Korosec: „Mehr Schutz auf Straßen für ältere Menschen!“

Wien (OTS) – Wieder eine alarmierende Bilanz: 2025 sind bei
Verkehrsunfällen in
Österreich 53 Fußgängerinnen und Fußgänger getötet worden – fünf mehr
als im Jahr davor, heißt es vom VCÖ. 33 der getöteten Passantinnen
und Passanten waren 65 Jahre oder älter.

Für Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec zeigt das einmal mehr:
„Die Sicherheit der Seniorinnen und Senioren auf den Straßen muss
erhöht werden! Nachbesserungen im Verkehrssystem sind notwendig.“

Korosecs Forderungen:

Weniger rot, mehr grün . Viele Ampelphasen sind viel zu kurz.
Nicht nur ältere Menschen, die oft eingeschränkt mobil sind, tun sich
schwer, über die Straße zu kommen. Grünphasen für Fußgänger müssen
länger werden.

Geringere Geschwindigkeit in Ortsgebieten. Seit 1. Juli 2024
können Behörden in besonders sensiblen Bereichen wie vor Schulen,
Kindergärten oder Seniorenheimen Geschwindigkeitsbeschränkungen
einfacher erlassen. Das sollte bei Bedarf geschehen. Wird ein
Fußgänger mit 50 km/h angefahren, ist das Risiko tödlicher
Verletzungen vier bis fünfmal so hoch wie bei 30 km/h.

Mehr Gehwege . Im Ortsgebiet mangelt es oft an breiten Gehwegen.
Vor allem auf dem Land fehlen solche auch als Verbindung zwischen
zwei Orten. Das macht es für Fußgänger gefährlich.

Bessere Ausleuchtung und mehr Zebrastreifen. Auf Freilandstraßen
gibt es oft auch zu wenige sichere Zebrastreifen. Oder es gibt
welche, die nicht ausgeleuchtet sind. Die Querung ist für Fußgänger
vor allem in der Nacht oder bei Nebel hochgefährlich.

„Besserer Schutz durch Vorgaben ist nötig. Ebenso wichtig sind
aber Vorsicht und Rücksicht jedes einzelnen – ob Fußgänger, Rad-,
Auto- oder LKW-Fahrer“, sagt Korosec. Auch wenn klare Regeln zu
gelten haben und man sich auf deren Einhaltung verlassen können
müsse: „Achtsamkeit ist von allen geboten, damit alle sicher
unterwegs sein können. Ein Recht des Stärkeren gibt es auch auf den
Straßen nicht.“