Wien (OTS) – Die Junge Volkspartei begrüßt den Vorstoß von
Bundeskanzler Christian
Stocker, einen Staatsfonds zur langfristigen Absicherung des
österreichischen Pensionssystems einzurichten. Gewinne aus
staatlichen Beteiligungen teilweise langfristig zu veranlagen und
damit Vermögen für kommende Generationen aufzubauen, sei ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Jugendministerin und JVP-Bundesobfrau Claudia Bauer dazu: „Wer
heute über Pensionen spricht, muss an die Generation denken, die
morgen die Rechnung bezahlt. Es ist völlig logisch, dass wir unser
Pensionssystem weg von der Umlage hin zur Anlage bringen müssen,
beispielsweise mit einem Staatsfonds. Anders wird es sich in Zukunft
nicht mehr ausgehen. Denn der Generationenvertrag wurde zu einem
Zeitpunkt geschlossen, als vier arbeitende Menschen gemeinsam eine
Pension getragen haben. Inzwischen sind es drei, im Jahr 2030 werden
zwei arbeitende Menschen eine Pension zu stemmen haben. Gleichzeitig
dürfen wir nicht den Fehler machen, die Pensionsfrage mit einer
einzigen Maßnahme abzuhaken. Ein Fonds ist ein wichtiger Baustein,
aber wir brauchen insgesamt mehr Mut zu strukturellen Reformen. Wer
jungen Menschen eine Pension ermöglichen will, darf vor notwendigen
Veränderungen nicht zurückschrecken.“
JVP-Generalsekretär Toni Grünsteidl dazu: „Österreich zählt zu
den OECD-Ländern mit dem geringsten Beitrag des Kapitalmarktes zum
staatlichen Pensionssystem. Dabei darf Staatsvermögen niemals
Selbstzweck sein, sondern muss auch zu Vermögen für die nächste
Generation gemacht werden. Aus laufenden Gewinnen langfristiges
Kapital aufzubauen, ist nicht nur sinnvoll, sondern vor allem
generationengerecht. Es kann nicht unser Anspruch sein, immer nur
darüber zu diskutieren, wie wir unsere Systeme gerade so über Wasser
halten. Wir müssen darüber sprechen, wie wir sie zukunftsfit machen.
Kurz gesagt: Nicht nur verteilen, sondern vorsorgen. Denn die Pension
von morgen wird heute entschieden“, so Grünsteidl.
Die Junge Volkspartei werde daher darauf drängen, die Debatte
über die Pensionen der nächsten Generation nicht länger
aufzuschieben. „Wir haben gegenüber jungen Menschen eine
Verantwortung. Jede Generation soll ihren Kindern und Enkeln ein
besseres System hinterlassen und nicht die Probleme von heute
weiterreichen. Deshalb sagen wir: Ja zum Staatsfonds. Ja zur Anlage
statt der Umlage. Und vor allem: Ja zu mehr Mut bei der
Pensionsreform“, betonen Bauer und Grünsteidl abschließend.




