikmache entkräften
Aufgrund von Delegierungsbescheiden des Wirtschaftsministeriums hat
das Land OÖ die Kompetenz gemäß Preisgesetz 1992, die Höchstpreise
von Fernwärme in Versorgungsgebieten der Energie AG, der Linz AG
sowie der eww festzulegen. Oberösterreichs Landesregierung bedient
sich seit 2016 eines indexbasierten Preismodells der TU Wien. „Ziel
unserer schriftlichen Anfrage ist es, Kaineders Panikmache
nachvollziehbare Zahlen gegenüberzustellen. Die Indexsteigerungen,
die das TU-Modell errechnet sind das eine, die von den Versorgern
beantragten Preissteigerungen das andere. Hier gibt es keinen
Automatismus, die Genehmigung liegt immer noch in der Hand der
Landesregierung, aber Kaineder tut, als ob die Versorger auch ohne
Grund immer auf die höchstmöglichen Steigerungen pochen würden, was
nicht der Wahrheit entspricht und so Fernwärme in ein schlechtes
Licht rückt. Da wird unsere Anfrage eine klare Nachvollziehbarkeit
über die letzten Jahre bringen“, begründet Antlinger den Schritt der
SPÖ.





