Wien (OTS) – Zum Equal Pension Day machen die Grünen Wien auf die
anhaltende
Ungleichheit bei den Pensionsbezügen von Frauen und Männern
aufmerksam: „Dass Frauen im Jahr 2025 noch immer so benachteiligt
sind, ist beschämend“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der
Wiener Grünen, und weiter: „Diese Ungleichheit zeigt sich im
Erwerbsleben und setzt sich in der Pension fort. Altersarmut ist
weiblich – das darf nicht hingenommen werden.“
Die Frauensprecherin der Wiener Grünen, Julia Malle, ergänzt:
„Der Equal Pension Day macht sichtbar, wie groß die strukturelle
Benachteiligung von Frauen noch immer ist. Frauen leisten mehr
unbezahlte Sorgearbeit, arbeiten öfter Teilzeit – meist, weil die
Rahmenbedingungen nicht passen. Gleichzeitig bleiben Löhne in
sozialen Berufen niedrig, Karrierewege versperrt und Gehälter in
vielen Unternehmen intransparent.“
Am Equal Pension Day, der österreichweit dieses Jahr auf den 7.
August fällt, haben Männer bereits so viel Pension erhalten wie
Frauen erst bis zum Jahresende. Der Grund: Noch immer verdienen
Frauen im Schnitt weniger als Männer – für gleichwertige Arbeit. In
Wien ist der Equal Pension Day dieses Jahr am 19. September, der
Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt bei knapp 30
Prozent. Frauen bekommen im Schnitt fast ein Drittel weniger Pension
als Männer. Die Folgen sind dramatisch: Etwa 19,3% der Wiener:innen
im Pensionsalter gelten als armutsgefährdet, bei alleinlebenden
Frauen ist dieser Anteil mit rund 30% noch deutlich höher.
Die Wiener Grünen fordern deshalb:
– Verpflichtende Lohntransparenz in Unternehmen
– Flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen
– Förderung von Frauen in Führungspositionen durch verbindliche
Quoten
– Aufwertung sozialer und pflegerischer Berufe, in denen vor allem
Frauen arbeiten
– Faire Pensionsmodelle, die auch unbezahlte Arbeit abbilden
Das Gleichbehandlungsgesetz gilt in Österreich seit 1979. Trotz
einiger Verbesserungen liegt noch sehr viel Arbeit vor uns. „Es darf
nicht vom Geschlecht abhängen, wie gut und sicher man im Alter leben
kann. Tatsächliche Gleichstellung ist erst dann erreicht, wenn
Einkommen, Chancen und soziale Sicherheit zwischen Frauen und Männern
gleich verteilt sind. Hier könnte die Stadt Wien mit ihren 67.000
Beschäftigten als größte Arbeitgeberin Österreichs mit gutem Beispiel
vorangehen und ihre Möglichkeiten zu einer gelungenen
Gleichstellungspolitik viel besser als bislang nutzen“, so Pühringer
und Malle abschließend.